Landkarte - Kreis Biedenkopf

Vom 2. HFV-Vorstandstreff in Gladenbach berichtet unser Pressewart Herbert Lenz

"Volles Haus". Kompetent, kurzweilig und informativ: Im Hotel "Zum Schlossgarten" in Gladenbach hatte der Fußballkreis Biedenkopf "hohen Besuch". Verbandsfußballwart Jürgen Radeck, Verbandsjugendwart Carsten Well, der HFV-Koordinator des DFB-Masterplans 2017, Sebastian Fink aus Lich, und Jörg Wolf, der Regionalbeauftragte Gießen/Marburg, gaben sich im Hinterland die Ehre. Auf Grundlage der Ergebnisse des Amateurfußballkongresses im Jahr 2012 in Kassel wurden in den vergangenen drei Jahren sogenannte HFV-Vorstandstreffs in allen hessischen Fußballkreisen mit dem Ziel durchgeführt, die Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen der Vereinsführungskräfte in den Bereichen Ehrenamt und Steuer/Finanzen in die zukünftige Arbeit des Verbandes mit einfließen zu lassen. Diesen direkten Kontakt zwischen Vereinen, Kreisen und Verband wurde jetzt mit dem 2. HFV-Vorstandstreff weitergeführt. Der Fokus der Diskussionen lag dieses Mal auf dem Bereich "Spielbetrieb Senioren/Junioren/innen" mit den Arbeitsgruppen. 27 Teilnehmer aus den Fußballvereinen des Hinterlandes sowie des Kreisfußballausschusses tauschten sich in angenehmer Atmosphäre mit den Verbands-Oberen aus. Organisiert hatte die über zweistündige Veranstaltung der Biedenkopfer Fußballausschuss an der Spitze mit Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau) und sein Stellvertreter Kreisjugendwart Herbert Schöck aus Frohnhausen. "Die Kreise müssen erst mit sich selbst ins Reine kommen. Eine Vorgabe des Verbandes gibt es nicht", machte Jürgen Radeck, der Vorsitzende des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung zum "zukünftigen, kreisübergreifenden Spielbetrieb der Herren" deutlich. "Die Jugend ist die Zukunft eines jeden Vereins. Ohne die Jugend geht gar nichts. Sie macht es den Senioren vor, was den kreisübergreifenden Spielbetrieb der Junioren betrifft", ergänzte Carsten Well, Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses. Auch in Gladenbach wurde dieses Thema aufgegriffen. Nachdem sich alle Vereinsmitarbeiter in vier Kleingruppen zu diesem Thema ausgetauscht hatten, erhielten sie Informationen und Hinweise aus erster Hand. Ergebnisse der Vereinsmitarbeiter und Kernaussagen waren unter anderem die Derbypflege, das Norweger-Modell, kurze Anfahrten, oder mehr Jugend-Management. Aber auch Aussagen wie: "Die Grenze entspricht nicht der Kreisgrenze. Wir müssen versuchen, die Kreise aufzuweichen, und es muss ein Zirkel gezogen werden", trugen zur Diskussion bei. Dazu Heinz Schmidt: "Oberste Priorität ist es, die Rahmenbedingungen in der Region zu schaffen, um den Spielbetrieb optimal zu gestalten". Fazit: Es war eine spannende Veranstaltung. Sebastian Fink bilanzierte: "Nur gemeinsam können Vereine/Kreise für eine zukunftsorientierte Abwicklung des Spielbetriebes sorgen. Vertrauensvolle und offene Kommunikation zwischen allen Ebenen ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg. Wir sitzen alle in einem Boot".

 

 

A-Junioren Kreispokal 2017/18

A-Junioren: JFV Hinterland – JSG Stadt Gladenbach 1:0

Tor: Lukas Gläser (63.)

Schiedsrichter: Philipp Löffler (Dautphetal)

Zuschauer: 270

Der Jugendförderverein (JFV) Hinterland, der in der Gruppenliga Gießen/Marburg Rang drei belegt, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Auf der anderen Seite riss die Siegesserie (fünf Spiele, fünf Siege und ein Torverhältnis von 28:0) der Schützlinge des Gladenbacher Trainer-Duos Nils Waldschmidt und Winfried Thomas. „Das Finale stand auf des Messers Schneide. Es war das erwartet schwere Spiel für uns, denn die JSG Stadt Gladenbach hat uns alles abverlangt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr investiert, und ich denke, dass wir verdient gewonnen haben“, bilanzierte JFVH-Trainer Nikolai Achenbach, der gemeinsam  mit Martin Größer den Gruppenligisten an der Seitenlinie emotional und erfolgreich coachte. In der von Schiedsrichter Philipp Löffler gut geleiteten, teilweise allerdings auch mit Haken und Ösen geführten Partie, hatten zunächst die Waldschmidt/Thomas-Schützlinge durch Leonard Möller und Lucas Weiss die besseren Möglicheiten. Doch nach dem Wiederanpfiff lief bei denen nur noch wenig zusammen. Der JFV tat hingegen jetzt mehr für die Offensive – und wurde in der 63. Minute dafür belohnt: Mit einem Mix aus Flanke und Schlenzer zog Lukas Gläser aus halblinker Position ab. Stadt Gladenbach-Keeper Till Kluska streckte sich, doch der (nicht unhaltbare Ball) senkte sich ins Netz. Mit Hilfe der Brechstange drängten die Wagner-Jungs auf den Ausgleich – vergeblich. Die besseren Möglichkeiten hatten in der Endphase dagegen noch die Achenbach-Schützlinge.

Für den JFV Hinterland spielten: Lukas Grebe, Luca Grösser, Nicolai Schneider, Lukas Gläser, Jannis Lüftner, Marvin Donges, Nico Müller, Marco Sabau, Johannes Stark, Tom Künkel, Nico Stark, Emre Dalda, Julian Blöcher, Len Wöhr und Festem Salliya.

B-Junioren Kreispokal 2017/18

B-Junioren: JSG Obere Salzböde – JSG Stadt Gladenbach 2:2 (7:6 nach Elfmeterschießen)

Tore: 1:0 Paul David Wolz (14.), 1:1 Moritz Happel (31.), 2:1 Yannik Beging (35.), 2:2 Malte Leinweber (80. +4)

Schiedsrichter: Sebastian Spies (FV Wallau)

Zuschauer: 270

„Elfmeter-Thriller am Samstag“ in der Oberhörler Knechtsburg-Arena. Mehr noch: Es war eine sehr emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle – besonders für den Torwart der JSG Obere Salzböde, Simeon Hohl. Beim 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit durch Malte Leinweber patzte der  16-Jährige. Doch mit dem gehaltenen “Elfer“ von Leon Hebold avancierte er zum „Pokal-Helden“. Zum entscheidenden 7:6 traf schließlich unter den Hörler Flutlichtmasten „Matchwinner Lukas Klein. „Es freut mich besonders für Simeon, dass er nach seinem Fehler den entscheidenden Elfmeter gehalten hat. Im Elfmeterschießen gibt es keinen gerechten Sieger. Es war mein fünftes Pokalfinale, und im dritten Anlauf hat es endlich geklappt“, freute sich JSG-Coach Lukas Müller unter dem grauen Himmel von Oberhörlen, der gemeinsam mit Achim Klein und Niklas Jochen den “Pottgewinner“ (die JSG Obere Salzböde besteht aus acht Dörfern) betreute. In der ersten Halbzeit war die vom Dominic Wagner gechoachte JSG Stadt Gladenbach das bessere Team. Okan Demir zwang Hohl zu einer Glanzparade, ehe Paul David Wolz auf der anderen Seite das Spielgerät in den Torgiebel beförderte. In der 30. Minute stieg Moritz Happel am höchsten - und es hieß 1:1. Doch nur eine Minute später „staubte“ Yannik Beging per Kopf zur erneuten Führung für den Spitzenreiter der Kreisliga  Dillenburg ab. Malte Leinweber traf nach einem Freistoß von Moritz Happel zum vielumjubelten 2:2. Im Elfmeterschießen bewiesen für den neuen Pokalgewinner ferner noch Wolz, Jonathan Heuser, Beging und Finn Wege gute Nerven. Für die JSG Stadt Gladenbach waren Yannic Damm, Malte Leinweber, Süleymann Yalvac und Can Yilmaz vom Punkt erfolgreich.

Für die JSG Obere Salzböde spielten: Simeon Hohl, Leon Lotz, Dennis Schäfer, Lukas Klein, Nils Liones Koch, Jonathan Heuser, Devran Baran, Tino Schöner, Yannik Beging, Paul David Wolz. Danos Schöner, Milton Danelli Neto, Massi Sarmastzada, Finn Wege und Tian Behr.

Fußballkreis begrüßt neuen Lizenztrainer

Nach dem Besuch von 110 Lerneinheiten (LE) kann sich Markus Runzheimer, SG 1912 Mornshausen, über den Erwerb der Trainer C-Lizenz freuen.

Der Mornshäuser hatte zuvor den Lehrgang Basiswissen mit 30 LE und die beiden Profillehrgänge Jugend- und Seniorentraining mit je 40 LE von Februar bis September dieses Jahres absolviert. Seine Prüfung zu dem gruppentaktischen Thema „Training des grundlegenden Verteidigungsverhaltens im Raum“ hat Markus Runzheimer bei den Verbandsprüfern Steffen Hardt und Klaus Lapczyna erfolgreich in Theorie und Praxis abgelegt.

 

Damit konnte Diether Achenbach, Koordinator für Qualifizierung, einen weiteren neuen Lizenztrainer begrüßen. Insgesamt 7 Sportkameraden aus dem Fußballkreis Biedenkopf haben die Trainer C-Lizenz in 2017 erworben.



Fußballfortbildung „1 gegen 1 in der Defensive“ zeigte neue Trainingsimpulse

Mit 21 Teilnehmern fand die Fortbildung im Fußballkreis Biedenkopf zum Thema „1 gegen 1 in der Defensive“ eine gute Resonanz. Dabei galt es, diese komplexe Trainingseinheit mit der richtigen Methode zu vermitteln.

Diether Achenbach, Koordinator für Qualifizierung in der Hinterländer Fußballgemeinschaft, hatte in seiner Begrüßung deutlich gemacht, dass in dieser praxisnahmen Fortbildung die wichtigsten Grundlagen im Defensivverhalten eines Fußballers aufgezeigt werden sollen. Schließlich geht es dabei um die Verbesserung der Individualtaktik eines Spielers. Ein geschicktes Verteidigen im 1 gegen 1 ist die Basis für gruppen- und mannschaftstaktische Defensivkonzepte auf dem Fußballplatz.

Mit Harald Hauer aus Rauschenberg stand dabei ein erfahrener Lehrreferent des Hessischen Fußballverbandes und Verbandsligatrainer auf dem Sportgelände des FSV Buchenau für die Vermittlung der Basics im Zweikampftraining bereit. Er zeigte in ausgewählten Praxisbeispielen in welchen 2 Zonen des Sportfeldes das 1 gegen 1 in der Defensive vorkommt: direkt am Flügel und im Zentrum. Dabei ergeben sich Situationen, dass sich der Verteidiger frontal, seitlich und im Rücken des Angreifers begegnen. Mit profunden Hinweisen für die Verteidiger konnte Harald Hauer die für Demozwecke eingesetzten jüngeren Seniorenspieler des FSV Buchenau coachen. Dabei zeigte er welche Wege der Verteidiger zustellen muss, welche Stellung zum Angreifer einzunehmen ist, wo der optimale Körperschwerpunkt liegen sollte, welche Abwehrfinten eingesetzt werden können, wie der Angreifer abzudrängen ist, wo sich Laufwege kreuzen um den Ball abzulaufen und welches Tempo und Laufrichtung zum Angreifer aufzunehmen ist sowie der richtige Zeitpunkt zum Attackieren und sich zwischen Angreifer und Ball zu schieben liegt. Dabei wurden auch die häufigsten Fehler im Abwehrverhalten angesprochen: Verteidiger dreht dem Angreifer den Rücken zu, Verteidiger weicht nicht zurück und wird überlaufen, Verteidiger greift zu ungestüm an und wird ausgespielt, Verteidiger provoziert den Angreifer nicht auf dessen schwächeren Seite zu drippeln, der Verteidiger deckt zu eng und wird vom Angreifer umwickelt oder der Verteidiger hält einen zu großen Abstand zum Angreifer, so dass dieser sich drehen und in eine frontale Abspiel- bzw. Schussposition gelangen kann.

Seine professionell und akribisch vorbereitenden Praxisbeispiele untermauerte Harald Hauer nochmals mit den wichtigsten Leitlinien für das 1 gegen 1 Training in der Defensive. So gilt es den Spieler mal als Angreifer, mal als Verteidiger agieren zu lassen. Taktische Grundregeln anschaulich und prägnant zu vermitteln und die Spieler dabei aktiv in alle Lernprozesse einzubinden. Spielbezogene Aufgaben bereits in jüngeren Juniorenjahrgängen zu stellen und dabei Raum zum Ausprobieren und austesten zu geben. Sowie letztlich wegen der intensiven Trainingsaktionen beim 1 gegen 1 auf ausreichende Pausen zu achten. Es liegt an dem Trainer, seine Spieler zu motivieren und durch positives Coaching zu unterstützen. Die Spieler benötigen für ihr Tun eine Rückmeldung mit Lob bei Erfolg und Zuspruch nach misslungenen Aktionen.

Die Teilnehmer, die sich selbst durch eine Gruppenarbeit in den Fortbildungsablauf einbringen konnten, sprachen dem Referenten ein dickes Lob aus und äußerten übereinstimmend durch die vielfältigen Praxisbeispiele eine Vielzahl an neuen Impulsen für die alltägliche Trainingsgestaltung erhalten zu haben.


Ü35 Kreismeisterschaft

 

Gut gecoacht und überragend gespielt: Wilfried Heckmann (links), Günter Heimann (rechts) und Rainer Höhn (sitzend) führten die Altfußballer des VfL Biedenkopf erneut zum Triumpf. Foto: Herbert Lenz

Von der „Ü35-Kreismeisterschaft“ der Alten Herren auf dem herrlichen Sportgelände des VfB Holzhausen berichtet Pressewart Herbert Lenz

Das „goldene Tor“ von Garant Björn Grunert katapultierte den VfL Biedenkopf erneut auf das höchste Treppchen: Die Altfußballer aus der ehemaligen Kreisstadt wiederholten ihren Vorjahrs-Triumpf: Am Ende des Tages setzten die Weißhemden bei der „Ü35-Kreismeisterschaft die Glanzlichter. Subtropische Temperaturen bis zu 30 Grad, „heiße“ und (zu) laute Disco-Musik, Volksfeststimmung, eine Hüpfburg für die Kinder und ein „Wiederholungstäter“ im positiven Sinne: Die 2. Auflage um den „Ü35-Altherren-Kreismeisterschaft auf dem Kleinfeld der herrlichen Sportanlage des VfB Holzhausen am Hünstein bot viel Spaß und hatte jede Menge Unterhaltungswert. Was für ein finales Happy-End für den „Verein für Leibesübungen“. Das Runde muss ins Eckige, und was für ein Spieljahr 2016/2017 für den VfL Biedenkopf: Nach dem Aufstieg der „Ersten“ in die Gruppenliga Gießen/Marburg und dem Pokalsieg bei den E-Junioren bewiesen auch die Altfußballer aus der ehemaligen Kreisstadt, dass sie auch noch mit 35+ Jahren mit dem „Runden“ umgehen können. Grunert, Arnold und Co. wissen noch immer, wo das Tor steht. Am Ende des Tages stand ein Torverhältnis von 8:3 zu Buche. Mehr ging nicht. Schon in den Gruppenspielen zeigten Torwart Sven Reibl, Vorbereiter Deniz Bozkoyun, Frank Bäcker (2), Halil Mete, Torjäger und Fünffach-Torschütze Björn Grunert und Co., über wen der Weg zum erneuten Titeltriumph führt. Nur über den VfL. Der Start verlief mit dem 2:2 gegen die SG Holzhausen/Steinperf zwar noch etwas holprig. Doch dann zogen die Rot-Weißen mit dem 3:0-Sieg über die Spielvereinigung Dautphe und einem 2:1 über die SG Bottenhorn/Lixfeld einsam ihre Kreise. Nach herrlicher Vorarbeit von Deniz Bozkoyun blieb es erneut Björn Grunert vorbehalten, mit den „goldenen Tor“ im Finale gegen den TSV Mornshausen/D. den Triumph vom Vorjahr an eigener Heimstätte zu wiederholen. Was danach anzubrennen drohte, bügelte Torwart Sven Reibl  in souveräner Manier aus. Im Spiel um den dritten Platz brachte Andreas Müller den FSV Buchenau gegen die SG Bottenhorn/Lixfeld mit 1:0 in Führung. Doch der „ewig junge“ Steffen Scheld egalisierte zum 1:1-Ausgleichstreffer. Beim anschließenden Achtmeterschießen bewiesen die „Lahnlustler“ um ihren Kapitän Achim Joedt schließlich mit dem 5:3 die besseren Nerven (6:4). Alles im Griff hatten auch die Unparteiischen Uwe Krenn von SSV Bad Endbach/Günterod und der 68-jährige Willi Bamberger vom VfL Weidenhausen, der am Samstag zum letzten Mal die „Kicker“ nach seiner Pfeife tanzen ließ. Am Mikro führte Tim Janssen souverän durch den kurzweiligen Nachmittag. Die Siegerehrung nahmen Kreisfußballwart Heinz Schmidt und Volkmar Pfeiffer, der Beauftragte für den Freizeit- und Breitensport, vor.

Pokalübergabe an die 4 erstplazierten Mannschaften

Heinz Schmidt (links) und Volkmar Pfeiffer (rechts) ehrten Matthias „Netzer“ Luckgardt vom SSV Bottenhorn (von links), Achim Joedt vom FSV Buchenau, Thomas Arnold vom TSV Mornshausen/D. und Peter Weigl vom VfL Biedenkopf mit Pokalen. Foto: Herbert Lenz

Ehrung der offensivstärksten Fußballer/innen und Mannschaften

Markus Himmelsbach von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (2. von links), Kreisfußballwart Heinz Schmidt (3. von links) und Thomas Becker vom HFV (rechts) zeichneten die offensivstärksten Fußballer/innen und Mannschaften der abgelaufenen Saison 2016/2017 aus. Zweiter von rechts: Roland Petri vom Landkreis Marburg-Biedenkopf. Foto: Herbert Lenz

 

 

 Vom zweiten Ehrungsabend, den der Biedenkopfer Kreisfußbal-Ausschuss in Gönnern präsentierte, berichtet Kreispressewart HERBERT LENZ

Der Rahmen war feierlich, die Sonne strahlte passend zum „bunten“ Abend. Die Stimmung war bestens, die Organisation perfekt, und auch das Ambiente stimmte: Der zweite Ehrungsabend, den der Biedenkopfer Kreisfußball-Ausschuss am Dienstag in Angelburg-Gönnern veranstaltete, und den der FSV Gönnern ausrichtete, verlief überaus harmonisch. „Volles Haus“ im Bürgerhaus in Gönnern bei der zweiten Auflage. „Ohne Ehrenamtliche kann sich Deutschland und somit auch der Fußballkreis Biedenkopf vieles nicht leisten. Im europäischen Vergleich steht unser Land gut da. Wir stehen an zweiter Stelle in Europa, vor uns befindet sich nur Großbritannien, was die Leistung von Freiwilligen angeht. Die Wertschöpfung durch dieses soziale Empfinden beträgt hierzulande mehr als 75 Milliarden Euro. Fast jeder Dritte in Deutschland bekleidet mindestens ein Ehrenamt. Die Vereinsarbeit ist nicht nur eine Möglichkeit, Sport zu treiben, Fußball zu spielen, oder einem anderen Hobby nachzugehen. Mindestens genauso wichtig sind die Ehrungen in unserem Fußballsport.“ Mit diesen Worten eröffnete Kreisfußballwart Heinz Schmidt den kurzweiligen Abend, den der FSV Gönnern an der Spitze mit Paul Gerhard Haffer ausrichtete. „Wir fühlen uns geehrt, eine solche Veranstaltung durchführen zu dürfen“, so „Hausherr“ Haffer. Roland Petri, der zweite Beigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, würdigte in Vertretung von Landrätin Kirsten Fründt den Abend als ein Zeichen der Wertschätzung. Durch den Kreisfußball-Ausschuss Biedenkopf und die Vereine seien dem Landkreis bei der Integration von Flüchtlingen viele Sorgen genommen worden. Für die Gesellschaft sei dies ein wichtiger Auftrag, so der Politiker weiter. „Niemals aufgeben, es geht um die schönste Nebensache der Welt“, appellierte der Ehrenamtsbeauftragte des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) Thomas Becker an die Vereine. Das Ehrenamt sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Ein solcher Abend sei auch eine Vorzeigeveranstaltung. „Hut ab vor den Ehrenamtlichen. Das Ehrenamt ist unbezahlbar und unersetzbar“, ergänzte der Repräsentant des Hessischen Fußball-Verbandes und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der zum ersten Mal im Hinterland gastierte. Zum 39. Mal lobt die Sparkasse Marburg-Biedenkopf den Offensiv-Cup aus, der den Fußball noch attraktiver machen soll. Gemeinsam mit Heinz Schmidt und Thomas Becker überreichte Markus Himmelsbach von der Sparkasse den erfolgreichsten Torschützen/innen und Mannschaften die Pokale. Verbandsliga Mitte: Felix Baum (FV Breidenbach, 19 Tore. Gruppenliga Gießen/Marburg: Cihan Bicen (FC Türk Güzü Breidenbach) 22 Tore, Kreisoberliga Nord: Dennis Rakowski (VfL Biedenkopf) 34 Tore. A-Liga Biedenkopf: Aykut Babayigit (SV Eckelshausen) 33 Tore. A-Liga-Reserve: Gabriel Gruber (TuSPo Breidenstein II) 25 Tore, B-Liga Biedenkopf: Marcel Beinborn (SSV Hommertshausen) 25 Tore, B-Liga-Reserve: Engin Yalvac und Peter Wagner (SG Mornshausen/Erdhausen II) beide 14 Treffer. Frauen-Verbandsliga Nord: Nadine Becker (SV Erdhausen) 9 Tore. Frauen-Gruppenliga: Sophie Interthal (SG Gansbachtal) 20 Tore. Oberliga Region Frauen: Erika Litt und Anastasia Pfaff( beide SG Gansbachtal II) beide 6 Tore: Kreisliga B: Pauline Müller (SV Hartenrod) 27 Tore. 1. Mannschaften: Kreisliga A Biedenkopf: SV Eckelshausen: 96 Tore in 32 Spielen, 3,178 Tore pro Spiel. Reserven: FC Angelburg: 93 Tore in 22 Spielen, 4,227 pro Spiel. Gruppenliga Frauen: SG Gansbachtal: 68 Tore in 20 Spielen, 3,400 pro Spiel. Zum ersten Mal wurde auch der Fairness-Cup verliehen. Herren Verbandsebne (VL) und Gruppenliga: FV Breidenbach; 90 Punkte, Quotient 2,813, Kreisoberliga Nord: SG Silberg/Eisenhausen; 68 Punkte, Quotient 2,125, Kreisliga A Biedenkopf: FC Angelburg: 44 Punkte, Quotient; 1,571, Kreisliga B Biedenkopf: SG Silberg/Eisenhausen II: 34 Punkte, Quotient: 1,417. Kreisliga A Biedenkopf, Reserve: SpVgg Frohnhausen: II 14 Punkte, Quotient: 0,636. Kreisliga Biedenkopf, Reserve: SSV Hommertshausen II: 17 Punkte, Quotient: 1,063. Frauen-Verbandseben: SG Gansbachtal: 6 Punkte, Quotient: 0.300. Frauen Oberliga: SG Gansbachtal II: 11 Punkte, Quotient: 0,367. Frauen Kreisliga B: SV Hartenrod: 4 Punkte, Quotient: 0,143 und FSV Friedensdorf II: 4 Punkte, Quotient: 0,143. Ausgezeichnet wurden von Kreisfußballwart Heinz Schmidt auch die Meister und Aufsteiger in die jeweiligen Ligen der Saison 2016/201: VfL Biedenkopf (Aufsteiger in die Gruppenliga Gießen /Marburg). FV Wiesenbach und SG Dautphetal (Aufsteiger in die Kreisliga A Biedenkopf). Geehrt wurden zudem Reinhard Schönagel vom FSV Friedensdorf als Ehrenamtskreissieger 2017 sowie Nils Waldschmidt vom SC Gladenbach als Kreissieger Biedenkopf – DFB Fußballhelden. Timo Heck vom FSV Friedensdorf erhielt den DFB-Sonderpreis. „Timo Heck ist beim FSV Friedensdorf der „Hans Dampf in allen Gassen, er ist für alles da“, lobte Gerhard Fuchs den Friedensdorfer der  neben seinen vielen Funktionen beim Biedenkopfer B-Ligisten seit dem 1. April 2016 auch als Kreiskassenwart fungiert. Ebenfalls beim FSV Friedensdorf engagiert sich Reinhard Schönagel. Er ist seit zehn Jahren im Vorstand des Fördervereins und auch dessen Vorsitzender. Bekannt ist er auch als Mann für die Stimmung und Platzdurchsage am Spieltag. Nils Waldschmidt engagiert sich mit seinen 27 Jahren über das normale Vereins-Training hinaus für den SC Gladenbach in vielen anderen Bereichen. Der Bankkaufmann ist im Besitz der B-Lizenz. Ferner überreichte Kreisfußballwart Heinz Schmidt an die Meistermannschaften  VfL Biedenkopf, FV Wiesenbach und SG Dautphetal. Die „Sweet Stars“ des FSV Gönnern unter der Leitung von Julia Müller und der Gemischte Chor Gönnern mit seinem Dirigenten Karl-Friedrich Paul rundeten musikalisch den „bunten Abend“ ab. Durch diesen führte Gerhard Fuchs, der Referent für den Hinterländer Mädchen- und Frauen-Fußball. Als Moderator in seinem „Heimspiel“. Kompetent und souverän.

Ehrenamtssieger 2017

Ehrung der offensivstärksten Fußballer/innen und Mannschaften

Heinz Schmidt zu Besuch bei Toni Schuhmacher

Von unserem Pressewart  HERBERT LENZ

„Einwurf“. Unser Kreisfußballwart Heinz Schmidt war live dabei bei der Präsentation des zweiten Buches von „Toni“ Schumacher. Nein, ein aufgewärmter Skandal ist das nicht! Einst Rebell, jetzt Vermittler. Harald „Toni“ Schumacher brachte 30 Jahre nach „Anpfiff“ sein zweites Buch heraus. „Einwurf“ heißt das neue Buch. Ein „Kölner Geißbock“ mit Wohnsitz in Buchenau, traf einen anderen „Kölner Geißbock“ mit Wohnsitz in Köln-Sürth - einen weitaus berühmteren und bekannteren: Harald Schumacher, den alle nur „den Toni“ nennen, weil dessen Mitspieler Heinz Simmer das Anfang der 70er so wollte – Mitspieler Konopka hieß bereits Harald. „Einwurf“ heißt nun das neue Buch, das 30 Jahre nach „Anpfiff“ für „Toni“ gleichbeutend war mit dem Abpfiff. Es kostete ihn alles: Unter anderem die Fortsetzung der Karriere bei „seinem“ 1. FC Köln – seit 2012 ist der „Tünn“ Vizepräsident bei den „Geißböcken“. Rund 100 geladene Gäste sind gekommen zu der Präsentation in der Lounge „Der 12. Mann“ im RheinEnergieSTADION, im Kölner Stadtteil Müngersdorf, der Heimstätte des rheinischen Bundesligisten 1. FC Köln. Unter den Gästen ist auch Heinz Schmidt, der Kreisfußballwart im Fußballkreis Biedenkopf und Mitglied bei den „Geißböcken“. Harmonie pur ist an diesem Freitag, den 26. Mai 2017, angesagt. Aufregung war 1987, 2017 ist „Toni“ Schumacher ein glücklich verheirateter Mann: Frau Jasmin und Tochter Perla sitzen in der ersten Reihe. Und Harald, pardon „Toni“, erzählt viel, hat die Lacher auf seiner Seite und plaudert launig aus dem Nähkästchen. So habe der „Effze“ seinen Schuldenberg von einst 33 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro reduziert. Durch die Teilnahme an der UEFA Europa-League sollen die Schulden noch weiter gesenkt werden. Rückblende: Im Sommer 1998 löste der heute 63-Jährige, geboren in Düren, seinen früheren Mannschaftskameraden aus der Nationalmannschaft, den „blonden Engel“ Bernd Schuster, als Cheftrainer beim Zweitligisten SC Fortuna Köln ab. Am 15. Dezember 1999, in der Halbzeit des Spiels gegen den SV Waldhof Mannheim (Spielstand 0:2), wurde er vom damaligen Fortuna Präsidenten Hans Löring entlassen. Überliefert ist der Kommentar von „Jean“ Löring: „Als Torwart warst du Weltklasse, als Trainer bist du ein Flappmann“. Und was machte „Toni“? Er rief seine Frau an, die ihn abholen sollte. Großes Gelächter im Saal. Nichts Konkretes konnte (oder wollte) der „Vize“ über die Zukunft von Super-Star Anthony Modeste sagen. Ansonsten hatte er, der Ex-Nationaltorhüter und heutige Buchautor, viel zu sagen und zu erzählen. Heinz Schmidt quittierte viele lustige (und ernste) Anekdoten mit einem Schmunzeln und überreichte dem „Tünn“ einen Wimpel des Fußballkreises Biedenkopf. Harald, pardon „Toni“, sagt „Danke“ und Tschö. So ist der „Tünn“, der einstige Rebell. Heute hat er Frieden mit sich und der Welt geschlossen.

 

 

Kreispokalsieger Frauen 2016/2017 FV Niederlaasphe

Vom Fußball Kreis-Pokal-Endspiel der Frauen zwischen dem FV Niederlaasphe und dem FSV Friedensdorf berichtet unser Pressewart Herbert Lenz

FSV Friedensdorf – FV Niederlaasphe 0:1. Tor: Jessica Burk (30.). Schiedsrichterin: Tatjana Becker (FSV Gönnern). Zuschauer: 350. Der finale Showdown auf dem herrlichen Sportgelände des SV „Flottweg“ Dernbach war gleichzeitig auch das letzte Kräftemessen der „ewigen Rivalen“. Das Team aus dem Wittgensteiner Land zieht nach dem Abstieg aus der Gruppenliga seine Frauenmannschaft zum Rundenende zurück - sorgte aber am Pfingst-Montag für ein finales Happy-End. Sieben Mal stand der Verbandsligist FSV Friedensdorf seit 2009/2010 im Finale. Zuletzt lieferten sich  beide auf dem Sportgelände des SC Gladenbach einen packenden Kampf auf Augenhöhe – der FV Niederlaasphe triumphierte in 2016 mit 1:0 – wie auch diesmal. Eine prächtige Kulisse, subtropische Temperaturen, perfekte Gastgeber, ideale äußere Bedingungen und als Sahnehäubchen obendrauf ein verdienter Sieg für den Außenseiter. „Jeder hat heute 150 Prozent abgeliefert. Kämpferisch, läuferisch und vom Kopf her haben wir dem Favoriten Stand gehalten, unser Sieg war verdient“, strahlte FVN-Trainer David Reitz mit der prallen Sonne. Was für ein Happy-End für die Wittgensteiner nach dem Abstieg und dem Rückzug. „Der Sieg der Niederlaaspher war verdient. Sie  waren uns in allen Belangen überlegen. Mit dem 0:1 waren wir noch gut bedient. Sie haben uns den Schneid abgekauft, und wir waren zu keiner Phase in der Lage, sich in Szene zu setzen“, erwies sich FSV-Coach Torsten Rink als fairer Verlierer. In der Tat: Die Leistung und das Ergebnis passten zum frustrierten Rundenende für den langjährigen Verbandsligisten, der den Gang eine Liga tiefer antreten muss. Die Blauhemdinnen von der Lahn fanden nie ihren Rhythmus. Kombinationen über mehrere Stationen gab`s nie, und auch die gut gemeinten Pässe fanden kaum den richtigen Adressaten. Bis auf einen Distanzschuss von Carmen Preisig in der 26. Minute, der die Oberkante der Latte „küsste“, sprang nichts Nennenswertes beim Favoriten heraus. Ganz anders präsentierten sich die Gäste aus dem Wittengensteiner Land: Durch Tamara Habiger, Jessica Burk und Co. setzten sie auf der rechten Seite immer wieder Akzente und Nadelstiche. So auch in der 30. Minute: Nach einer herrlichen Flanke fast von der Eckfahne durch Jessica Burk unterschätzte FSV-Torfrau Yvonne Heimann das Spielgerät – und das lag unter ihrer gütigen Mithilfe plötzlich im Netz. Was beim FV Niederlaasphe hinten anzubrennen drohte, bereinigte die souveräne und überragende Jenny Simmer. Nach dem Wiederanpfiff durch die gut leitende Schiedsrichterin Tatjana Becker, die ab der kommenden Saison als Assistentin in der 2. Frauen-Fußball-Bundesliga fungiert, suchten die Gelb-Schwarzen schnell die Entscheidung. Ein „Hammer“ von Sabrina Six endete an der Unterkante der Latte. Dann vergaben unter anderem  Laura Bentele und Lisa Rohleder weitere Großchancen, das Ergebnis höher zu schrauben. Sei`s drum: Um 17.47 Uhr war die Wiederholung des Vorjahres-Triumphes bei “Kaiserwetter“ für den FV Niederlaasphe perfekt. Die Siegerehrung nahmen der Hinterländer Beauftragte für den Mädchen- und Frauen-Fußball, Gerhard Fuchs, vom FSV Gönnern sowie Kreisfußballwart Heinz Schmidt vor. Der „Kölner Geißbock“ aus Buchenau war wenige Tage zuvor noch Gast in Köln bei der Buchpräsentation „Einwurf“ des einstigen Rebellen Harald „Toni“ Schumacher. Ehre, wem Ehre gebührt.

Vom 74. DFB-Pokal-Endspiel im Berliner Olympia-Stadion berichtet unser Pressewart Herbert Lenz

Diether Achenbach, Koordinator für Qualifizierung im Fußballkreis Biedenkopf, und seine Tochter Pauline waren ebenfalls Fans aus dem Hinterland unter den 74.322 Besuchern beim 74. DFB-Pokal-Finale in der Hauptstadt. Endstation Sehnsucht. Samstag, 27. Mai, Sonne, 25 Grad, blauer Himmel – dazu eine fantastische Stimmung und Gänsehaut pur im Olympia-Stadion. Block 4.1, Reihe 18, Plätze 1 bis 3. Als es vollendet war, riss der Wiesenbacher Diether Achenbach die Arme in den Berliner Nachthimmel. Nach vier verlorenen Finals gewann Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1. Es war ein Endspiel mit mittelmäßiger Kost, umrahmt von einem „zerpfiffenen“ Rahmenprogramm mit unschönen Nebengeräuschen. Doch das tat der großartigen Stimmung keinen Abbruch. Exakt um 22.18 Uhr nimmt BVB-Mannschaftsführer Marcel Schmelzer den 52 Zentimeter hohen und 5.7 Kilogramm schweren “Pott“ (Wert 100.000 Euro) in die Hand. Orkanartiger Jubel brandet auf. Goldene Konfettistreifen wehen durch die Berliner und durch die siegreiche BVB-Nacht. Um 21.55 Uhr ist es vollbracht. „You` II Never Walk Alone“ schallt es aus zigtausend Kehlen. Auch aus der Kehle von Diether Achenbach. Der Wiesenbacher ist seit Kindesbeinen an Fan von Borussia Dortmund. Das ist Fußball pur. Gerry & the Pacemakers. Wenn die Dortmunder Fans damit loslegen, ist Gänsehaut pur angesagt. Rückblende: Kilometerlange Schlangen vor den Eingängen, messerscharfe Kontrollen. Dann ist das Ziel erreicht in der Gluthitze von Berlin. Schnell noch ein Selfie mit Reporter-Legende Fritz von Thurn und Taxis, der für SKY seinen letzten Dienst versieht. Schöner kann ein Abend nicht beginnen und auch nicht enden. Und der begann schon mit dem Einmarsch beider Teams an der Seite von Eiskönigin Katarina Witt. Kati trug ein atemberaubendes Dekolletee, strahlte mit der Sonne, lächelte und trug den Pokal anmutig über den Final-Rasen - die Masse, die Menge jubelt. Doch der Jubel schlägt in der Halbzeitpause komplett um in ein gellendes Pfeifkonzert: Schlager-Super-Star Helene Fischer kam, wurde aber gnadenlos ausgepfiffen. Wer hätte das gedacht! Der blonde Hit-Engel gab beim Tanzen zwar alles mit ihren Hit-Medley „Atemlos“ und Herzbeben“. Mit ihrem Full-Playback-Auftritt hätten viele Fans zusammen mit der Schlager-Queen aber lieber Fan-Hymnen gesungen Die Überkommerzialisierung im Fußball war und ist den Fans jetzt einfach zu viel. Getrübt wurde das Top-Event auch durch Pyros im BVB-Block, die das Stadion minutenlang in Rauch hüllten und durch Böllerschlägen der Eintracht-Fans, Bengalos auf beiden Seiten und ein Transparent im BVB-Block mit der Aufschrift „Krieg dem DFB“. Was für ein Irrsinn! Mit dem Einpeitschen von BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel („es ist Zeit für einen legendären Abend, der Pott gehört in den Pott“ ) und Fangesängen der Eintracht-Anhänger „Eintracht vom Main, nur Du sollst heute siegen, Eintracht vom Main, weil wir Dich einfach lieben“ wurden die Fans eingestimmt. Klasse! Doppelten Grund zur Glückseligkeit hatte auch Diether Achenbach: Nach dem „Pott“ gab`s die langersehnte Meisterschaft für den FV Wiesenbach in der Fußball Kreisliga B Biedenkopf einen Tag später – was für ein Kontrastprogramm an diesen legendären Abenden. „Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin!

 

 

SV Wolfgruben/Wilhelmshütte engagiert sich in der Flüchtlingsarbeit

Die Flüchtlingszahlen in der Bundesrepublik Deutschland nehmen aufgrund der  weltpolitischen Situation stetig zu. Das Bemühen um die bei uns ankommenden Flüchtlinge ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich auch unsere große „Fußballfamilie“ widmet. Die DFB-Stiftung Egidius Braun unterstützt partnerschaftlich mit zusätzlicher Unterstützung der deutschen Nationalmannschaft im Rahmen eines neuen  Sonderprojekts seit 2015 jährlich bis zu 600 Fußballvereine in der Bundesrepublik, jeweils einmalig mit einer Starthilfe in Höhe von 500.- €. Die Gelder gehen hervor aus den Werbeeinnahmen der deutschen Herren-Fußball-Nationalmannschaft, die jedes Jahr für diese Aktion 100 000.- € bereitstellt. Die Stiftung verdoppelt diesen Betrag nochmals. Antragsberechtigt sind derzeit über 25.000 bundesdeutsche Fußballvereine. Nach den Vereinen SC Gladenbach, SG Mornshausen/S., SV Kickers Erdhausen, SSV Endbach-Günterod, VFL Biedenkopf, TSV Mornshausen/D., FSV Lahnlust Buchenau, TuSpo Breidenstein, JFV Hinterland und Spvgg. Dautphe ist nun der SV Wolfgruben/Wilhelmshütte der elfte Verein des Hinterlands, dem ein Scheck über 500.- € für die Integrationsarbeit mit Flüchtlingen bewilligt wurde.
Der SV Wolfgruben/Wilhelmshütte ist ein relativ kleiner Sportverein im Fußballkreis Biedenkopf mit ca.185 Mitgliedern. Seit einiger Zeit spielen in Eurem Fußballverein zwei somalische Flüchtlinge (Mohamed Ahamed, Ibrahim Abshir). Die beiden Jungs werden von Eurem Vereinsmitglied Joachim Lenz sehr gut betreut, der sich darüber hinaus ehrenamtlich auch in der örtlichen Flüchtlingshilfe engagiert. Es ist Eurem Verein hoch anzurechnen, dass er die fußballinteressierten Flüchtlinge so intensiv unterstützt. Mein Dank gilt hier den Verantwortlichen Eures Vereins und in besonderem Maße Herrn Joachim Lenz.  Im Auftrag der DFB-Stiftung „Egidius Braun“ sowie damit verbunden auch unserer Herren - Nationalmannschaft darf ich Euch hiermit diesen Scheck überreichen. Ich denke, das ist wieder einmal eine tolle Geste unserer Nationalelf, die hiermit eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sich das Team seiner sozialen Verantwortung bewusst ist. Ich wünsche dem SV Wolfgruben/Wilhelmshütte ein gutes Gelingen sowie viel Glück und Erfolg für die bevorstehende Integrationsarbeit mit Flüchtlingen“, möchte es aber auch nicht versäumen die Flüchtlinge Ihres Vereins hier in Deutschland herzlich willkommen zu heißen.

Heinz Schmidt
Kreisfußballwart/Biedenkopf

Fortbildung „Torwarttraining“ fand großen Anklang

Fortbildung „Torwarttraining“ mit Regionalligatrainer fand großen Anklang
Eine große Resonanz fand die Fortbildung im Fußballkreis Biedenkopf zum Thema „Torwarttraining“. 29 Interessenten aus dem Jugend- und Seniorenbereich haben sich von Ralf Westig, Torwarttrainer beim Regionalligisten TSV Steinbach,  in die Geheimnisse der modernen Trainingsmethoden einweisen lassen.
Julian Bibleka und Sebastian Brune (Ersatzkeeper beim TSV Steinbach), Tobias Ochs (FV Breidenbach) und Lukas Henkel (JFV Hinterland) standen als Demonstrationspartner für die einzelnen Übungseinheiten parat. Diether Achenbach, Koordinator für Qualifizierung, hatte durch seinen
persönlichen Kontakt den Referenten ins Hinterland geholt und bei seiner Begrüßung deutlich gemacht, dass in der praxisnahen Fortbildung aufgezeigt werden soll, wie sich durch verschiedene Übungs- und Spielvarianten ein interessantes und altersgemäßes Torhütertraining anbieten lässt sowie die
wichtigsten Grundsätze einer vielfältigen Torhüterausbildung sich gestalten. Diesen Fortbildungsauftrag erfüllte Ralf Westig sehr engagiert und wurde ihm mehr als gerecht. Aus Sicht des Referenten gilt es bereits ab den E-Junioren die Torleute entwicklungsgerecht auszubilden. Dabei soll es in spielnahen
Übungen auch immer darum gehen, die Angst vorm Ball und Gegner abzubauen. Das moderne Torwartspiel wird von den Fakten Technik, Taktik, Kondition und Psyche beeinflusst.
Bei der Fortbildung auf dem Silberger Rasenplatz wurden die vielfältigen Aktionen und Techniken des Torhüterspieles (Fangtechniken, Falltechniken, Stellungsspiel, 1:1 Situationen, Spieleröffnung) eindrucksvoll visualisiert. Koordinations- und Aufwärmübungen fanden sich in den Lerneinheiten
ebenso wieder, wie die Technikschulung zur Abwehr von flachen, halbhohen und hohen Bällen auf den Mann. Das Ballablenken mit korrekter Hand- und Fußstellung sowie Blocken mit der Brust, Fallen und Fangen der auf das Tor kommenden Bälle wurde intensiv gezeigt. Dabei war es die Aufgabe der
Torleute die Bälle nach vorne anzugreifen und stets den Körper hinter den Ball zu bringen. Die Taktik des Stellungsspieles und das Beherrschen des Torraumes wurden eindrucksvoll demonstriert. Der erfahrene Torwarttrainer Westig, der bereits im Nachwuchsleistungszentrum bei Borussia Dortmund
und im Profibereich bei Alemannia Aachen tätig war, gab den Trainern und Betreuern mit, dass es stets wichtig ist die Trainingseinheiten mit Spaß zu gestalten, vertrauen zu den Spielern aufzubauen und Druck von den Torleuten zu nehmen. Dann ist er sich sicher, wird sich der Erfolg von selbst einstellen.

25.04.2017