Perfektes Fußballwetter, ein Gastgeber, der alles bestens vorbereitet hat, und am Ende ein souveräner Turniersieger: Auch die vierte Auflage der "Ü35" Kleinfeld-Kreismeisterschaft im Hinterland wurde zu einem Triumph für den VfL Biedenkopf. Nach 2016, 2017 und 2018: Jetzt auch im Juni 2019: Aller guten Dinge sind drei plus 1. Das neue Sportheim in Buchenau bot beste Randbedingungen und den notwendigen Schatten bei sonnigen Temperaturen. Dass unsere AH Mannschaften nichts von ihrer Klasse, ihrem Engagement und ihrem Ehrgeiz verlernt haben, konnte man bei allen Spielen gut beobachten! Kurz vor Beginn ein paar Regentropfen, aber beim „Eröffnungsspiel“ das beste Sommerwetter und am Ende des Tages jubelten nach 15 Spielen - wieder einmal – die "Oldies" des VfL Biedenkopf. Ganz so einfach wie es auf den ersten Blick schien, war es dann aber doch nicht. Die ersten drei Mannschaften, neben Biedenkopf noch der TSV Mornshausen und die SG Holzhausen/Steinperf, agierten auf Augenhöhe. Der gastgebende FSV Buchenau und auch der SSV Bottenhorn blieben am Ende unter ihren Möglichkeiten. Gänzlich ohne Punktgewinn blieb leider die Spielgemeinschaft Dautphe-Hommertshausen, die allerdings mit nur fünf Feldspielern und einem Torwart angereist war und trotzdem alles gaben und ihren Spaß am Spiel hatten. Etwas getrübt wurde die Veranstaltung durch die Absage von Alna-Ohetal 2 Wochen vor Turnierbeginn. Ermittelt wurde auch auf Initiative vom FSV Buchenau, der Ü35 Kreismeister im Torwandschießen – diesen Titel konnte nach einem Stechen am Ende Georg Bauer vom TSV Mornshausen gewinnen. Als bester Torwart des Turniers wurde ohne Gegentor Sven Reibl vom VFL Biedenkopf gewählt. Alles im Griff hatten die Unparteiischen Jürgen Reves vom FV Wiesenbach und Halil Yilmaz vom SV Eckelshausen. "Wir haben viele tolle Spiele gesehen mit insgesamt 34 Toren. Kein Spieler wurde ernsthaft verletzt, und auch der Spaß und die Gemeinschaft sind nicht zu kurz gekommen! Mein Dank gilt besonders auch dem ausrichtenden FSV Buchenau für das große Engagement mit eurem Team vor Ort", fand Volkmar Pfeiffer als Beauftragter für Freizeit und Breitensport nur lobende Worte. Danke auch an Eberhard Dersch für die tollen Bilder und im Namen des FSV Buchenau für das tolle und vorbildliche Verhalten auf und neben dem Platz! Im nächsten Jahr wird das Turnier im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums vom SSV Bottenhorn durchgeführt. Hier würden wir uns über die Teilnahme weiterer Mannschaften aus unserem Fußballkreis freuen.

Kreispokalendspiel der Juniorinnen und Frauen 2018/19

Doppelpokalsieger FSV Friedensdorf
400 Fans am Ende -Eine Traum-Kulisse in Friedensdorf – sensationell für unsere Mädels und Frauen.
Fußball, Hinterländer Kreis-Pokal-Endspiel der B-Juniorinnen und Frauen am 10.06.2019 in Friedensdorf

B-Juniorinnen
Nominell eine klare Angelegenheit für die SG Gansbachtal, zumal sie sich in der Liga bereits durchsetzen konnten. Hier bewahrheitet sich wieder der Satz, dass der Pokal seine eigenen Gesetzte hat. FSV Friedens als Außenseiter in die Partie gestartet landete am Ende einen 3:1-Sieg gegen die spielerisch besseren Gäste aus dem Gansbachtal. Mit der zu diesem Zeitpunkt schon tollen Kulisse von 150 Zuschauern kam die Heimmannschaft besser zurecht und spielten gut mit. Mut, Leidenschaft und Kampf bis zur letzten Minute waren am Ende die Tugenden der Siegermannschaft. Eine bis zur letzten Minute spannende Begegnung, in der die Friedensdörfer ein Chancenplus verzeichneten und in der ersten Halbzeit schon deutlich führen musste.

Frauen
Das Spiel der Damen entwickelte sich unerwartet zu einer sehr einseitigen Begegnung. Mit 6:0 sorgten die Damen vom FSV für einen nicht für möglich gehaltenen Kantersieg. Gleich von Beginn an zeigten sie, dass es heute nur einen Sieger geben konnte. In Minute 14 durch ein Eigentor glücklich in Führung gegangen sorgte Emmy Michel für den Pausenstand von 2:0 in Minute 24. Gansbachtal kam wütend und deutlich verbessert aus der Kabine. Mitten in die Drangphase hinein, konnte Jenny Henn die Führung 55. ausbauen. Janina Klingelhöfer in der 63. und gar Goalie Yvonne Heimann in der 67. per Abschlag legten nach. Kathrin Fett machte dann 15 Minuten vor Schluss den Deckel drauf.
Das Schiedsrichtergespann um Moritz Harbusch leitete das fair geführte Spiel unaufgeregt und fehlerlos.

 

 

Kreispokalendspiel 2018/19

700 Fans: Traum-Kulisse in Biedenkof vor dem Traum-Triumph von Eintracht Frankfurt über "Eusebios-Erben" in der Fußball-Europa-League

Vom Hinterländer Krombacher Pokal-Finale in Biedenkopf berichtet Kreispressewart  HERBERT LENZ

Fußball, Hinterländer Krombacher Kreis-Pokal-Endspiel: Der Verbandsligist FV Breidenbach holt zum 32. Mal den "Pott" - Herrliche Kulisse, Traumwetter.

Der Verbandsligist FV Breidenbach wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Gruppenligist VfL Biedenkopf verkaufte sich vor eigenem Publikum mehr als teuer. Doch ihm blieb am Ende des Tages nur die Rolle des Verlierers - bei der 2:3-Pokal-Final-Heimniederlage "Im Obermühlsweg 30".

Traum-Finale. Traumkulisse. Traumwettter. Und eine Werbung für den Fußball. Aber: Die Pokalsensation blieb aus. Unterhalb des Biedenkopfer Schlosses: Nur Sieger stehen im Licht. Der 32. Pokal-Triumpf der "Blauen" ist perfekt.  Gut 45 Minuten vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa-League und dem späteren Triumpf der Frankfurter Eintracht gegen Benfica Lissabon stand - wieder einmal - der Verbandsligist aus dem Perftal auf der Sonnenstraße. Gründonnerstag, "Franz-Josef-Müller-Stadion": Es ist exakt 20.23 Uhr: Abpfiff durch Schiedsrichter Lukas Löh. "Derbysieger, Derbysieger" skandierten die "Blauen" und feiern ausgelassen. Die anderen hockten nur wenige Meter entfernt kaputt, frustriert und enttäuscht auf dem Kunstrasenplatz. Die "Blauen" jubelten, die Rot-Weiß trauerten - durften sich aber dennoch auch als Sieger fühlen. "Ich bin stolz auf die Leistung, die meine Mannschaft abgerufen hat. Der FV Breidenbach ist ja keine Laufkundschaft. Alle Spieler haben Vollgas gegeben. Das einzige Manko war, und das zieht sich durch die ganze Restrunde wie ein roter Faden: Die Galligkeit vor dem Tor hat gefehlt", brachte der scheidende VfL-Übungsleiter Marco D`Ambrosio die Pokalniederlage des Gruppenligisten mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Punkt. Vor den Augen des kommenden VfL-Coachs Vladimir "Vladi" Kovacevic. "Wir haben das erreicht, was wir wollten: Wir spielen in der nächsten Runde im Hessen-Pokal. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg. Wir hätten das 4:1 machen müssen, haben es am Ende dann noch einmal spannend gemacht", gab der Breidenbacher Coach Björn Breuer zu Protokoll und strahlte auf dem Kunstrasenplatz unter der untergehenden Sonne. Sicher: Es gab schon Finalspiele, die mehr spielerischen Glanz versprühten. Doch auch die 64. Auflage war an Unterhaltungswert nicht arm. Vor einer prächtigen Kulisse im Schatten des Schlosses und vor gut 700 gut gelaunten Fans und bei herrlichem Fußballwetter versuchten es die Gastgeber zunächst immer wieder  mit langen Bällen, ohne Erfolg. Und auch beim favorisierten Gast unweit des Perftales fehlten die Adressaten, Klare Torchancen blieben hüben wie drüben ebenfalls aus. Bis zur 22. Minute: Eine Freistoß aus dem Halbfeld durch den starken Yannick Weber. Dann eine mehr als unglückliche Faustabwehr von Tremaine Hofmann. Johannes Damm hatte sich nach vorne geschlichem, sagte "Danke" und schob das Spielgerät mit links unten ins linke Eck ein. ("Er ist erst 18 Jahre, man muss ihm Fehler zugestehen" so VfL-Coach Marco D`Ambrosio.  Sechs Minuten später bracht der laufstarke, aber glücklose Andreas Schoch den Ball von rechts scharf  nach innen. Doch Lennart Matheis verpasste um Zentimeter mit der Fußspitze. Dann nimmt das "Finale furioso" an Fahrt auf - und die Chancen häuften sich. Bei einem Kopfball von Jonas Bodenbender aus kurzer Distanz steht FVB-Keeper Lars Benner goldrichtig. im Gegenzug klärte Hofmann glänzend beim Schuss von Felix Baum. Doch dann der nächste Schock bei den Gastgebern. Ein harmloser Schuss von Sandro Noriega. Und Hofmann lässt das Spielgerät durch die "Hosenträger" ins leere Tor rollen. Das Finale schien entschieden zu sein, als der Breidenbacher Torgarant Felix Baum nach einem Freistoß von Lukas Müller zum 3:0 einköpfte (59.). Doch die Rot-Weißen schüttelten sich, bewiesen Moral. Angefeuert von den eigenen Fans und gepusht durch Stadionsprecher Karsten "Kohle"Plitt warfen sie alles nach vorne, witterten nach dem Anschlusstreffer von Lennart Matheis Morgenluft unter der untergehenden Abendsonne - und wurden in der Nachspielzeit noch einmal für ihren Aufwand belohnt. Zuvor scheiterte auf Breidenbacher Seite Yanik Berberich an Hofmann, dann vergab beim VfL Biedenkopf  Schoch aus guter Schussposition. Doch das 2:3 durch den eingewechselten Luca Göbel fiel, allerdings zu spät. Denn Sekunden danach pfiff der souveräne Unparteiiische Lukas Nöh das "Traum-Finale" ab. Schluss, Aus und Vorbei.

Tore: 0:1 Johannes Damm (22.), 0:2 Sandro Noriega (37.), 0:3 Felix Baum (59.), 1:3 Lennart Matheis (78.), 2:3 Luca Schöbel (90.+2).

VfL Biedenkopf: Tremaine Hofmann -  Jonas Bodenbender (75. Hendrik Müller), Sadettin Taskiran, Jannik Lehnert (84. Jan Marek Cegledi), Cedric Löwer - Torben Zaun, Florian Ferchland, Marvin Achenbach (67. Luca Schöbel), Lennart Matheis - Andreas Schoch, Dennis Rakowski.

FV Breidenbach: Lars Benner - Leon Sonnenberg, Yannick Weber, Johannes Damm (74. Julian Kapitza), Paul Moos - Lukas Müller, Sebastian Wanke, Cord Beumer - Felix Baum, Sandro Noriega (56. Yanik Berberich), Nikola Novakov (70. Benjamin Bender).

Zuschauer: 700.

Schiedsrichter: Lukas Nöh (SSV Medenbach)

Gelbe Karten: - Weber, Müller, Noriega.

Beste Spieler: Jonas Bodenbender, Lennart Matheis, Cedric Löwer - Yannick Weber, Sebastian Wanke, Johannes Damm, Cord Beumer, Felix Baum, Nikola Novakov.

Kreispokalsieger 2018/19

Bildtext: Nur Sieger stehen im Licht: Kreisfußballwart Heinz Schmidt (rechts), Diether Achenbach, der Koordinator für Qualifizierung (2. von rechts) und Thomas Knebel von der Krombacher Brauerei (links) freuen sich mit dem FV Breidenbach über den erneuten Gewinn des "Potts". Foto: Herbert Lenz


Landesehrenbrief für Herbert Lenz

Biedenkopfs Kreispressewart Herbert Lenz bekam im Historischen Rathaussaal den Landesehrenbrief des Hessen überreicht.
Von links: Wieland Stötzel (Bürgermeister der Stadt Marburg), Kirsten Dinnebier (Sportdezernentin u. Stadträtin), Herbert Lenz, Karl-Heinrich Auffarth (Ehrenamtsbeauftragter) und Dr. Thomas Spies (Oberbürgermeister der Stadt Marburg).

Landesehrenbrief für Herbert Lenz

Marburg. Seit fast vier Jahrzehnten ist Herbert Lenz Kreispressesprecher im  Fussballkreis Biedenkopf und damit dienstältester Pressewart des Hessischen Fussballverbandes. Für sein ehrenamtliches Engagement und die Verdienste im Fussballsport bekam er im Historischen Rathaussaal der Stadt Marburg von Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.
„Eine Stadtgesellschaft lebt vom auch von dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger“, sagte Spies bei der Überreichung der Auszeichnung im Marburger Rathaus. „Menschen wie Sie bereichern die Stadt Marburg und das Land Hessen durch ihren tatkräftigen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit enorm“, hob das Stadtoberhaupt hervor.

Karl-Heinrich Auffarth, Ehrenamtsbeauftragter des Fussballkreises Marburg bezeichnete Herbert Lenz als „Leuchtturm des Sports“. Er verkörpere die Interessen des organisierten Sports und damit das Idealbild ehrenamtlicher Träger. „Herbert Lenz hat die Sorgen und Probleme der Vereine erkannt und ihnen dabei geholfen sie abzustellen“, so „Henner“ Auffarth in seiner Rede.
Herbert Lenz engagiert sich vor allem in der Pressearbeit verschiedener Fussballvereine. Er ist Stadionsprecher des FV Breidenbach und betreut seit 2010 zudem als Pressewart und stellvertretender Stadionsprecher den SV Bauerbach beim jährlich stattfindenden SVB-Cup. Im Kreisfussballausschuss Biedenkopf ist er seit 1980 als Kreispressewart tätig. Seine Aufgaben meistert er seit fast vier Jahrzehnten mit grosser Sachlichkeit und einer immer angenehmen Ausstrahlung. Dabei ist ihm die Kommunikatioin zwischen den Vereinen immer besonders wichtig.

Text u. Foto: Oliver Herr

Ehrenbrief für Herbert Lenz

Kreisfußballwart Heinz Schmidt gratuliert Herbert Lenz zu seiner Ehrung
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (4.v.l.) zeichnete gemeinsam mit Stadträtin Kirsten Dinnebier und Bürgermeister Wieland Stötzel (1. und 2.v.l.) die Ehrenamtlichen Karl-Heinz Strube (3.v.l.), Jakob Staffel (rechts außen, v.r.n.l.), Dr. Volker Heinrich und Herbert Lenz aus. Mit dabei war auch Karl-Heinrich „Henner“ Auffarth (hinten), ehemaliger Leiter des Fachdienstes Sport der Stadt Marburg. (Foto: Thomas Steinforth, Stadt Marburg)

OB Spies überreicht Ehrenbriefe und Historisches Stadtsiegel

„Ihr Handeln ist etwas, an dem wir uns alle orientieren möchten“

 Marburg. Einsatz im Sport, bei Gericht oder in der Kirche: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hat vier Marburger Bürger für ihr vielfältiges gesellschaftliches Wirken geehrt. Herbert Lenz, Karl-Heinz Strube und Dr. Volker Heinrich überreichte er den Ehrenbrief des Landes Hessen, Jakob Staffel das Historische Stadtsiegel der Stadt Marburg.

 „Eine Stadtgesellschaft lebt auch von dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei der Überreichung der Auszeichnungen im Historischen Rathaussaal. „Sie bereichern die Stadt Marburg und das Land Hessen durch Ihren tatkräftigen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit enorm. Ihr Handeln ist etwas, woran wir uns alle orientieren möchten“, hob das Stadtoberhaupt hervor und übergab den Geehrten Urkunden sowie einen Blumenstrauß.

 Die mit dem Ehrenbrief Ausgezeichneten haben sich in mehreren Bereichen über viele Jahre ehrenamtlich eingebracht:

Herbert Lenz engagiert sich vor allem in der Pressearbeit verschiedener Fußballvereine. Seit 2010 betreut er als Pressewart und „Stadionsprecher“ die Fußballabteilung des SV Bauerbach. In diesem Rahmen organisiert er auch den jährlich stattfindenden SVB-Cup. Im Kreisausschuss Biedenkopf des Hessischen Fußballverbands ist er seit 1980 als Kreispressewart tätig. Die Kommunikation zwischen den Vereinen war ihm dabei immer besonders wichtig. „Diese Aufgabe meistert er seit fast vier Jahrzehnten mit großer Sachlichkeit und einer immer angenehmen und ruhigen Ausstrahlung“, so Spies.

Vereinsdialog



Im Sportheim des VfB Holzhausen am Hünstein fand jetzt der zweite Vereinsdialog mit den Hinterländer Fußballvereinen statt. Auf Augenhöhe mit den "Machern" des Kreises Biedenkopf.

Von Herbert Lenz

Holzhausen. Der Hinterländer Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) eröffnete den zweiten Vereinsdialog (nach 2017 in Gladenbach), begrüßte alle anwesenden Mitglieder des Kreisfußball-Ausschusses sowie die Vereinsvertreter, sprach ihnen den Dank für die hervorragende und ehrenamtliche Tätigkeit in der laufenden Saison 2018/2019 aus. Ein fast "volles Haus": im Sportheim des VfB Holzhausen hatten die Hinterländer Vereine kompetente Vereinsvertreter an den Hünstein entsandt. Es war eine lockere Atmosphäre, mit reger Diskussion - Auf Augenhöhe mit den "Machern" der Hinterländer Fußballvereine. So sollte der Vereinsdialog sein, und so war er dann auch. Themen des Abends: Fußball im Hinterland - Status Quo. Studie zur Fußballentwicklung im Kreis Biedenkopf. Möglicher zukünftiger Spielbetrieb im Hinterland. Und: Euro Meinung ist gefragt? Souverän und kompetent: Als Moderator fungierte neben Kreisfußballwart Heinz Schmidt, der Koordinator für Qualifizierung, Diether Achenbach. Auffallend war, mit welcher Basisnähe die "Macher" die Probleme der Vereine in diesem fast 100-minütigem Dialog angingen. Unter anderem präsentierte der Wiesenbacher eine Ergebnispräsentation der Hochschule Koblenz durch Prof. Dr. Lutz Thieme über die Prognose zur Verbandsentwicklung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) sowie der sich daraus ergebende Bericht zur Entwicklung im Fußballkreis Biedenkopf. Die Anzahl der Mannschaften im Kreis Biedenkopf hat sich von 166 im Jahr 2012 auf 152 reduziert. Im Vergleich zu den anderen Kreisen nimmt unser Kreis damit Rang 30 von 32 bezüglich der absoluten Anzahl an Mannschaften im Jahr 2017 ein. Bei der indexbezogenen Entwicklung der Mannschaftszahlen seit 2012 nimmt unser Kreis Biedenkopf Rang zwölf ein, das heißt: elf Kreise haben eine positivere Entwicklung der Mannschaftzahlen, 20 eine negativere Entwicklung. Die Geburtenzahlen im Kreis Biedenkopf ist im Vergleich zum Jahr 1998 auf 83 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Damit befindet sich unser Kreis auf Rang 22 (von 32). Das Hauptaugenmerk des Abends lag allerdings am zukünftigen Spielbetrieb im Hinterland. Aktuell gibt es 32 Vereine im Fußballkreis Biedenkopf. Die Spielsituation der ersten Mannschaften: 1 x Verbandsliga Mitte (FV Breidenbach). 1 x Gruppenliga Gießen/Marburg (VfL Biedenkopf). 4 x Kreisoberliga Nord. Sowohl in der Kreisliga A-,  als auch in der Kreisliga B Biedenkopf gehen jeweils 14 Teams an den Start. Die Spielsituaton der Reserven: 13 x Kreisliga A (inkl. 1 Verein aus dem Fußballkreis Marburg). 8 x Kreisliga B (inkl, 1 Verein Kreis Marburg) - davon drei Vereine mit 9-er-Mannschaften. Was das kommende Spieljahr 2019/2020 betrifft hatte sich zuvor die Mehrheit der Kreisfußball-Ausschussmitglieder so ausgesprochen: "Wir sind mit dem bisherigen Spielgeschehen zufrieden. Das angesprochene Thema C-Liga, plus einer Qualifikation ist nicht relevant". Diesem Votum schlossen sich die Vereinsvertreter an. Begründung: Noch mehr Arbeitsaufwand, noch mehr Betreuer, mehr Trainer - bei den Reservemannschaften, die in Konkurrenz spielen würden. Was das künftige Spielgeschehen betrifft brachte es Thomas Henkel vom TusPo Breidenstein so auf den Punkt: "Ich bin mit der aktuellen Konstellation zufrieden. Ob 14, oder 15 Mannschaften, das ist in Ordnung. Bei 13 Mannschaften könnten wir ein Freundschaftsspiel austragen. Bitte, lasst es so, wie es ist. Wir würden uns nur noch mehr Probleme dazu machen". Diesen Worten schlossen sich viele Vereinsvertreter an. Das Hauptaugenmerk müsse - auch da waren sich alle einig - auf die Jugendarbeit gelegt werden. Wie schaffen wir es, viele Kinder und Jugendliche an die Vereine zu binden? So lautete eine der Kernfragen. "Von den C- Junioren bis nach oben gibt es die Einbrüche", wusste Kreisjugendfußballwart Herbert Schöck zu berichten. Einer Prognose zu Folge würde die Zahl der A-Junioren von 2017 bis ins Jahr 2025 von 499 Mannschaften auf 362 sinken, die der B- Junioren von 663 auf 571 und die der C- Junioren von 894 auf 848. Dagegen würde die Zahl der E-Junioren von 1678 auf 1993 steigen. "Wir kämpfen alle ums fußballerische Überleben, sollten versuchen, in eine andere Richtung zu schauen, um unser Spielgeschehen flexibler zu gestalten. Damit unsere Vereine auch alle Spieler halten können", kommentierte Alexander Gessner, der meinungsstarke Sprecher des VfB Holzhausen. Zum Schluss der Veranstaltung dankte Heinz Schmidt den Teilnehmern für die rege und vor allem faire Diskussionsrunde. Der nächste Vereinsdialog im kleinen, aber feinen Fußballkreis kann kommen, so der Wunsch aller anwesenden Vereine.



Landkarte - Kreis Biedenkopf