Über den Neu-A-Ligisten   S S V  H Ö R L E N   berichtet Kreispressewart
Herbert Lenz

Kein Albtraum, aber ein großer Traum ist im Steffenberger Ortsteil in
Erfüllung gegangen. Oder: Von Null auf Hundert! Über Jahre hinaus war
der SSV Hörlen als graue Maus verschrien. Doch nach dem Abschluss der
Saison 2017/2018 hat der schillernste Vogel der Fußball Kreisliga B-
Biedenkopf den Gipfel erreicht. Was vor Rundenbeginn die allerwenigsten
"Experten" für denkbar gehalten hatten, ist am Sonntag, 20. Mai,
Wirklichkeit geworden. Durch eine "5:2-Tore-Gala" bei der SG
Holzhausen/Steinperf verteidigten die Balltreter aus der
Knechtsburgarena etwas abseits am Holzhäuser Hünstein mit ihrem 19.
Saisonsieg ihren Fünf-Punkte-Vorsprung und machten den Direktaufstieg in
die Fußball Kreisliga A- Biedenkopf perfekt. Am letzten "Super-Samstag"
im Wonnemonat Mai setzten die Schützlinge um ihren Spielertrainer
Alexander Müller mit der "11:1-Gala" gegen den SSV Hommertshausen
noch einen drauf. Das nächste "Treffer-Festival-Spektakel" war - bei
Bier- und Sektlaune - endgültig in trockenen Tüchern. Danach brachen im
beschaulichen Oberhörlen nach Jahren "Frust pur" alle Dämme. Erst als es
wieder morgen und die Nacht zum Tage wurde, waren die Feierlichkeiten In
der Knechtsburgarena++++ beendet. Die vorläufigen jedenfalls.

Vom Hinterländer Krombacher Kreispokal-Finale 2017/2018 zwischen dem VfL Weidenhausen und dem SC Gladenbach berichtet unser Pressewart Herbert Lenz

Der Kreisoberligist SC Gladenbach hatte zwar ein Chancenplus, kam aber nicht an Weiden­hausens "Über-Keeper" Christian Töpper vorbei und blieb auch in Überzahl torlos. Dem A-Ligisten VfL Weidenhausen gelang gestern Abend Historisches: Ein Jahr vor dem einhundertjährigen Bestehen gelang der Mannschaft des Spielertrainer-Duos Frank Hartmann und Jan Niklas Becker im Endspiel um den Hinterländer Kreispokal ein 1:0-Sieg gegen den favorisierten SC Gladenbach und damit der erste Kreispokaltitel. Becker gelang in der 35. Minute das Siegtor. Um exakt 20.57 Uhr am Mittwochabend brachen dann alle Dämme. Emotionen pur: „Einsatz und Willen haben bei uns von der ersten ­Minute an gestimmt. Wir waren einfach heiß auf den ersten Pokaltitel. Dies ist uns gelungen, auch wenn Gladenbach viele Chancen hatte“, sagte ­Siegtorschütze Becker. GSC-Trainer ­Andreas Sinkel erwies sich als fairer ­Verlierer: „Glückwunsch an den VfL Weidenhausen, im Fußball zählen halt nur die Tore. Meiner Mannschaft muss ich allerdings den Vorwurf machen, dass sie aus der Überzahl ab der 75. Minute keinen Vorteil gezogen hat.“ 450 Zuschauer gaben bei herrlichem Fußballwetter (später goss es in Strömen) eine hervorragende Kulisse für ein gutes Spiel auf dem "Rasen-Teppich" in Weidenhausen ab. Wie erwartet waren die Gladenbacher die spielbestimmende Mannschaft, hatten aber Pech im Abschluss. Allerdings stand Weidenhausen in der Defensive auch meist stabil. Die erste „bessere Gelegenheit“ hatte für den GSC Jan Kuhlmann, der den Ball nach der Vorlage durch den starken Niklas Schöck aber über das Gehäuse schoss. Im Gegenzug lenkte Gladenbachs Torwart Till Kluska – der wegen eines Nasenbeinbruchs mit einer Maske antrat – den Schuss von Niclas Distel mit einem tollen Reflex über die Latte. Lucas Ortmüller in der 25., Pascal Weigand (33.) und Co. hätten Gladenbach in Führung bringen können, ja mmüssen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Jan Niklas Becker profitierte als „lachender Dritter“ von einem krassen Missverständnis in der GSC-Abwehr und hämmerte das Spielgerät mit dem linken Fuß aus halblinker Position in die rechte untere Ecke zur 1:0-Führung für den VfL Weidenhausen ein (35.). Weigand, der nur die Lattenoberkante traf, sowie Silas Barth verpassten anschließend den Ausgleich noch vor der Pause. Auch in der zweiten Halbzeit brachten die Gladenbacher den Ball einfachnicht im Tor unter. Jonetzek, Weigand und Co. scheiterten mehrfach am Weidenhäuser und Ex-Gladenbacher Torwart ­Christian Töpper, der mit seiner stoigen Ruhe und zahlreichen Glanzparaden die Hoffnungen Gladenbachs auf zumindest den Ausgleich zunichte machte. Selbst als Weidenhausen ab der 75. Minute in Unterzahl spielte, weil Daniel Weder nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, konnte der SC Gladenbach das Blatt nicht mehr wenden. Der gastgebende VfL Weidenhausen lauerte stets auf Konter, die es indes nicht zielstrebig genug abschloss. Die feucht-fröhliche Siegerehrung nahmen - als die Sonne noch lachte - Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau), dessen Stellvertreter Herbert Schöck (Frohnhausen) und der Repräsentant der Krombacher Brauerei, Axel Geilfus, vor.

Tor: Jan Niklas Becker (35.).
VfL Weidenhausen: Töpper – Lieblang, Richardt, Weder, Hensel – Distel, Reuter, Herrmann, Michajlow, Becker, Naumann.
SC Gladenbach: Kluska – Pllumaj, Veith, Schöck – Kuhlmann, Thomas (44. Jonetzek), Lucas Ortmüller, Öcalan, J. Barth, S. Barth – Weigand (58. Kessler). Schiedsrichter: Dominik Bräunche (Bicken).
Zuschauer: 450.
Gelbe Karten: Weder, Naumann, Becker.
Gelb-Rot: Daniel Weder (75., Weidenhausen).


Fünf Mannschaften genießen „Krombacher Dreiklang“

88 von Herbert Lenz

Krombach. Es war der letzte Besuch des Fußballkreises Biedenkopf (elf Mal), die der Ausschuss in dieser Form organisierte. Da die Modalitäten der Krombacher Brauerei neu überarbeitet wurden,  liegt die Organisation zukünftig in den Händen der jeweils beteiligten Fußballvereine. Und denoch: Bei ausgelassener Stimmung zu frisch gezapftem Krombacher Pils vom Fass, Westfälischem Schinken und Schanzenbrot - der "Krombacher Dreiklang" - wurde jetzt das Ende der Krombacher Pokalrunde der Saison 2016/2017 in der Braustube in Krombach gefeiert. Mit großer Begeisterung nahmen der Krombacher Kreispokalsieger des Spieljahres 2016/2017, der FV Breidenbach, sowie der unterlegene Finalist SV Eckelshausen ihre Urkunden entgegen. Anwesend waren ferner der FV Wallau, die SG Dautphetal sowie der Kreismeister des Spieljahres 2015/2017, die "Alten Heren" der SG Holzhausen/Steinperf. Alle Teams wurden vom Kreisvorstand und der Schiedsrichter an der Spitze mit Fußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) und Kreislehrwart Sebastian Spies (Wallau) begleitet.  Insgesamt waren gut 112 Gäste in Krombach zu Besuch.

Axel Geilfus von der Krombacher Brauerei (links), Heinz Schmidt (Mitte) und Sebastian Spies (2. von rechts) zeichneten Harald Schiebel vom SV Eckelshausen (2. von links) und Benjamin Bender vom FV Breidenbach mit Urkunden aus. Foto: privat.


Ehrung der Schiedsrichter

Von Ralf Feuring

Hohe Ehrungen für 4 Schiedsrichter der SRVgg Biedenkopf

Bei der Jahresabschlussfeier der Schiedsrichtervereinigung Biedenkopf
am Freitag den 02.Dezember 2017 erhielten 4 verdiente Schiedsrichter für langjährige Verdienste Ehrungen im Hotel Schlossgarten in Gladenbach.

So wurde mit Holger Walter vom Verein SV Rot-Weiss Hartenrod  für  30 Jahre als Referee an der Pfeife ausgezeichnet. KSO Lars Braun in seiner Laudatio: ,,Vielen Fussballkennern und Spielern im Kreis Biedenkopf und über die Kreisgrenzen hinaus ist der ,, Rotschopf" als guter Torwart vom SC Gladenbach noch bekannt,und es als SR bis zur Verbandsliga schaffte! In der  SRVGG Biedenkopf war er zudem als KLW tätig und jahrelang als Beisitzer Hauptverantwortlich für das ,,Abpfiff-Heftchen". Der KSA Biedenkopf ist froh so einen zuverlässigen SR in seinen Reihen zu haben.

Für 30 Jahre Dienst an der Pfeife wurde ebenfalls  Armin Burk von der Spvgg Wacker Frohnhausen geehrt. Armin Burk der jahrelang auch in seinem Heimatverein Frohnhausen/Gladenbach sehr gute Vorstandsarbeit leistet als 1.Vorsitzender, ist den meisten dort als lautstarker Unterstützer während der Spiele seiner Teams bekannt. Desweiteren ist er überwiegend als Pate für unsere Jungschiedsrichter unterwegs um ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen bei ihren ersten Spielleitungen im Jugendbereich. Armin begle
itet zudem das Amt des stellv. Vorsitzenden des Förderkreis der SRvgg Biedenkopf.

Uwe Lang vom SV Flottweg Dernbach ist seit 40 Jahren aktiver Schiedsrichter und pfeift auch heute noch Spiele bis zur A-Liga. Da Uwe in frühen Jahren noch selbst aktiv lange im Angriff des SV Dernbach spielte, war er zunächst nur bedingt einsetzbar und Einsätze in höheren Spielklassen blieben ihm verwehrt, aber auch heute noch erfüllt er seine Spielaufträge absolut gewissenhaft.

Zu guter letzt bleibt noch unser Dr.Dieter Becker von der Spvgg Eisenhausen der in den zurückliegenden 40 Jahren eine Entwicklung genommen hat im Schiedsrichter - und Fussballbereich die nur ganze wenige in Hessen vorweisen können. Vom damals jüngsten Schiedsrichter in Hessen (mit 13 begann seine Laufbahn) bis heute leitet Dieter überwiegend Jugendspiele und denkt noch lange nicht ans aufhören!
Er legte aber auch dieses Jahr wieder souverän die Kreisleistungsprüfung ab die berechtigt  A-Liga Spiele zu leiten. Somit  haben unsere Ansetzer mit ihm immer einen SR als Back-Up in der Hinterhand falls es mal eng wird bei den Spielen. Alle SR wurden mit einer Urkunde,sowie einem Präsent ausgezeichnet.




Vom 2. HFV-Vorstandstreff in Gladenbach berichtet unser Pressewart Herbert Lenz

"Volles Haus". Kompetent, kurzweilig und informativ: Im Hotel "Zum Schlossgarten" in Gladenbach hatte der Fußballkreis Biedenkopf "hohen Besuch". Verbandsfußballwart Jürgen Radeck, Verbandsjugendwart Carsten Well, der HFV-Koordinator des DFB-Masterplans 2017, Sebastian Fink aus Lich, und Jörg Wolf, der Regionalbeauftragte Gießen/Marburg, gaben sich im Hinterland die Ehre. Auf Grundlage der Ergebnisse des Amateurfußballkongresses im Jahr 2012 in Kassel wurden in den vergangenen drei Jahren sogenannte HFV-Vorstandstreffs in allen hessischen Fußballkreisen mit dem Ziel durchgeführt, die Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen der Vereinsführungskräfte in den Bereichen Ehrenamt und Steuer/Finanzen in die zukünftige Arbeit des Verbandes mit einfließen zu lassen. Diesen direkten Kontakt zwischen Vereinen, Kreisen und Verband wurde jetzt mit dem 2. HFV-Vorstandstreff weitergeführt. Der Fokus der Diskussionen lag dieses Mal auf dem Bereich "Spielbetrieb Senioren/Junioren/innen" mit den Arbeitsgruppen. 27 Teilnehmer aus den Fußballvereinen des Hinterlandes sowie des Kreisfußballausschusses tauschten sich in angenehmer Atmosphäre mit den Verbands-Oberen aus. Organisiert hatte die über zweistündige Veranstaltung der Biedenkopfer Fußballausschuss an der Spitze mit Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) und sein Stellvertreter Kreisjugendwart Herbert Schöck aus Frohnhausen. "Die Kreise müssen erst mit sich selbst ins Reine kommen. Eine Vorgabe des Verbandes gibt es nicht", machte Jürgen Radeck, der Vorsitzende des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung zum "zukünftigen, kreisübergreifenden Spielbetrieb der Herren" deutlich. "Die Jugend ist die Zukunft eines jeden Vereins. Ohne die Jugend geht gar nichts. Sie macht es den Senioren vor, was den kreisübergreifenden Spielbetrieb der Junioren betrifft", ergänzte Carsten Well, Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses. Auch in Gladenbach wurde dieses Thema aufgegriffen. Nachdem sich alle Vereinsmitarbeiter in vier Kleingruppen zu diesem Thema ausgetauscht hatten, erhielten sie Informationen und Hinweise aus erster Hand. Ergebnisse der Vereinsmitarbeiter und Kernaussagen waren unter anderem die Derbypflege, das Norweger-Modell, kurze Anfahrten, oder mehr Jugend-Management. Aber auch Aussagen wie: "Die Grenze entspricht nicht der Kreisgrenze. Wir müssen versuchen, die Kreise aufzuweichen, und es muss ein Zirkel gezogen werden", trugen zur Diskussion bei. Dazu Heinz Schmidt: "Oberste Priorität ist es, die Rahmenbedingungen in der Region zu schaffen, um den Spielbetrieb optimal zu gestalten". Fazit: Es war eine spannende Veranstaltung. Sebastian Fink bilanzierte: "Nur gemeinsam können Vereine/Kreise für eine zukunftsorientierte Abwicklung des Spielbetriebes sorgen. Vertrauensvolle und offene Kommunikation zwischen allen Ebenen ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg. Wir sitzen alle in einem Boot".