Kreisfussballtag 2020 31.07.2020 19:00 Uhr Hinterlandhalle Dautphe


Kreisjugendtag

Gemeinsam sind wir stark: Verbands-Jugendwart mit Kreisfußballwart und den neuen und ausscheidenden Mitgliedern im Kreisjugendausschuss Biedenkopf. Foto: Herbert Lenz - Sky-Experte
Übergabe des Amtes von Herbert Schöck auf Jörg Sperling

Von Herbert Lenz

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Sky-Sport-News berichtet vom Biedenkopfer Kreisjugendtag 2020 in Wallau
    
Wallau - Unterföhring. Kleine Halle. Große Bühne. Starke Worte. Große Gefühle. Heiße Mettwürstchen. Kalte Getränke. Blumen und viele Abschiedsgeschenke: Viel Lob für die engagierten Jugendleiter im Hinterland sowie für die ausscheidenden Mitglieder aus dem Kreisjugend-Fußball-Ausschuss. Das waren am Freitagabend "heiße" und emotionale Momente beim harmonisch verlaufenen Hinterländer Kreisjugendfußballtag 2020 von 19.16 Uhr bis exakt 20.40 Uhr. Schauplatz altehrwürdige Fritz-Henkel-Halle in Wallau: Dort wurden die Weichen für weitere vier Jahre beim Kreisjugendfußballtag im Hinterland gestellt. Das neue (alte) Führungspersonal ist bereit, die vielen ehrenamtlichen Aufgaben für die kommenden nächsten vier Jahre zu übernehmen. Volles Haus, eine gelöste Atmosphäre und ein "Heimspiel" für den Wallauer Ortsvorsteher Jörg Sperling. Der 48-Jährige übernimmt das Amt des 73-Jährigen und ausscheidenden Kreisjugendwartes Herbert Schöck aus Frohnhausen. Ehrenämter zu besetzen - das ist in vielen Fußballkreisen oft auch reine Nervensache. Auch diese Problemfelder gilt es beim Hinterländer Kreisjugendausschuss zu bearbeiten. Das zeigte der Kreisjugendtag in Wallau. Die (vorläufige) Wahl der neuen (alten) "Macher" von 2020 bis 2024 durch die 31 Stimmberechtigten (sieben Vereine glänzten durch Abwesenheit) verlief einstimmig. Einige, noch vakante Positionen müssen ab Juli allerdings noch besetzt werden. Einer stand an diesem "Super-Freitag" ganz besonders im Mittelpunkt: Der scheidende Kreis-Jugendwart (und neue Ehrenkreisjugendwart) Herbert Schöck hat sich nach fast drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Tätigkeiten in verschiedenen Funktionen in den "ehrenamtlichen Ruhestand" verabschiedet. Das Frohnhäuser "Urgestein" wurde mit langanhaltendem Applaus gefeiert - und ließ sich feiern und reichlich beschenken. Sein Nachfolger ist der bisherige Stellvertreter Jörg Sperling. Dessen Führungsposten nimmt Harald Premer vom SSV Endbach/Günterod ein. Vakant sind noch die Neubesetzungen des Jugendbildungsbeauftragen und des Referenten für den Schulfußball, nachdem sich Diether Achenbach (Wiesenbach) nach 33 Jahren - er fungiert auf dem Kreisfußballtag am 20. März in Wommelshausen als neuer Kreisfußballwart - und Hans Werner Koob (Niederweidbach) nicht mehr zur Wahl stellten. Referent für den Mädchenfußball bleibt "Urgestein" Gerhard Fuchs vom FSV Gönnern. "Vier Jahre sind seitdem wieder vergangen. Der Sport und somit auch der Fußballsport hat sich in vielfältiger Form gewandelt. Neue Sportarten sind entstanden, einhergehend sieht man, wie der Mannschaftssport immer mehr zurückgeht". Mit diesen Worten eröffnete Kreisfußballwart Heinz Schmidt seine Begrüßungsrede. "Unsere Vereine im Hinterland haben das erkannt, dass erfolgreiche Jugendarbeit wachsen muss, damit Eigengewächse weiterhin das Rückgrat der ersten Seniorenmannschaften bilden können. Hierfür gilt ein besonderes Lob für eure Jugendarbeit, die gerade in der heutigen Zeit scheinbar zunehmender Gegensätze zwischen jungen und älteren Menschen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann", ergänzte Schmidt. Lobende Worte fand der Buchenauer auch für den ausscheidenden Schöck. "Du hast dir durch dein vielfältiges Engagement für den Kreisjugendfußball auch über die Kreisgrenzen hinaus großes Ansehen erworben. Die Arbeit mit Jugendlichen im Fußballsport und der daraus resultierende Umgang mit diesen sei für ihn immer ein großes Anliegen gewesen. "Diese Aufgabe hast du bis heute hervorragend ausgeübt, beziehungsweise auch als Vorbild vorgelebt", ergänzte Heinz. Diesen Lobeshymnen schloss sich als Ehrengast Carsten Well an. "Dieser Abend ist Anlass und Gelegenheit genug, Dank für die ehrenamtlichen Tätigkeiten zu sagen. Wenn Jugendarbeit wegbricht, dann läuft nichts mehr, auch später nicht im Seniorenbereich", sagte der Verbandsfunktionär aus Romrod zu den Jugendleitern. "Es war eine tolle Zusammenarbeit. Du warst immer bestens vorbereitet, mit dir zu diskutieren und hast im Zweifel immer deine Meinung gesagt", ergänzte Well in Richtung von Herbert Schöck. Und der erwiderte: "Ich habe die Ära Siggi Hoedt, Burkhard Graf und Heinz Schmidt wohlweislich genossen". In einer Schweigeminute gedachte die Versammlung auch den Opfern des terroristischen Anschlags von Hanau. "Immer wieder erleben wir hasserfüllte und menschenverachtende Taten, bei denen sich rechtsextremistischer Hintergrund herausstellt. Auch der Fußballkreis Biedenkopf möchte hier ein Zeichen setzen und missbilligt den terroristischen Anschlag in Hanau. In diesen schweren Zeiten trauern wir zusammen mit den Angehörigen der Opfer. Hass und Rechtsradikalismus haben auch auf Fußballfeldern nichts zu suchen. Im Gegenteil: Wir sind stolz, Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Fußballwesen zu integrieren", sagte Heinz Schmidt und zeigte gemeinsam mit den Anwesenden sein Mitgefühl.

Kreisschiedsrichtertag 2020

Obmann Lars Braun (links) und Timo Ide (rechts) vom Verbands-Schiedsrichterausschuss (rechts) ehrten beim Hinterländer Schiedsrichtertag in Gladenbach langjährige und verdiente Unparteiische. Foto: Herbert Lenz

Der neue Biedenkopfer Schiedsrichter-Ausschuss mit Mirko Hecklinger (von links), Moritz Harbusch, Yannic Drewlies, Lars Braun, Sebastian Spies, Ralf Feuring und Bernd Becker. Foto: Herbert Lenz

Von Herbert Lenz

Sky-Sport-News berichtet vom Hinterländer Schiedsrichtertag 2020 in Gladenbach

Gladenbach - Unterföhring. Eine Bilanz über vier erfolgreiche Jahre, diskutierte Gewalttaten gegenüber Unparteiischen, sowie Ehrungen von verdienten Schiedsrichtern waren "heiße" Themen beim harmonisch verlaufenen Hinterländer Kreisschiedsrichtertag 2020 im Hotel "Schloßgarten" in Gladenbach. Jung, dynamisch, erfolgreich: Die Weichen für weitere vier Jahre sind auch im Hinterland gestellt worden, und das neue (alte) Führungspersonal steht in den Startlöchern. Volles Haus, lockere Atmosphäre und eine gelöste Stimmung - Harmonie war Trumpf an diesem "Super-Montag" im Februar 2020. Sehr oft sind es "gestandene" Männer, die auf den heimischen Fußballplätzen mit ihrer Pfeife unterwegs sind, um Spiele in den unteren Amateurligen die Hauptakteure auf den Plätzen buchstäblich nach dieser tanzen zu lassen. Ehrenämter zu besetzen - das ist auch in vielen Fußballkreisen der Schiedsrichterzunft oft Nervensache. Diese Problemfälle gibt es beim Hinterländer Kreisschiedsrichterausschuss allerdings nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Das zeigte der Kreisschiedsrichtertag am Montagabend in Gladenbach. Die Wiederwahl der "Macher" von 2020 bis 2024 durch die 59 Stimmungsberechtigten verlief einstimmig: Kreisschiedsrichterobmann Lars Braun (50 Jahre) mit Wohnsitz in Hartenrod - er pfeift für den FV Breidenbach - macht weiter. Sein Stellvertreter ist der bisherige und langjährige Kreisschiedsrichter-Lehrwart Sebastian Spies (Wallau). Dessen Posten besetzt nun Mirko Hecklinger (23) von der SG 1912 Mornhausen). Ralf Feuring aus Dautphe - er pfeift ebenfalls für den FV Breidenbach - ist für weitere vier Jahre Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung. Beisitzer sind Yannic Drewlies (23), Bernd Becker und Moritz Harbusch (22). Nicht mehr zur Wiederwahl als stellvertretender KSO und Schiri-Ansetzer stellte sich Dietmar Becker aus Steinperf. "Ihr seid, nachdem das "Urgestein" Heinz Althaus nach 36 Jahren als Obmann nicht mehr kandidiert hatte, in große Fußstapfen getreten. Dabei galt es, die Arbeit der Vorgänger zu stabilisieren. Und das ist euch gelungen, man muss den Hut ziehen, die Wogen zu glätten", sagte Walhlleiter Armin Becker. Doch nicht nur der Politiker aus Frohnhausen fand lobende Worte für die Arbeit der Ausschussmitglieder um Lars Braun nach den vergangenen vier Jahren. "Es war in den vergangenen Wochen und Monaten nicht einfach, dieses Hobby auszufüllen wegen gewalttätiger Übergriffe gegenüber Schiedsrichtern. Jetzt gilt es, am Ball zu bleiben. Es ist erforderlich, konsequent gegen diese Unsportlichkeiten vorzugehen. Ich hoffe, dass ihr dieses tolle Hobby weiter ausübt", appellierte Timo Ide im Namen des Verbands-Schiedsrichterausschusses an die heimischen Schiedsrichter. "Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat entsprechende Maßnahmen getroffen - unter anderem mit einem vorläufigen Spielverbot", ergänzte der ehemalige Hessenliga-Schiedsrichter aus Marburg. In der Tat: Die Biedenkopfer Schiedsrichter-Vereinigung mit ihren aktuell 89 Aktiven und zehn passiven Unparteiischen hat in den vergangenen vier Jahren hervorragende Arbeit geleistet. "Wir konnten von der E-Jugend bis zu den Reserven der ersen Mannschaften alle Spiele mit Schiedsrichtern besetzen und sind eine super-gute Mischung aus jungen Schiedsrichtern und "alten Hasen" wie Bernd Becker. Bei einer Quote von fast 70 Prozent liegt die Teilnahme an den monatlichen Pflichtversammlungen, die im Schnitt in gut 70 Minuten über die Bühne gehen. Der Erfolg gibt uns Recht, und das gibt es in Hessen nicht so oft", lobte "Cheffe-Lars" die "Schwarzkittel" und seine Vorstandskollegen. "Wir müssen uns gegenseitig helfen, nur so kommt man zurecht", gab Wolfgang Zarges, der Obmann des benachbarten Fußballkreises Frankenberg, zu Protokoll. Fast komplett gab sich auch der Biedenkopfer Kreisfußball-Ausschuss vor dem Kreisfußballtag am 20. März in Wommelshausen in Gladenbach die Ehre. Der scheidende Fußballwart Heinz Schmidt schloss sich den Lobeshymnen seiner Vorredner an. "Ihr habt in den vergangenen vier Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Bei uns im Kreis gab es keine gewalttätigen Übergriffe gegenüber Schiedsrichtern. Das ist auch ein großer Verdienst von euch", ergänzte das Ehrenmitglied des FSV "Lahnlust" Buchenau. "Positiv betrachtet, haben diese Übergriffe aber auch den Schiedsrichtern eine Plattform für die Öffentlichkeit gegeben", sagte der als Kreislehrwart ausscheidende Sebastian Spies. "Wir haben ein reibungsarmes Verhältnis, und das macht die Vereinigung aus", so Spies. Er erinnerte unter anderem an drei Neulingslehrgänge zwischen 2016 und jetzt, sowie diversen Fortbildungsveranstaltungen. Der nächste Neulingslehrgang steht für den März im Terminkalender. Auszeichnungen langjähriger und verdienter Schiedsrichter rundeten als Höhepunkt den "Marathonabend" ab: Rüdiger Backes vom SSV Bottenhorn, Markus Dittmann vom SSV Steinperf, Mesut Kaplan vom SSV Allna-Ohetal, Peter Neumann vom SSV Hörlen, Peter Picha vom VfB Lohra und Uwe Schönfelder vom SV Wolfgruben/Wilhelmshütte erhielten die Große Verbandsehrennadel des Hessischen Fußball-Verbandes. Mit "Bronze" bedacht wurden Murat Alici vom SV "Kickers" Erdhausen, Gökalp Gündüz vom SC Gladenbach, Stefan Kinkel vom FSV Gönnern, Karsten Plitt vom VfL Biedenkopf und Jürgen Reves vom FV Wiesenbach. Den Verbandsehrenbrief erhielten Christopher Becker von der Spielvereinigung Eisenhausen, Manuel Blieder vom SC Gladenbach, Yannick Blüm vom VfL Weidenhausen, Eric Lisiecki von der Spielvereinigung Wacker Frohnhausen, Tom Neumann vom SSV Hörlen, Marco Schremmer vom FSV Gönnern, Daniel Schwichtenberg vom VfB Altenvers, Julian Simon vom SV Hartenrod sowie Yannic Drewlies vom SSV Allna-Ohetal, Moritz Harbusch von der Spielvereinigung Eisenhausen und Mirko Hecklinger von der SG Mornshausen/S.





Landkarte - Kreis Biedenkopf