Nachruf auf Karl-Heinz Kramer (Quelle : Hinterländer Anzeiger)

„Er war der klassische Mediator“

Zum Tode von Karl-Heinz Kramer

SILBERG (jpk). Er war ein Macher an vorderster Front und hinter den Kulissen, ein Mann, der sich kümmerte: um seine Familie, seine 2014 verstorbenen Frau Inge, Tochter Cornelia, Sohn Markus und vier Enkel. Um Menschen, die wenig Glück hatten im Leben. Um Alte wie Junge. Um sein Dorf Silberg und die Gemeinde Dautphetal. Um den Fußballsport in seinem Verein und im Hinterland. Aber vor allem war er ein Mensch, der die Gabe hatte, Menschen zusammenzubringen. Auch Streithähne. Mit Empathie und stets mit leisen Tönen. Mit der ruhigen Stimme des Schlichters, die nun verstummt ist: Am Dienstag ist Karl-Heinz Kramer im Alter von 82 Jahren verstorben.

Beruflich war er in der Lohn- und Finanzbuchhaltung tätig, bis er 1987 aufgrund einer Gehbehinderung vorzeitig in den Ruhestand trat. Sein Know-how als gelernter Kaufmann brachte der Silberger aber in allen Lebensbereichen ein. Sein ehrenamtliches Engagement für Kultur, Sport, Kommunalpolitik und im sozialen Bereich war mehr als breit gefächert.

Karl-Heinz Kramer war 1. Beigeordneter der Gemeinde Silberg, nach der Gebietsreform 15 Jahre lang in Dautphetals Gemeindevertretung und -vorstand an der Entwicklung der Großgemeinde beteiligt und seinem Heimatdorf diente er von 1989 bis 2003 als Ortsvorsteher. Er war Cheforganisator von Silbergs legendärer 650-Jahr-Feier. Er kümmerte sich als gesetzlicher Betreuer um eine an Demenz erkrankte alte Dame, arbeitete in der Verwaltung der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle „Der Treff“ in Biedenkopf (Schwerpunkte Jugend und Drogen). Er war Unterstützer der Lebenshilfe Marburg-Biedenkopf und des Christlichen Gemeinschaftsvereins Silberg und saß im Dautphetaler Seniorenrat.

Seine größte Leidenschaft war der Fußball. „Er hat bei uns alles wieder zum Leben erweckt, was eingeschlafen war“, erinnert Jürgen Kohlberger, Präsidiumssprecher des SV Silberg, an die großen Verdienste Kramers. Gleich zweimal forcierte die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. 1961 federführend als 1. Vorsitzender des SVS (bis 1976). Ab 1984 als Berater und Unterstützer des neuen Vorstands. Insbesondere bei Fragen der Finanzierung des 1995 neu errichteten Sportheims und der Sportplatzsanierung brachte er seine Kompetenz ein. Und er zählte zu den Initiatoren der Jugendspielgemeinschaft Silberg/Mornshausen/Hommertshausen.

Im Fußballkreis Biedenkopf fungierte Kramer ab 1968 als Klassenleiter der Jugend, später der Kreisliga B. Er war stellvertretender Kreisjugend- und Kreisfußballwart, fast zwei Jahrzehnte Kreiskassenwart sowie Schriftführer im Kreisrechtsausschuss. Seine sportlichen Auszeichnungen reichen bis zur Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bundes, das Land Hessen verlieh ihm den Ehrenbrief (1988), die Bundesrepublik Deutschland das Verdienstkreuz am Bande (2014). Und doch war er keiner, der nach derlei Anerkennung heischte. Was seine Mitstreiter über ihn sagen, hätte ihn mehr gefreut.

„Wenn ich irgendein Problem hatte, war er immer mein erster Ansprechpartner“, erinnert sich Jürgen Kohlberger, „Karl-Heinz war immer für uns da. Er hat die Jüngelchen eingesammelt und die Autos vollgepackt, wenn es zu Spielen ging. Und bis zuletzt hat er sich von seiner Tochter zu jedem Heimspiel der SG Silberg/Eisenhausen fahren lassen“. Was nicht verwundert, denn Julian und Matthis Hofmann, zwei der talentiertesten Kicker des Kreisoberligisten, sind Karl-Heinz Kramers Enkel.

Kreisfußballwart Diether Achenbach hat mit dem Verstorbenen lange im Jugendausschuss zusammengearbeitet und ist bis heute von dessen Freundlichkeit, Ruhe und Sachlichkeit beeindruckt. „Karl-Heinz war nie aufbrausend. Ich kann mich nicht erinnern, dass er irgendwann einmal böse geworden ist. Er war ein unheimlich ausgleichender Charakter, eigentlich der klassische Mediator. Wenn zwei mit verschiedenen Meinungen aufeinandergetroffen sind, konnte er es immer so glätten, dass keiner das Gesicht verloren hat.“

In dieses Bild passt eine Anekdote von Dautphetals 1. Beigeordneten Lars Kolbe, 2003 Nachfolger Kramers als Ortsvorsteher: „Ich war damals gerade mal 30 und ins kalte Wasser geflogen. Prompt hatte ich mich nicht drum gekümmert, dass vor dem 1. Advent der Dorfweihnachtsbaum aufgestellt wird. Karl-Heinz hat mich darauf aufmerksam gemacht, aber schön durch die Blume: Gelle Lars, ich nehme an, den Baum werdet ihr bestimmt nächste Woche aufstellen“.

Verbindlich, das aber nett, so war Klar-Heinz Kramer. Eben „ein ganz, ganz, ganz feiner Kerl“, wie Jürgen Kohlberger sagt, „und sein Tod ist ein großer Verlust“.


Kreispokalendspiel der Frauen

Auf dem Foto
Von hinten links: Co Trainer Meik Schiburr, Susanna Graf, Mary-Jane Jentsch, Tamara Schwarz, Isabelle Pohl, Tamara Seitz, Lea Bienert,Trainer Rene Schneider, Sophie Interthal
2. Reihe von links: Tirza Roth, Celine Reuter, Lara Konitzer
vordere Reihe von links: Isabel Lewandowski, Anastasia Pfaff, Ann Christin Schneider, Hannah Interthal, Celine Weigel

Endspiel im Kreispokal der Frauen am 5.9.2020 in Gönnern

Etwa 250 Zuschauer erlebten ein kampfbetontes Pokalendspiel mit hohem Tempo und schönen Toren zwischen der SG Angelburg und dem SV Kickers Erdhausen. Angelburg war in der 1. Spielhälfte das dominierende Team. Ihre Angriffe waren durchdachter, durchschlagskräftiger und letztlich auch wirkungsvoller. Bereits in der 5. Spielminute konnte Anastasia Pfaff einen dieser schnell für die Erdhäuser Mädels zu schnell vorgetragenen Angriffen mit dem 1:0 abschließen. In der 31. Minute schoß die auf der rechten Außenbahn spielende Sophie Interthal, die von den Erdhäuserinnen nie unter Kontrolle zu bringen war, gegen die Latte, den Abpraller köpfte Isabel Lewandowski ins Tor zum 2:0 für Angelburg. Erdhausen kämpfte sich ins Spiel und war über weite Strecken der 1. Hälfte optisch sogar überlegen. Aber die Mädels vom Hasengarten bissen sich immer wieder an der sicher stehenden und von Isabelle Pohl glänzend organisierten Abwehr die Zähne aus. Es gelang nicht den entscheidenden Pass in eine der Schnittstellen der Angelburger Abwehr zu spielen. Was dann doch durchkam war eine sichere Beute von der sehr guten Torfrau Mary-Jane Jentsch.

Im zweiten Durchgang wurden dann die Erdhäuserinnen stärker. Sie spielten jetzt über die Flügel und konnten so die Deckung der Angelburgerinnen besser auseinander spielen. In der 47. Minute erzielte Mia Kulozik aus einem Gewühl im Strafraum heraus den 2:1 Anschlußtreffer. Zu diesem Zeitpunkt war dieser Treffer völlig verdient und die Erdhäuserinnen wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Angelburg zog das Tempo noch mal an und erzielte nach einer Ecke in der 57. Min.  wiederum durch die sehr stark spielende Isabel Lewandowski das 3:1. In der 65. Min. macht, so dachten jedenfalls alle, den Sack zu. Die erfahrene Erdhäuser Torfrau Jenny Muckenschnabel pariert einen harten Flachschuß aus kurzer Entfernung großartig. Aber da steht dann Isabel Lewandowski goldrichtig und drückt den Abpraller über die Torlinie. Das Frauenteam aus Erdhausen ist aber für seine große Kampfbereitschaft bekannt. „Die geben nie auf“ resümierte Angelburgs Co-Trainer Meik Schiburr. Mit einem „Prachttor“ von der rechten Strafraumecke in die linke obere Torecke donnerte in der 81. Min. Johanna Schlagl den Ball. Es wurde noch mal eng für Angelburg. Erdhausen witterte noch eine kleine Chance und legte noch mal alles ins Spiel! Am Schluß hatten die Angelburger noch zweimal Glück, das Erdhausen noch zwei Großchancen versiebte. Letztendlich hat aber die spielerisch bessere Mannschaft das Spiel verdient gewonnen.

Die Mannschaften

SG Angelburg: Tor: Mary-Jane Jentsch, Feld: Celine Reuter (76. Tamara Schwarz), Ann Christin Schneider, Tirza Roth, Isabelle Pohl, Sophie Interthal, Isabel Lewandowski, Anastasia Pfaff (80. Celine Weigel), Lara Konitzer (70. Hannah Interthal), Lea Bienert, Susanna Graf.

 

SV Kickers Erdhausen: Tor: Jenny Muckenschnabel, Feld: Malina Krause, Chiara Schirach, Nele Schäfer (18. Pascale Fett), Tamara Nolte, Hannah Görg, Jessika Brück ( 66. Kim Haarmann), Dana Hermann (30. Kim Nolte) Mia Kulozik, Johanna Schlagl, Nadine Becker.

Tore:

1:0  5. Min. Anastasia Pfaff,  2:0 31. Min. Isabel Lewandowski, 2:1  47. Min. Mia Kulozik, 3:1 57. Min. Isabel Lewandowski, 4:1 65. Min. Isabel Lewandowski, 4:2 81. Johanna Schlagl.

Kreispokalendspiel B-Juniorinnen

Bild der Sieger JSG Angelburg

Hinten von links: Evelyn Krekel, Marie Blieder, Leni Heimann, Busra Ucar, Tamara Seitz, Trainer Meik Schiburr
Vordere Reihe von links: Eda Aksöz, Lisa Schneider, Lina Studer, Camile Berker, Julia Schmidt, Madeleine Reinberger, Freya Bergen, Esranur Ucar, Luise Reuter.
Liegend: Torfrau Merve Berker

Kreispokalendspiel der B-Juniorinnen

Am 6.9.2020 fand in Gönnern auch das Endspiel um den Kreispokal der B-Juniorinnen statt. Aus Gründen des Hygieneschutzkonzeptes wegen Corona war dieses Spiel vom Samstag auf Sonntag verlegt worden, um die Veranstaltung des Frauenpokalfinales etwas zu entzerren.

Wie im vergangenen Jahr standen sich die Mannschaften der JSG Angelburg und dem FSV Friedensdorf gegenüber. In einem sehr guten und attraktiven Fußballspiel, in dem beide Teams voll auf Angriff spielten, konnten sich die Angelburger Mädchen für die Finalniederlage im Vorjahr revanchieren. Angelburg gewann das Spiel am Schluss knapp aber verdient mit 4:3 Toren.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag! Die Angelburger Mädchen waren hellwach und schon der erste gefährliche Angriff führte in der 1. Minute zum Führungstor. Der Ball wurde in die Spitze gespielt und Leni Heimann behauptete sich gegen vier Gegenspielerinnen und versenkte die Kugel unhaltbar neben den Torpfosten. Nur 2 Minuten später köpfte Evelyn Krekel eine schöne Flanke von der rechten Seite mit schulmäßigem Kopfball unhaltbar für die gute Friedensdorfer Torfrau Catja Reddig zum 2:0 für Angelburg ein. Die Friedensdorferinnen hatten in den ersten 30 Minuten große Probleme mit dem von Angelburg vorgelegten hohen Spieltempo. Erst allmählich fingen sich die Friedensdorfer Mädchen und kamen ihrerseits zu Torchancen. Jetzt war das Spiel ein offener Schlagabtausch, beide Mannschaften spielten mit offenem Visier!  In der 35. Minute schoß Leonie Kamm aufs Angelburger Tor. Der Schuß geriet zu einem harmlosen Roller den die Angelburger Torfrau aufnehmen wollte. Eine Sekunde der Unaufmerksamkeit genügte und sie lies den eigentlich gesicherten Ball aus den Händen, dieser kullerte zum Entsetzen der Angelburgerinnen ins Tor.

Dieses Gegentor brachte die Angelburgerinnen für einige Minuten aus der Fassung und Friedensdorf legte nach. In der 38. Minute schoss Tessa Wagner aus etwa 10 Metern unhaltbar in die linke untere Ecke des Angelburger Tores, plötzlich stand es 2:2. Mit diesem Ergebnis ging man in die Halbzeitpause.

Angelburg kam entschlossen aus der Kabine und versuchten direkt wieder den Gegner mit überfallartigen Angriffen vor allem über die starke rechte Seite zu beeindrucken. Dann war es zwei Mal der so oft beschriebene „zweite Ball“ den die Angelburgerinnen letztlich zur Entscheidung nutzten. In der 47. Minute hämmerte Freya Bergen so einen abgewehrten Ball in die Friedensdorfer Maschen und wiederholte das 5 Minuten später noch mal mit einem Schlenzer. Freya Bergen war die Spielerin des Spiels und zeigte eine überragende Leistung. Friedensdorf steckte nicht auf und kam vor allem über die bärenstarke Freya Burk und Spielführerin Tessa Wagner immer wieder gefährlich vor das Angelburger Tor. In dieser Phase machte Angelburgs Torfrau Merve Berker mit einigen starken Paraden ihren Fehler beim 2:1 wieder gut und bewahrte ihre Mannschaft vor dem erneuten Anschlußtreffer. Sekunden vor Schluß leisteten sich die Angelburgerinnen noch ein Foul im Strafraum und der gut leitende Schiedsrichter Tim Gottmann erkannte völlig zu recht auf Strafstoß. Tessa Wagner kannte da keine Gnade und hämmerte den Ball zum 4:3 Endstand in die Maschen. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab und der Jubel der Angelburger Mädchen kannte keine Grenzen mehr!

Die Mannschaften:

JSG Angelburg: Tor: Merve Berker, Feld: Freya Bergen, Evelyn Krekel, Marie Blieder, Leni Heimann, Esranur Ucar, Madeleine Reinberger. Bank: Lina Studer, Lisa Schneider, n.e. Eda Aksöz

FSV Friedensdorf: Tor: Catja Reddig, Feld: Virginia Schiller, Ellen Bong, Svea Freischmann, Freya Burk, Tessa Wagner, Leonie Kamm. Bank: Lea Kunze, Jana Damm, Sarah Klare, Aleyna Varlibas

Schiedsrichter: Tim Gottmann (SSV Endbach/Günterod)

Tore: 1:0 Leni Heimann (1), 2:0 Evelyn Krekel (3), 2:1 Leonie Kamm (35), 2:2 Tessa Wagner (38), 3:2 Freya Bergen (47), 4:2 Freya Bergen (52), 4:3 Tessa Wagner (80) Strafstoß.

Kreispokal B-Juniorinnen (Hinterländer Anzeiger)



    Auslosung um den Hinterländer Licher-Kreispokal der Saison 2020/201 auf dem "Erlenacker" Wallau

    In der Halbzeitpause des Spieles FV 1913 Wallau - FV 09 Breidenbach wurde das Viertel- und Halbfinale des Licher Kreispokals ausgelost. Glücksfee spielte dabei der in Wallau wohnende und vielen Hinterländern bekannte Detlev Weichbold. Geleitet wurde die Auslosung von Kreisfußballwart Diether Achenbach und "Assistenten" Volkmar Pfeiffer als Mitglied vom Kreisfußballausschuss.


    Auslosung Licher Kreispokal 2020/2021

    Auslosung um den Hinterländer Licher-Kreispokal der Saison 2020/201 auf dem Sportgelände des FSV "Lahnlust" Buchenau
    VON  HERBERT LENZ
    Nach dem (verspäteten) Kreisfußballtag 2020 am vergangenen Freitag in der Dautphetaler Hinterlandhalle ist vor dem Wettbewerb im Hinterländer Licher-Kreispokal der Herren in der Saison 2020/2021. Auf dem Sportgelände des FSV "Lahnlust" Buchenau wurden gestern in Anwesenheit des neuen (alten) Biedenkopfer Kreisfußball-Ausschusses die Paarungen gezogen. Als "Glücksfee" zog die neue Kreispressewartin Iris Nassauer (SV Eckelshausen) neben dem neuen Ehren-Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) die gelben Kugeln aus der Lostrommel. Als Pokal-Spielleiter fungiert der neue "Chef" der Hinterländer Fußballer Diether Achenbach aus Wiesenbach. Die acht Partien in der ersten Runde wurden für Mittwoch, 19. August, terminiert. Die Begegnungen: Spiel 1: FC Angelburg - Spielvereinigung Wacker Frohnhausen. Spiel 2: SV "Rot-Weiß" Hartenrod - FV Wiesenbach. Spiel 3: FSV Buchenau - FC Türk Breidenbach. Spiel 4: SG Friedensdorf/Allendorf - FV Wallau. Spiel 5: SSV "Auf der Heide" Bottenhorn - SG Dernbach/Wommelshausen. Spiel 6: SSV Allna-Ohetal - SG Dautphetal. Spiel 7: SG Mornshausen/Erdhausen - TuSpo Breidenstein. Spiel 8: SG Hörlen/Lixfeld - FV Breidenbach. Freilose zogen der FC Kombach, der SV Eckelshausen, der SSV Endbach/Günterod der VfL Weidenhausen, der VfL Biedenkopf, die SG Silberg/Eisenhausen, die SG Holzhausen/Hommertshausen und der SC Gladenbach. Das Achtelfinale ist für Mittwoch, den 2. September, geplant: Die Paarungen: Sieger Spiel 6 - SC Gladenbach, Sieger Spiel 3 - Sieger Spiel 7. FC Kombach - SV Eckelshausen. Sieger Spiel 8 - Sieger Spiel 4. SSV Endbach/Günterod - SG Silberg/Eisenhausen. SG Holzhausen/Hommertshausen - Sieger Spiel 1. Sieger Spiel 5 - Sieger Spiel 2 und VfL Weidenhausen - VfL Biedenkopf. Bei den Frauen zog der Referent für den Mädchen- und Frauenfußball Gerhard Fuchs aus Gönnern folgende zwei Begegnungen: SV "Kickers" Erdhausen - SG Angelburg und FSV Buchenau - FSV Friedensdorf. Diese Partien finden erst in 2021 statt.


    Kreisfussballtag 2020


    Ein Rückblick von der Oberhessichen Presse

    Ausgezeichnet mit der Ehrenurkunde vom DFB durch HFV Präsident Stefan Reuß


    Kreisjugendtag

    Gemeinsam sind wir stark: Verbands-Jugendwart mit Kreisfußballwart und den neuen und ausscheidenden Mitgliedern im Kreisjugendausschuss Biedenkopf. Foto: Herbert Lenz - Sky-Experte
    Übergabe des Amtes von Herbert Schöck auf Jörg Sperling

    Von Herbert Lenz

    Bei   S K Y  sitzen Sie liebe Fußballfreunde immer in der ersten Reihe
    Sky-Sport-News berichtet vom Biedenkopfer Kreisjugendtag 2020 in Wallau
        
    Wallau - Unterföhring. Kleine Halle. Große Bühne. Starke Worte. Große Gefühle. Heiße Mettwürstchen. Kalte Getränke. Blumen und viele Abschiedsgeschenke: Viel Lob für die engagierten Jugendleiter im Hinterland sowie für die ausscheidenden Mitglieder aus dem Kreisjugend-Fußball-Ausschuss. Das waren am Freitagabend "heiße" und emotionale Momente beim harmonisch verlaufenen Hinterländer Kreisjugendfußballtag 2020 von 19.16 Uhr bis exakt 20.40 Uhr. Schauplatz altehrwürdige Fritz-Henkel-Halle in Wallau: Dort wurden die Weichen für weitere vier Jahre beim Kreisjugendfußballtag im Hinterland gestellt. Das neue (alte) Führungspersonal ist bereit, die vielen ehrenamtlichen Aufgaben für die kommenden nächsten vier Jahre zu übernehmen. Volles Haus, eine gelöste Atmosphäre und ein "Heimspiel" für den Wallauer Ortsvorsteher Jörg Sperling. Der 48-Jährige übernimmt das Amt des 73-Jährigen und ausscheidenden Kreisjugendwartes Herbert Schöck aus Frohnhausen. Ehrenämter zu besetzen - das ist in vielen Fußballkreisen oft auch reine Nervensache. Auch diese Problemfelder gilt es beim Hinterländer Kreisjugendausschuss zu bearbeiten. Das zeigte der Kreisjugendtag in Wallau. Die (vorläufige) Wahl der neuen (alten) "Macher" von 2020 bis 2024 durch die 31 Stimmberechtigten (sieben Vereine glänzten durch Abwesenheit) verlief einstimmig. Einige, noch vakante Positionen müssen ab Juli allerdings noch besetzt werden. Einer stand an diesem "Super-Freitag" ganz besonders im Mittelpunkt: Der scheidende Kreis-Jugendwart (und neue Ehrenkreisjugendwart) Herbert Schöck hat sich nach fast drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Tätigkeiten in verschiedenen Funktionen in den "ehrenamtlichen Ruhestand" verabschiedet. Das Frohnhäuser "Urgestein" wurde mit langanhaltendem Applaus gefeiert - und ließ sich feiern und reichlich beschenken. Sein Nachfolger ist der bisherige Stellvertreter Jörg Sperling. Dessen Führungsposten nimmt Harald Premer vom SSV Endbach/Günterod ein. Vakant sind noch die Neubesetzungen des Jugendbildungsbeauftragen und des Referenten für den Schulfußball, nachdem sich Diether Achenbach (Wiesenbach) nach 33 Jahren - er fungiert auf dem Kreisfußballtag am 20. März in Wommelshausen als neuer Kreisfußballwart - und Hans Werner Koob (Niederweidbach) nicht mehr zur Wahl stellten. Referent für den Mädchenfußball bleibt "Urgestein" Gerhard Fuchs vom FSV Gönnern. "Vier Jahre sind seitdem wieder vergangen. Der Sport und somit auch der Fußballsport hat sich in vielfältiger Form gewandelt. Neue Sportarten sind entstanden, einhergehend sieht man, wie der Mannschaftssport immer mehr zurückgeht". Mit diesen Worten eröffnete Kreisfußballwart Heinz Schmidt seine Begrüßungsrede. "Unsere Vereine im Hinterland haben das erkannt, dass erfolgreiche Jugendarbeit wachsen muss, damit Eigengewächse weiterhin das Rückgrat der ersten Seniorenmannschaften bilden können. Hierfür gilt ein besonderes Lob für eure Jugendarbeit, die gerade in der heutigen Zeit scheinbar zunehmender Gegensätze zwischen jungen und älteren Menschen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann", ergänzte Schmidt. Lobende Worte fand der Buchenauer auch für den ausscheidenden Schöck. "Du hast dir durch dein vielfältiges Engagement für den Kreisjugendfußball auch über die Kreisgrenzen hinaus großes Ansehen erworben. Die Arbeit mit Jugendlichen im Fußballsport und der daraus resultierende Umgang mit diesen sei für ihn immer ein großes Anliegen gewesen. "Diese Aufgabe hast du bis heute hervorragend ausgeübt, beziehungsweise auch als Vorbild vorgelebt", ergänzte Heinz. Diesen Lobeshymnen schloss sich als Ehrengast Carsten Well an. "Dieser Abend ist Anlass und Gelegenheit genug, Dank für die ehrenamtlichen Tätigkeiten zu sagen. Wenn Jugendarbeit wegbricht, dann läuft nichts mehr, auch später nicht im Seniorenbereich", sagte der Verbandsfunktionär aus Romrod zu den Jugendleitern. "Es war eine tolle Zusammenarbeit. Du warst immer bestens vorbereitet, mit dir zu diskutieren und hast im Zweifel immer deine Meinung gesagt", ergänzte Well in Richtung von Herbert Schöck. Und der erwiderte: "Ich habe die Ära Siggi Hoedt, Burkhard Graf und Heinz Schmidt wohlweislich genossen". In einer Schweigeminute gedachte die Versammlung auch den Opfern des terroristischen Anschlags von Hanau. "Immer wieder erleben wir hasserfüllte und menschenverachtende Taten, bei denen sich rechtsextremistischer Hintergrund herausstellt. Auch der Fußballkreis Biedenkopf möchte hier ein Zeichen setzen und missbilligt den terroristischen Anschlag in Hanau. In diesen schweren Zeiten trauern wir zusammen mit den Angehörigen der Opfer. Hass und Rechtsradikalismus haben auch auf Fußballfeldern nichts zu suchen. Im Gegenteil: Wir sind stolz, Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Fußballwesen zu integrieren", sagte Heinz Schmidt und zeigte gemeinsam mit den Anwesenden sein Mitgefühl.

    Kreisschiedsrichtertag 2020

    Obmann Lars Braun (links) und Timo Ide (rechts) vom Verbands-Schiedsrichterausschuss (rechts) ehrten beim Hinterländer Schiedsrichtertag in Gladenbach langjährige und verdiente Unparteiische. Foto: Herbert Lenz

    Der neue Biedenkopfer Schiedsrichter-Ausschuss mit Mirko Hecklinger (von links), Moritz Harbusch, Yannic Drewlies, Lars Braun, Sebastian Spies, Ralf Feuring und Bernd Becker. Foto: Herbert Lenz

    Von Herbert Lenz

    Sky-Sport-News berichtet vom Hinterländer Schiedsrichtertag 2020 in Gladenbach

    Gladenbach - Unterföhring. Eine Bilanz über vier erfolgreiche Jahre, diskutierte Gewalttaten gegenüber Unparteiischen, sowie Ehrungen von verdienten Schiedsrichtern waren "heiße" Themen beim harmonisch verlaufenen Hinterländer Kreisschiedsrichtertag 2020 im Hotel "Schloßgarten" in Gladenbach. Jung, dynamisch, erfolgreich: Die Weichen für weitere vier Jahre sind auch im Hinterland gestellt worden, und das neue (alte) Führungspersonal steht in den Startlöchern. Volles Haus, lockere Atmosphäre und eine gelöste Stimmung - Harmonie war Trumpf an diesem "Super-Montag" im Februar 2020. Sehr oft sind es "gestandene" Männer, die auf den heimischen Fußballplätzen mit ihrer Pfeife unterwegs sind, um Spiele in den unteren Amateurligen die Hauptakteure auf den Plätzen buchstäblich nach dieser tanzen zu lassen. Ehrenämter zu besetzen - das ist auch in vielen Fußballkreisen der Schiedsrichterzunft oft Nervensache. Diese Problemfälle gibt es beim Hinterländer Kreisschiedsrichterausschuss allerdings nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Das zeigte der Kreisschiedsrichtertag am Montagabend in Gladenbach. Die Wiederwahl der "Macher" von 2020 bis 2024 durch die 59 Stimmungsberechtigten verlief einstimmig: Kreisschiedsrichterobmann Lars Braun (50 Jahre) mit Wohnsitz in Hartenrod - er pfeift für den FV Breidenbach - macht weiter. Sein Stellvertreter ist der bisherige und langjährige Kreisschiedsrichter-Lehrwart Sebastian Spies (Wallau). Dessen Posten besetzt nun Mirko Hecklinger (23) von der SG 1912 Mornhausen). Ralf Feuring aus Dautphe - er pfeift ebenfalls für den FV Breidenbach - ist für weitere vier Jahre Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung. Beisitzer sind Yannic Drewlies (23), Bernd Becker und Moritz Harbusch (22). Nicht mehr zur Wiederwahl als stellvertretender KSO und Schiri-Ansetzer stellte sich Dietmar Becker aus Steinperf. "Ihr seid, nachdem das "Urgestein" Heinz Althaus nach 36 Jahren als Obmann nicht mehr kandidiert hatte, in große Fußstapfen getreten. Dabei galt es, die Arbeit der Vorgänger zu stabilisieren. Und das ist euch gelungen, man muss den Hut ziehen, die Wogen zu glätten", sagte Walhlleiter Armin Becker. Doch nicht nur der Politiker aus Frohnhausen fand lobende Worte für die Arbeit der Ausschussmitglieder um Lars Braun nach den vergangenen vier Jahren. "Es war in den vergangenen Wochen und Monaten nicht einfach, dieses Hobby auszufüllen wegen gewalttätiger Übergriffe gegenüber Schiedsrichtern. Jetzt gilt es, am Ball zu bleiben. Es ist erforderlich, konsequent gegen diese Unsportlichkeiten vorzugehen. Ich hoffe, dass ihr dieses tolle Hobby weiter ausübt", appellierte Timo Ide im Namen des Verbands-Schiedsrichterausschusses an die heimischen Schiedsrichter. "Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat entsprechende Maßnahmen getroffen - unter anderem mit einem vorläufigen Spielverbot", ergänzte der ehemalige Hessenliga-Schiedsrichter aus Marburg. In der Tat: Die Biedenkopfer Schiedsrichter-Vereinigung mit ihren aktuell 89 Aktiven und zehn passiven Unparteiischen hat in den vergangenen vier Jahren hervorragende Arbeit geleistet. "Wir konnten von der E-Jugend bis zu den Reserven der ersen Mannschaften alle Spiele mit Schiedsrichtern besetzen und sind eine super-gute Mischung aus jungen Schiedsrichtern und "alten Hasen" wie Bernd Becker. Bei einer Quote von fast 70 Prozent liegt die Teilnahme an den monatlichen Pflichtversammlungen, die im Schnitt in gut 70 Minuten über die Bühne gehen. Der Erfolg gibt uns Recht, und das gibt es in Hessen nicht so oft", lobte "Cheffe-Lars" die "Schwarzkittel" und seine Vorstandskollegen. "Wir müssen uns gegenseitig helfen, nur so kommt man zurecht", gab Wolfgang Zarges, der Obmann des benachbarten Fußballkreises Frankenberg, zu Protokoll. Fast komplett gab sich auch der Biedenkopfer Kreisfußball-Ausschuss vor dem Kreisfußballtag am 20. März in Wommelshausen in Gladenbach die Ehre. Der scheidende Fußballwart Heinz Schmidt schloss sich den Lobeshymnen seiner Vorredner an. "Ihr habt in den vergangenen vier Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Bei uns im Kreis gab es keine gewalttätigen Übergriffe gegenüber Schiedsrichtern. Das ist auch ein großer Verdienst von euch", ergänzte das Ehrenmitglied des FSV "Lahnlust" Buchenau. "Positiv betrachtet, haben diese Übergriffe aber auch den Schiedsrichtern eine Plattform für die Öffentlichkeit gegeben", sagte der als Kreislehrwart ausscheidende Sebastian Spies. "Wir haben ein reibungsarmes Verhältnis, und das macht die Vereinigung aus", so Spies. Er erinnerte unter anderem an drei Neulingslehrgänge zwischen 2016 und jetzt, sowie diversen Fortbildungsveranstaltungen. Der nächste Neulingslehrgang steht für den März im Terminkalender. Auszeichnungen langjähriger und verdienter Schiedsrichter rundeten als Höhepunkt den "Marathonabend" ab: Rüdiger Backes vom SSV Bottenhorn, Markus Dittmann vom SSV Steinperf, Mesut Kaplan vom SSV Allna-Ohetal, Peter Neumann vom SSV Hörlen, Peter Picha vom VfB Lohra und Uwe Schönfelder vom SV Wolfgruben/Wilhelmshütte erhielten die Große Verbandsehrennadel des Hessischen Fußball-Verbandes. Mit "Bronze" bedacht wurden Murat Alici vom SV "Kickers" Erdhausen, Gökalp Gündüz vom SC Gladenbach, Stefan Kinkel vom FSV Gönnern, Karsten Plitt vom VfL Biedenkopf und Jürgen Reves vom FV Wiesenbach. Den Verbandsehrenbrief erhielten Christopher Becker von der Spielvereinigung Eisenhausen, Manuel Blieder vom SC Gladenbach, Yannick Blüm vom VfL Weidenhausen, Eric Lisiecki von der Spielvereinigung Wacker Frohnhausen, Tom Neumann vom SSV Hörlen, Marco Schremmer vom FSV Gönnern, Daniel Schwichtenberg vom VfB Altenvers, Julian Simon vom SV Hartenrod sowie Yannic Drewlies vom SSV Allna-Ohetal, Moritz Harbusch von der Spielvereinigung Eisenhausen und Mirko Hecklinger von der SG Mornshausen/S.


    Landkarte - Kreis Biedenkopf