Zukunftsstrategie Amateurfußball: Kreisdialog in Büdingen

Am vergangenen Montag lud der Kreisfußballausschuss das HFV-Präsidium zum gemeinsamen Dialog ins Dorfgemeinschaftshaus nach Hainchen ein. Knapp drei Stunden diskutierten die knapp 25 Vertreter wichtige Fragen und Herausforderungen rund um den Fußball im Kreis Büdingen.

Kreisfußballwart Jörg Hinterseher zeigte sich zufrieden: „Das Format Kreisdialog ist eine hervorragende Gelegenheit für meine Kollegen aus dem Kreisfußballausschuss, direkt mit Präsidiumsvertretern in den Austausch zu treten. Wir haben heute Abend viele Themen konstruktiv, aber auch durchaus kritisch beleuchtet.“

HFV-Präsident Stefan Reuß informierte zu Fördermaßnahmen im Bereich Sportinfrastruktur und klärte zum Grundlagenvertrag von DFB und DFL auf. In diesem Zusammenhang unterstrich Reuß nochmals, „dass die hessischen Fußballvereine mit ihren gesamten Beiträgen und Zahlungen den Hessischen Fußball-Verband nur zu ca. 25 % finanzierten. Auf der anderen Seite profitieren die Vereine mittel- oder unmittelbar von 100% der Leistungen und Angebote, die der HFV erbringt.“

Ein zentrales Thema des Kreisdialoges war der Schulfußball. Gemeinsam wurden Ideen und Ansätze entwickelt, wie noch stärker Kontakte zu Schulen geknüpft und Fußball-AGs zur Stärkung der umliegenden Fußballvereine implementiert werden können. Darüber hinaus wurden Herausforderungen und Problematiken in den Bereichen Spielbetrieb und Qualifizierung thematisiert.

Mit dem Vereinsservice-Assistenten testet der Fußballkreis Büdingen seit zwei Jahren den Einsatz eines hauptamtlichen Beraters zur Unterstützung der Vereine und des Kreisfußballausschusses. Die Mitglieder des KFA zeigten sich grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Vereinsservice-Assistenten und wünschen sich eine Fortsetzung des Projekts. „Ich hoffe, dass wir auch langfristig auf die Unterstützung des Vereinsservice-Assistenten bauen können. Gerade im Bereich Schulfußball können wir zusätzliche Manpower gut gebrauchen“, so Gerhard Schröder.

Der Kreisdialog ist ein Bestandteil des DFB-Masterplans, der im Rahmen des Amateurfußball-Kongresses in Kassel 2012 durch die Basis des deutschen Fußballs erarbeitet wurde. Kernziel des DFB-Masterplans ist die Zukunftssicherung des Amateurfußballs. Handlungsfelder des Masterplans sind die drei Säulen „Kommunikation“, „Flexibilisierung des Spielbetriebs“ und „Vereinsservice“. Neben der Amateurfußball-Kampagne mit dem Slogan „Unsere Amateure. Echte Profis“ und dem Vereinsdialog bildet der Kreisdialog das Herzstück im Bereich der „Kommunikation“, um eine Regelkommunikation zwischen Kreis- und Verbandsebene zu schaffen.


Zukunftsstrategie Amateurfußball – Kreisdialog

Der Masterplan des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für den Amateurfußball geht in die zweite Runde. Als ein gemeinsames Führungs- und Steuerungselement für die Zusammenarbeit des DFB und der Landesverbände enthält er direkte sowie indirekte Maßnahmen zur Unterstützung der Amateurfußballvereine. Der Masterplan für die Jahre 2017 bis 2019 enthält 22 Themenfelder. Heute im Fokus: der Kreisdialog.
 
Die Kreisfußballausschüsse sind wichtige Unterstützer, wenn es um die hessenweite Umsetzung der Maßnahmen bis in die Mannschaften aller Vereine hinein geht. Erst wenn alle Aktionen in den hessischen Vereinen spürbar werden, ist die Umsetzung als wirklicher Erfolg einzustufen. Daher ist es sehr wichtig, dass insbesondere auch die Verbandsmitarbeiter auf Kreisebene in die Gestaltung und Umsetzung eingebunden werden.

Zum Kreisdialog besucht das gesamte HFV-Präsidium einzelne Kreisfußballausschüsse vor Ort. Thematisch richtet sich der Workshop ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen des Kreises. Im Rahmen des Kreisdialoges werden nicht nur Informationen aus erster Hand rund um den Masterplan Amateurfußball weitergegeben, sondern auch in einem offenen Dialog die Umsetzungsziele auf Kreisebene sowie dabei entstehende Herausforderungen diskutiert. Immer im Blick: „Wie schaffen wir es, dass die Vereine und der Amateurfußball in Hessen von den Maßnahmen des Masterplans profitieren und diese dort auch wahrgenommen werden?“

Ziel des Kreisdialoges ist eine Strategieentwicklung für den Fußballkreis, aber insbesondere auch für den gesamten HFV: Welche Ziele hat der Fußballkreis? Wo soll der HFV in fünf Jahren stehen? Was brauchen unsere Vereine? Dabei soll alles zur Sprache kommen, was den jeweiligen Kreis bewegt: Herausforderungen und Probleme der täglichen Arbeit ebenso wie Anregungen und Verbesserungsvorschläge. In diesem Jahr besucht das Präsidium insgesamt vier Kreisfußballausschüsse: Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Biedenkopf und Odenwald.

HFV-Kreisdialog