Landesehrenbrief für Herbert Lenz

Biedenkopfs Kreispressewart Herbert Lenz bekam im Historischen Rathaussaal den Landesehrenbrief des Hessen überreicht.
Von links: Wieland Stötzel (Bürgermeister der Stadt Marburg), Kirsten Dinnebier (Sportdezernentin u. Stadträtin), Herbert Lenz, Karl-Heinrich Auffarth (Ehrenamtsbeauftragter) und Dr. Thomas Spies (Oberbürgermeister der Stadt Marburg).

Landesehrenbrief für Herbert Lenz

Marburg. Seit fast vier Jahrzehnten ist Herbert Lenz Kreispressesprecher im  Fussballkreis Biedenkopf und damit dienstältester Pressewart des Hessischen Fussballverbandes. Für sein ehrenamtliches Engagement und die Verdienste im Fussballsport bekam er im Historischen Rathaussaal der Stadt Marburg von Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.
„Eine Stadtgesellschaft lebt vom auch von dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger“, sagte Spies bei der Überreichung der Auszeichnung im Marburger Rathaus. „Menschen wie Sie bereichern die Stadt Marburg und das Land Hessen durch ihren tatkräftigen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit enorm“, hob das Stadtoberhaupt hervor.

Karl-Heinrich Auffarth, Ehrenamtsbeauftragter des Fussballkreises Marburg bezeichnete Herbert Lenz als „Leuchtturm des Sports“. Er verkörpere die Interessen des organisierten Sports und damit das Idealbild ehrenamtlicher Träger. „Herbert Lenz hat die Sorgen und Probleme der Vereine erkannt und ihnen dabei geholfen sie abzustellen“, so „Henner“ Auffarth in seiner Rede.
Herbert Lenz engagiert sich vor allem in der Pressearbeit verschiedener Fussballvereine. Er ist Stadionsprecher des FV Breidenbach und betreut seit 2010 zudem als Pressewart und stellvertretender Stadionsprecher den SV Bauerbach beim jährlich stattfindenden SVB-Cup. Im Kreisfussballausschuss Biedenkopf ist er seit 1980 als Kreispressewart tätig. Seine Aufgaben meistert er seit fast vier Jahrzehnten mit grosser Sachlichkeit und einer immer angenehmen Ausstrahlung. Dabei ist ihm die Kommunikatioin zwischen den Vereinen immer besonders wichtig.

Text u. Foto: Oliver Herr

Ehrenbrief für Herbert Lenz

Kreisfußballwart Heinz Schmidt gratuliert Herbert Lenz zu seiner Ehrung
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (4.v.l.) zeichnete gemeinsam mit Stadträtin Kirsten Dinnebier und Bürgermeister Wieland Stötzel (1. und 2.v.l.) die Ehrenamtlichen Karl-Heinz Strube (3.v.l.), Jakob Staffel (rechts außen, v.r.n.l.), Dr. Volker Heinrich und Herbert Lenz aus. Mit dabei war auch Karl-Heinrich „Henner“ Auffarth (hinten), ehemaliger Leiter des Fachdienstes Sport der Stadt Marburg. (Foto: Thomas Steinforth, Stadt Marburg)

OB Spies überreicht Ehrenbriefe und Historisches Stadtsiegel

„Ihr Handeln ist etwas, an dem wir uns alle orientieren möchten“

 Marburg. Einsatz im Sport, bei Gericht oder in der Kirche: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hat vier Marburger Bürger für ihr vielfältiges gesellschaftliches Wirken geehrt. Herbert Lenz, Karl-Heinz Strube und Dr. Volker Heinrich überreichte er den Ehrenbrief des Landes Hessen, Jakob Staffel das Historische Stadtsiegel der Stadt Marburg.

 „Eine Stadtgesellschaft lebt auch von dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei der Überreichung der Auszeichnungen im Historischen Rathaussaal. „Sie bereichern die Stadt Marburg und das Land Hessen durch Ihren tatkräftigen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit enorm. Ihr Handeln ist etwas, woran wir uns alle orientieren möchten“, hob das Stadtoberhaupt hervor und übergab den Geehrten Urkunden sowie einen Blumenstrauß.

 Die mit dem Ehrenbrief Ausgezeichneten haben sich in mehreren Bereichen über viele Jahre ehrenamtlich eingebracht:

Herbert Lenz engagiert sich vor allem in der Pressearbeit verschiedener Fußballvereine. Seit 2010 betreut er als Pressewart und „Stadionsprecher“ die Fußballabteilung des SV Bauerbach. In diesem Rahmen organisiert er auch den jährlich stattfindenden SVB-Cup. Im Kreisausschuss Biedenkopf des Hessischen Fußballverbands ist er seit 1980 als Kreispressewart tätig. Die Kommunikation zwischen den Vereinen war ihm dabei immer besonders wichtig. „Diese Aufgabe meistert er seit fast vier Jahrzehnten mit großer Sachlichkeit und einer immer angenehmen und ruhigen Ausstrahlung“, so Spies.

Vereinsdialog



Im Sportheim des VfB Holzhausen am Hünstein fand jetzt der zweite Vereinsdialog mit den Hinterländer Fußballvereinen statt. Auf Augenhöhe mit den "Machern" des Kreises Biedenkopf.

Von Herbert Lenz

Holzhausen. Der Hinterländer Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) eröffnete den zweiten Vereinsdialog (nach 2017 in Gladenbach), begrüßte alle anwesenden Mitglieder des Kreisfußball-Ausschusses sowie die Vereinsvertreter, sprach ihnen den Dank für die hervorragende und ehrenamtliche Tätigkeit in der laufenden Saison 2018/2019 aus. Ein fast "volles Haus": im Sportheim des VfB Holzhausen hatten die Hinterländer Vereine kompetente Vereinsvertreter an den Hünstein entsandt. Es war eine lockere Atmosphäre, mit reger Diskussion - Auf Augenhöhe mit den "Machern" der Hinterländer Fußballvereine. So sollte der Vereinsdialog sein, und so war er dann auch. Themen des Abends: Fußball im Hinterland - Status Quo. Studie zur Fußballentwicklung im Kreis Biedenkopf. Möglicher zukünftiger Spielbetrieb im Hinterland. Und: Euro Meinung ist gefragt? Souverän und kompetent: Als Moderator fungierte neben Kreisfußballwart Heinz Schmidt, der Koordinator für Qualifizierung, Diether Achenbach. Auffallend war, mit welcher Basisnähe die "Macher" die Probleme der Vereine in diesem fast 100-minütigem Dialog angingen. Unter anderem präsentierte der Wiesenbacher eine Ergebnispräsentation der Hochschule Koblenz durch Prof. Dr. Lutz Thieme über die Prognose zur Verbandsentwicklung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) sowie der sich daraus ergebende Bericht zur Entwicklung im Fußballkreis Biedenkopf. Die Anzahl der Mannschaften im Kreis Biedenkopf hat sich von 166 im Jahr 2012 auf 152 reduziert. Im Vergleich zu den anderen Kreisen nimmt unser Kreis damit Rang 30 von 32 bezüglich der absoluten Anzahl an Mannschaften im Jahr 2017 ein. Bei der indexbezogenen Entwicklung der Mannschaftszahlen seit 2012 nimmt unser Kreis Biedenkopf Rang zwölf ein, das heißt: elf Kreise haben eine positivere Entwicklung der Mannschaftzahlen, 20 eine negativere Entwicklung. Die Geburtenzahlen im Kreis Biedenkopf ist im Vergleich zum Jahr 1998 auf 83 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Damit befindet sich unser Kreis auf Rang 22 (von 32). Das Hauptaugenmerk des Abends lag allerdings am zukünftigen Spielbetrieb im Hinterland. Aktuell gibt es 32 Vereine im Fußballkreis Biedenkopf. Die Spielsituation der ersten Mannschaften: 1 x Verbandsliga Mitte (FV Breidenbach). 1 x Gruppenliga Gießen/Marburg (VfL Biedenkopf). 4 x Kreisoberliga Nord. Sowohl in der Kreisliga A-,  als auch in der Kreisliga B Biedenkopf gehen jeweils 14 Teams an den Start. Die Spielsituaton der Reserven: 13 x Kreisliga A (inkl. 1 Verein aus dem Fußballkreis Marburg). 8 x Kreisliga B (inkl, 1 Verein Kreis Marburg) - davon drei Vereine mit 9-er-Mannschaften. Was das kommende Spieljahr 2019/2020 betrifft hatte sich zuvor die Mehrheit der Kreisfußball-Ausschussmitglieder so ausgesprochen: "Wir sind mit dem bisherigen Spielgeschehen zufrieden. Das angesprochene Thema C-Liga, plus einer Qualifikation ist nicht relevant". Diesem Votum schlossen sich die Vereinsvertreter an. Begründung: Noch mehr Arbeitsaufwand, noch mehr Betreuer, mehr Trainer - bei den Reservemannschaften, die in Konkurrenz spielen würden. Was das künftige Spielgeschehen betrifft brachte es Thomas Henkel vom TusPo Breidenstein so auf den Punkt: "Ich bin mit der aktuellen Konstellation zufrieden. Ob 14, oder 15 Mannschaften, das ist in Ordnung. Bei 13 Mannschaften könnten wir ein Freundschaftsspiel austragen. Bitte, lasst es so, wie es ist. Wir würden uns nur noch mehr Probleme dazu machen". Diesen Worten schlossen sich viele Vereinsvertreter an. Das Hauptaugenmerk müsse - auch da waren sich alle einig - auf die Jugendarbeit gelegt werden. Wie schaffen wir es, viele Kinder und Jugendliche an die Vereine zu binden? So lautete eine der Kernfragen. "Von den C- Junioren bis nach oben gibt es die Einbrüche", wusste Kreisjugendfußballwart Herbert Schöck zu berichten. Einer Prognose zu Folge würde die Zahl der A-Junioren von 2017 bis ins Jahr 2025 von 499 Mannschaften auf 362 sinken, die der B- Junioren von 663 auf 571 und die der C- Junioren von 894 auf 848. Dagegen würde die Zahl der E-Junioren von 1678 auf 1993 steigen. "Wir kämpfen alle ums fußballerische Überleben, sollten versuchen, in eine andere Richtung zu schauen, um unser Spielgeschehen flexibler zu gestalten. Damit unsere Vereine auch alle Spieler halten können", kommentierte Alexander Gessner, der meinungsstarke Sprecher des VfB Holzhausen. Zum Schluss der Veranstaltung dankte Heinz Schmidt den Teilnehmern für die rege und vor allem faire Diskussionsrunde. Der nächste Vereinsdialog im kleinen, aber feinen Fußballkreis kann kommen, so der Wunsch aller anwesenden Vereine.



Landkarte - Kreis Biedenkopf