Landkarte - Kreis Odenwald

Fußballgeschichte im Odenwaldkreis

von Gerd Waßner

Geschichtliches nach Jahreszahlen:

 

1945/46: Am 16. Dezember wird die Verbandsrunde mit folgenden Vereinen begonnen: Erbach, Michelstadt, Neustadt, Beerfelden, Lützel-Wiebelsbach, Steinbach, Mümling-Grumbach, Höchst, Hainstadt, Kirch-Brombach, Sandbach, Rimhorn und Bad König. Meister wurde Erbach und stieg in die A-Klasse auf.

1946/47: In Finkenbach, Gammelsbach, Günterfürst, Haingrund, Schöllenbach, Reichelsheim, Rothenberg, Vielbrunn, Wald-Amorbach und Würzberg werden neue Fußballvereine oder Abteilungen gegründet.

1948/49: Am 16.06.1949 gründet der TSV Seckmauern eine Fußballabteilung.

1949/50: Im Kreis bestehen 25 Fußballvereine. Der VfL Michelstadt wird aufgrund des besseren Torverhältnisses Meister der B-Klasse vor dem TSV Neustadt und steigt in die A-Klasse, später II. Amateurliga, auf. Die A-Jugend des TSV Höchst wird Kreismeister und Bezirkmeister. Die KSG Fürstengrund wird Mitglied im Verband.

1950/51: Der KSV Mümling-Grumbach nimmt nach einjähriger Pause wieder den Spielbetrieb auf. TV Hetzbach, SSG Steinbuch und TSG Zell nehmen neu an den Punktrunden teil. Die SG Sandbach steigt nach einjährigem Gastspiel wieder aus der II. Amateurliga ab.

1952/53: Der TSV Kirch-Brombach und die SG Wald-Amorbach stellen ihren Spielbetrieb ein.

1955: Im Michelstädter Stadion erreicht am 10. August 1955 eine Odenwaldauswahl gegen den mehrfachen Deutschen Fußballmeister 1. FC Kaiserslautern vor über 10.000 Zuschauern ein 5:5-Unentschieden nach begeisterndem Spiel.

1956: Der TSV Neustadt wird Meister der A-Klasse und steigt in die II. Amateurliga auf.

1958/59: Die A-Klassen werden neu eingeteilt. Neun Mannschaften aus dem  Odenwaldkreis spielt mit zehn Mannschaften aus dem Kreis Dieburg zusammen. Drei Vereine des Kreises steigen nach Rundenende in die B-Klasse ab. Der TV Groß-Heubach (Kreis Miltenberg) nimmt unter dem Namen SV Bremhof an den Punktspielen im Kreis teil.

1961/62: Es wird eine C-Klasse gebildet mit zehn Mannschaften. In der B-Klasse spielen neun Mannschaften. Der 1960 gegründete SV Hummetroth nimmt an den Punktspielen teil. Der ISV Kailbach nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Der FC Erbach wird Meister der A-Klasse Süd und steigt in die Bezirksklasse auf.

1963/64: In Vielbrunn und in Sensbachtal wird wieder Fußball gespielt. Die Fußballer des Odenwaldkreises trauern um Willi Awenius (TSG Steinbach), der an den Folgen eines Sportunfalls im Alter von 21 Jahren gestorben ist. Der SV Bremhof löst sich wieder auf.

1965/66: Der TSV Bullau wird gegründet. Der weltbekannte Torhüter von Manchester-City, Bernd Trautmann, besucht mit einer englischen Jugendmannschaft den Odenwaldkreis.

1967/68: Die Gründungswelle im Fußball im Kreis setzt sich fort: Der SV Hilterklingen und die Spielvereinigung Kinzigtal werden ins Leben gerufen.

1969/70: Der Fußball im Kreis ist weiter im Aufwind: Der Fußball-Club Höchst wird gegründet und der GSV Breitenbrunn meldet für die Verbandsspiele erstmals eine Mannschaft. Der FC Rimhorn nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Die Fußballjugend unternimmt unter der Regie von Kreisjugendleiter Wilhelm Konrad eine Fahrt nach Spanien.

1971/72: Erstmals wird eine Damen-Fußballrunde mit den Mannschaften TV Hetzbach, TSV Höchst, SV Hummetroth, SV Lützel-Wiebelsbach, KSV Reichelsheim, SG Rothenberg, TSV Sensbachtal und TSG Zell durchgeführt.
Die Fuballjugend des Odenwaldkreises besucht Dänemark.

1973/74: Am 13.10.1973 feiert die Schiedsrichtervereinigung in der Erbacher Festhalle ihr 50jähriges Jubiläum. Am 08.08.1973 wird der SC Hassenroth gegründet. Der Fußballkreis trauert um den langjährigen Schiedsrichter-Obmann Karl Laumann, der am 01.08.1974 verstarb.

1975/76: Der SSV Brensbach (vorher Kreis Dieburg) nimmt erstmals an den Rundenspielen im Odenwaldkreis teil.
Die Inhaber der Trainer-B-Lizenz gründen eine Trainergemeinschaft, der Dieter Krämer (Erbach) bis 2000 vorsteht.
Beim Verbandstag in Grünberg wird die Einführung der Zeitstrafe beschlossen.
Die A-Jugend der SG Sandbach wird Bezirksmeister, steigt in die Verbandsklasse auf und spielt dort eine beachtliche Rolle.

1978/79: Die Damenmannschaft des KSV Reichelsheim wird Hessenpokalsieger und belegt in der Landesliga den zweiten Platz. Der TV Fränkisch-Crumbach nimmt erstmals an einer Verbandsrunde teil.

1979: Der FC Erbach wird Meister der A-Klasse und steigt in die Bezirksliga auf. In Beerfelden, Reichelsheim, Neustadt und Michelstadt werden von türkischen Gastarbeitern Fußballvereine gegründet.

1980: Der FC Erbach wird Meister der Bezirksliga und steigt in die Landesliga auf.

1981/82: Nach zwei Jahren Landesligazugehörigkeit schafft der FC Erbach im Jahr 1982 den Aufstieg in die Amateur-Oberliga Hessen, der bisher größte Erfolg einer Mannschaft aus dem Odenwaldkreis. Der SV Rehbach wird gegründet und nimmt an den Verbandsspielen 1982/83 teil. Türk Reichelsheim und Türk Breuberg ziehen ihre Mannschaften zurück.

1982/83: Der FC Erbach spielt eine beachtliche Rolle in der Oberliga Hessen. Die Odenwälder verzeichnen in den Heimspielen 23.650 Zuschauer, was einem Schnitt von 1.480 pro Spiel entspricht und sind damit hessenweit Spitze.

1984/85: Die SG Nieder-Kainsbach (bisher im Kreis Dieburg) kehrt in den Odenwaldkreis zurück.

1987: Beim Kreisfußballtag in Vielbrunn schied Kreisfußballwart Fritz Walter nach 40jähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch aus und wurde zum Ehrenkreisfußballwart ernannt. Neuer Kreisfußballwart wurde Horst Neff, der seit 1984 stellvertretender Kreisfußballwart war. Neff steht dem Fußballkreis bis heute noch vor (Stand November/2001).

1988/89: Der TSV Neustadt wird Bezirksmeister und steigt in die Landesliga Süd auf. Trauer und Bestürzung: Ehrenkreisfußballwart Fritz Walter ist am 29.12.1988 bei einem Urlaubsaufenthalt in Mittenwald überraschend verstorben.
Bei der Vereinsvertretertagung am 08.06.1988 wurde auf Vorschlag des Kreisfußballausschusses ein neuer Spielmodus beschlossen. Aus den Vereinen der B- und C-Klasse werden je zwei Qualifikationsgruppen gebildet, die im Play-Off-System Aufsteiger und Absteiger ausspielen. Die A-Jugend der TSG Steinbach wurde Bezirksmeister.

1989/90: Bei der Vereinsvertretertagung in Zell wurde beschlossen wieder zu eingleisigen B- und C-Ligen und zum gewohnten Spielsystem zurückzukehren. Der FC Erbach steigt nach siebenjähriger Zugehörigkeit zur Oberliga Hessen nach einer 2:4-Niederlage im Entscheidungsspiel in Griesheim gegen Viktoria Sindlingen in die Landesliga Süd ab. 
Türk Michelstadt wird nach mehreren unerfreulichen Vorkommnissen bei Spielen des Vereins vom Verbandsrechtsausschuß aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen und löst sich auf.

1990/91: Der TSV Neustadt steigt aus der Landesliga ab.

1992/93: Der FC Erbach steigt nach einer Entscheidungsrunde aus der Landesliga ab und wird auf eigenen Antrag in die A-Liga eingestuft. In Erbach gründet sich ein neuer türkischer Verein mit dem Namen ?Inter Erbach?.   

1993/94: Zwei überragende Erfolge sind zu vermelden: Der TSV Neustadt wird Meister der Bezirksoberliga und steigt in die Landeliga Süd auf. Der SV Beerfelden wird Meister der Bezirksliga Ost und steigt in die Bezirksoberliga auf. Inter Erbach nimmt erstmals an einer Punktrunde teil.

1994/95: Türk FV Wersau wird vom Kreisfußballausschuss zu einem halbjährlichen Spielverbot nach Ausschreitungen gegen den Schiedsrichter im Spiel gegen FSV Erbach und nach weiteren Vorkommissen verurteilt. Der FC Höchst wird Meister der Bezirksliga Ost und steigt in die Bezirksoberliga auf. Die Zahl der Vereine im Odenwaldkreis hat abgenommen, nachdem sich Spielgemeinschaften (SV Hiltersklingen, SV Mossau in SG Mossautal und TSG Steinbach, SV Rehbach in SG Steinbach) gebildet haben.
Die C-Liga wird  ab der Runde 1995/96 aufgelöst und in die B-Liga integriert.

1995/96: Beim Kreisfußballtag in Hetzbach wird Horst Neff für weitere drei Jahre zum Kreisfußballwart gewählt. Die TSG Bad König als A-Liga-Meister, der KSV Reichelsheim als Tabellenzweiter der A-Liga und die TSG Steinbach in der Relegation schaffen den Aufstieg in die Bezirksliga Ost. In der B-Liga wird der GSV Breitenbrunn Meister, Türk Beerfelden als Zweiter und Inter Erbach in der Relegation gegen den VfL Michelstadt schaffen ebenfalls den Aufstieg in die A-Liga.

1996/97: Türk Wersau wird wegen verschiedener schwerwiegender Vorkommisse vom Hessischen Fußball-Verband ausgeschlossen. Der TSV Sensbachtal weiht im November 1997 sein nach den neuesten Erkenntnissen in punkto Energiesparen gebautes Vereinsgebäude am Sportplatz ein.

1997/98: Der TSV Neustadt wird siebter in der Bezirksoberliga. Der SV Beerfelden steigt in die Bezirksliga Ost ab. Die TSG Steinbach wird Meister in der A-Liga. Die SG Sandbach (Meister B-Liga) und der VfL Michelstadt (Zweiter) steigen in die A-Liga auf. Es gibt bei den Punktrunden immer mehr Probleme mit den Reservemannschaften bei etlichen Vereinen, die wegen Spielermangels nicht antreten können. Kreisfußballwart Horst Neff appelliert an die Vereine, die Jugendarbeit zu intensivieren, damit Nachwuchs zu den Senioren stößt.

1998/99: Der FC Höchst wird Meister in der Bezirkskliga Ost und schafft damit zum zweiten Mal den Sprung in die Bezirksoberliga. Der TSV Neustadt steigt aus der Bezirksoberliga ab, die TSG Steinbach aus der Bezirksliga. Der VfR Würzberg wird mit 15 Punkten Vorsprung Meister der A-Liga, während der TSV Bullau und Inter Erbach absteigen. TV Fränkisch-Crumbach und SV Hummetroth steigen in die A-Liga auf.

1999/2000: Die TSG Bad König wird Meister in der Bezirksliga Ost und steigt in die Bezirksoberliga auf. Der TSV Neustadt zieht seine Mannschaft in der Bezirksliga Ost wegen Spielermangels noch vor Ende der Vorrunde zurück. Der FC Höchst schafft den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga. Die Frauenmannschaft des KSV Reichelsheim schafft als Tabellenzweiter der Landesliga Süd den Aufstieg in die Oberliga Hessen und der Frauenmannschaft des TSV Höchst gelingt als Meister der Bezirksoberliga der Aufstieg in die Landesliga Süd, während der FC Rimhorn aus dieser Klasse absteigen muss.
Beim Kreisfußballtag am 8. April 2000 in Reichelsheim wird der gesamte Kreisfußballausschuss mit Horst Neff an der Spitze für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Der KSV Mümling-Grumbach schafft als A-Liga-Meister den Aufstieg in die Bezirksliga Ost und der GSV Breitenbrunn gelingt als Tabellenzweiter in der Relegation der Aufstieg in die Bezirksliga Ost.
Aus einem Pressebericht über die Jahreshauptversammlung des FC Erbach  im Dezember geht hervor, dass der FC Erbach einen Schuldenstand von rund 420.000 Mark hat. Der beabsichtigte Verkauf des Vereinsheimes zur Tilgung der Schulden ist gescheitert. 

2000/2001: Die Trainergemeinschaft wird jetzt von Jürgen Diehl (Weiten-Gesäß) geleitet.
Der FC Höchst schafft in der Bezirksoberliga den Klassenerhalt, zieht seine Mannschaft aber aus finanziellen Gründen zurück und wird auf Wunsch in die A-Liga eingestuft. Die TSG Bad König steigt nach einjähriger Zugehörigkeit wieder aus der Bezirksoberliga ab. Aus der Bezirksliga Ost steigen der VfR Würzberg und GSV Breitenbrunn ab. Der TV Hetzbach wird Meister der A-Liga, die SG Rai-Breitenbach/Neustadt steigt ab. Meister der B-Liga wird die SG Nieder-Kainsbach, die TSG Zell steigt als Zweiter mit in die A-Liga auf. Nach einem Spielabbruch in Zell am 18. April und tätlichen Angriffen auf den Schiedsrichter durch Spieler von Inter Erbach wird Inter Erbach ein dreimonatiges Spielverbot vom Kreisrechtsausschuss auferlegt. Drei türkische Spieler werden fast ein Jahr gesperrt.
Der Fußball im Odenwaldkreis ist weiter rückläufig. Es herrscht allgemein ein Mangel an Spielern für die Seniorenmannschaften. Den Spielbetrieb ganz eingestellt haben bereits der SV Rehbach und die SSG Steinbuch. Der TSV Neustadt und die KSG Rai-Breitenbach sowie seit einigen Jahren schon der SV Mossau und der SV Hiltersklingen sind Spielgemeinschaften eingegangen und ab der Saison 2001/2002 bilden der FC Erbach und der FSV Erbach die Spielgemeinschaft (SG) Erbach. Der Fußball war von jeher Höhen und Tiefen unterworfen. Auch in früheren Jahren haben Vereine aufgehört. So der VfL Höchst, die KSG Fürstengrund, der SV Blau-Gelb Michelstadt, die SG Wald-Amorbach, der FV Olympia Breuberg und auch die türkischen Vereine in Reichelsheim, Wersau und Michelstadt lösten sich wieder auf.

2001/2002: Die Frauenmannschaft des KSV Reichelsheim bildet eine Spielgemeinschaft mit der SG Modau und belegt in der Oberliga einen guten Mittelfeldplatz. Die Fußballerinnen des FC Rimhorn werden Meister der Bezirksoberliga und steigen in die Landesliga Süd auf. Der FC  Erbach und die FSV Erbach bilden unter dem Namen SG Erbach eine Spielgemeinschaft, die aber in der B-Liga nur eine mäßige Rolle spielt. Bei der Jahreshauptversammlung des FC Erbach, Ende Mai 2002, wurde bekannt, dass die Stadt Erbach das Vereinsheim des FC Erbach ankaufen wolle und damit der Verein dann schuldenfrei werde. Die SSG Steinbuch kann wegen Spielermangels nicht mehr an der Punktrunde der B-Liga teilnehmen. Der TV Hetzbach steigt nach einjährigem Gastspiel wieder aus der Bezirksliga Ost ab. Der SV Beerfelden verliert die Relegation gegen den Tabellenzweiten der A-Liga, TV Fränkisch-Crumbach und steigt aus der Bezirksliga Ost ab, während Fränkisch-Crumbach neben dem Meister der A-Liga, TSV Seckmauern, der Aufstieg in die Bezirksliga Ost gelingt. Der KSV Reichelsheim  wird Dritter der Bezirksliga Ost. Die TSG Steinbach, die SG Mossautal und der GSV Breitenbrunn als Relegationsverlierer gegen Türk Breuberg, steigen aus der A-Liga ab. Der VfL Michelstadt wird Meister der B-Liga und damit Aufsteiger in die A-Liga neben Türk Breuberg. Der FC Finkenbach weiht sein neues Funktionsgebäude am Sportplatz ein, bei dem Vereinsmitglieder über 15.000 Eigenhilfestunden geleistet haben.   

2002/2003: Bei der Vereinsvertretertagung in Zell  am 22. April lehnen 40 Vereine ein Mitspielen der Reservemannschaften in Konkurrenz, wie dies vom HFV propagiert wird, ab. Nur der VfL Michelstadt sprach sich dafür aus. Die Reserven der Vereine der Bezirksliga Ost nehmen an einer neugebildeten C-Liga Dieburg am Spielbetrieb teil. Die Reserve des VfL Michelstadt spielt in Konkurrenz in der B-Liga.  
Türk Spor Beerfelden weihte am 15. Juni 2002 sein neuerbautes Vereinsheim am alten Beerfelder Sportplatz ein. Nach einem  Spielabbruch im Spiel gegen den TSV Bullau wird Inter Erbach ein halbjähriges Spielverbot bis Mai 2003 auferlegt.
In der Bezirksliga Ost führt der KSV Reichelsheim nach Abschluss der Vorrunde die Tabelle an, belegt am Ende aber nur Platz vier. Meister und Aufsteiger in die Bezirksoberliga wird Hassia Dieburg. SV Sickenhofen schafft in der Relegation den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Absteigen müssen KSV Mümling-Grumbach, KSV Urberach und der TV Fränkisch-Crumbach als Relegationsverlierer. Meister der A-Liga und Aufsteiger in die Bezirksliga Ost wurde Türk Beerfelden vor SV Hummetroth. Absteiger B-Liga sind FC Rimhorn, SV Lützel-Wiebelsbach und TSV Hainstadt. B-Liga-Meister wird ISV Kailbach. TSV Günterfürst als Zweiter und die SG Erbach als Relegationssieger gegen Hainstadt schaffen ebenfalls den Aufstieg. Die Runden verlaufen ohne größeren Vorkommnisse.
Als der Fußballkreis Dieburg überraschend mitteilt, dass die Reserven der Kreisvereine in der Bezirksliga Ost nicht mehr in der dortigen C-Liga in Konkurrenz mitspielen können, stand der Kreisfußballausschuss vor dem Problem, diese Teams in der B-Liga unterbringen zu müssen. Nach langen Diskussionen einigte man sich darauf, die B-Liga in zwei Gruppen (zwölf und elf Vereine) spielen zu lassen. Die jeweiligen Gruppenersten spielen den Meister aus, die Zweiten den Relegationsteilnehmer. Außerdem wird ein Liga-Pokal ausgetragen, um den  Mannschaften mehr Spielmöglichkeiten zu bieten. Die vom Kreisfußballausschuss geplante Play-Off-Runde und eine B-Liga-Runde mit 21 Vereinen (ohne Reserveteams FC Höchst, TSV Höchst) wurde vom Verband abgelehnt. Günter Ihrig (SV HIltersklingen) ist im Alter von 70 Jahren am 9. Juni 2003 verstorben. Er hat sich bleibende Verdienste in seinem Verein und im Kreisfußballausschuss als Klassenleiter erworben.

2003/2004: Nach anhaltenden Diskussionen einigt sich der Kreisfußballausschuss darauf, die beiden B-Liga-Gruppen nicht nach regionalen Gesichtspunkten einzuteilen, sondern die Mannschaften nach Möglichkeit in einer Gruppe spielen zu lassen, die Reserven melden, damit diesen auch ausreichend Spielmöglichkeit gegeben wird.
Die Runden in allen Klassen verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Der in der B-Liga ausgespielte Liga-Pokal erweist sich als Flop. Lösung. Das Interesse an den Spielen ist dürftig. In der Bezirksliga Ost schafft der KSV Reichelsheim als Tabellenzweiter das angestrebte Ziel, den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Der SV Beerfelden kehrt als Meister der A-Liga nach dem Abstieg sofort wieder zurück in die Bezirksliga Ost und auch der Zweite der A-Liga, SV Hummetroth, steigt in die Bezirkskiga auf. Während SG Nieder-Kainsbach, TV Hetzbach und SG Sandbach in die B-Liga absteigen, kehrt die KSG Vielbrunn als Meister der B-Liga nach langen Jahren wieder in die A-Liga zurück. Der TSV Bullau kam nach einem zuerst 11:2 und dann korrigerten 12:2-Sieg und anschließendem Rechtsausschussurteil bei der Reserve des FC Höchst als Gruppenerster der B-Liga Gruppe II in die Relegation mit dem Viertletzten der A-Liga, FV Mümling-Grumbach, verlor aber beide Spiele klar. Die Fußballfrauen des FC Rimhorn steigen aus der Landesliga Süd in die Bezirksoberliga ab. Die B-Jugend der SG Sandbach behauptet sich in der Oberliga Hessen durch einen 10. Teballenplatz.
Beim Kreisfußballtag am 27. März in Finkenbach wurde mit Wilhelm Paulus (TSG Steinbach) ein neuer Kreisfußballwart gewählt. Horst Neff (TSG Zell) kandidierte nicht mehr und wurde zum Ehrenkreisfußballwart ernannt. Armin Rinnert (SV Hummetroth) für Johann Weyrich (KSG Vielbrunn) als Stellvertreter, Klaus Deitrich (KSG Vielbrunn) als Rechner für Gottfried Matiaske (SG Sandbach), Bernd Köbler (Michelstadt) als Pressewart und Schriftführer für Gerd Waßner (TSG Steinbach), Wolfgang Altmeyer als Rechtswart, Willy Schwarz (TSG Zell) als Webmaster, Gerd Brechenser (FC Finkenbach) als Klassenleiter der B-Liga und Jürgen  Diehl (Weiten-Gesäß) als Vorsitzender der Trainergemeinschaft und Beauftragter für Freizeitfußball komplettieren den neuen Kreisfußballausschuss. Gerd Waßner fungiert weiter als Ehrenamtsbeauftragter im Kreisfußballausschuss. Bestätigt wurde auch der Kreissschiedsrichterausschuss mit Hartmut Schwöbel (SG Sandbach) als Obmann an der Spitze und der Kreisjugendfußballausschuss mit Dietmar Flath (SV Lützel-Wiebelsbach) als Kreisjugendfußballwart ander Spitze.

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