Durchführungsbestimmungen zu den §§ 71, 73 und 73a der Spielordnung für die Spielzeit 2019/20

Der Verbandsausschuss für Spielbetrieb und Fussballentwicklung hat in seiner Sitzung am 29.Juni 2019 folgende Durchführungsbestimmungen zu den § 71, 73, 73a der Spieordnung beschlossen 

1.Prüfung und Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigung nach §§ 71, 73 Spielordnung
1.1.Hinweis an alle Vereine
Allen Vereinen wird empfohlen, ein Bild ihrer Spieler/- innen in die Spielberechtigungsliste des DFBnet hochzuladen, um so möglichen Problemen bzgl. der Legitimation von Spielern vorzubeugen.

1.2.Vorzulegende Unterlagen
Der Platzverein hat dem Schiedsrichter und dem Gastverein eine Möglichkeit zur Bearbeitung des elektronischen Spielberichts rechtzeitig vor Spielbeginn zur Verfügung zu stellen.
Außer in den unter 2.1. aufgeführten Spielklassen sind in allen anderen Spielklassen 30 Minuten vor Beginn eines Spieles dem Schiedsrichter von beiden Mannschaften die Spielerpässe unaufgefordert vorzulegen. Diese stehen dem Schiedsrichter bis nach Spielschluss zur Verfügung.

1.3.Reihenfolge der Prüfungen
Der Schiedsrichter überprüft die Spiel- und Einsatzberechtigung anhand des Spielberichtes und den vorgelegten Spielerpässen.

1.4Ersatzlegitimation
Ist der Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigung anhand der unter 1.3 aufgeführten Varianten nicht möglich, kann sich der Spieler durch die Vorlage der ausgedruckten Spielberechtigungsliste mit Spielerfoto, eines Personalausweises, Reisepasses oder Führerscheins ersatzweise legitimieren. Asylbewerbern und Flüchtlingen können sich durch Vorlage folgender Dokumente legitimieren: Duldung, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltstitel, Personalausweis des Heimatlandes jeweils mit Lichtbild.

1.5Hinweispflicht des Schiedsrichters bei fehlender Legitimation
Die Schiedsrichter sind dazu angehalten, den jeweils betroffenen Verein auf das Fehlen von Pässen, das Fehlen von Ersatzlegitimationsdokumenten im Sinne des § 71 Nr. 2 Spielordnung oder auf ein fehlendes Spielrecht hinzuweisen. Die Schiedsrichter sollen im Spielbericht unter „sonstige Vorkommnisse” berichten, falls sie die Vereine auf fehlende Legitimationsdokumente hingewiesen haben.
Die Vereine sind, insbesondere unabhängig von der Tatsache, ob ein Hinweis durch den Schiedsrichter erfolgt oder nicht, für die Richtigkeit der Eintragungen im Spielbericht und den Nachweis für die Spiel- und Einsatzberechtigung ihrer Spieler/-innen allein und voll verantwortlich. Insofern haben die Vereine die Rechtsfolgen bzgl. des Einsatzes von nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spielern/-innen zu tragen.

1.6.Eintragungen im Spielbericht
Konnten sich Spieler nur mit Hilfe eines Personalausweises, Reisepasses oder Führerscheins ersatzweise legitimieren, ist dies vom Schiedsrichter im Spielbericht unter „besondere Vorkommnisse“ zu vermerken. Die Vereine müssen dann innerhalb von 4 Tagen nach dem Spiel ein Spielerfoto in die Spielberechtigungsliste laden oder den Spielerpass vorlegen.

1.7Gesichtskontrolle und Einsichtnahme Pässe
Eine sog. Gesichtskontrolle ist nicht mehr verpflichtend. Dem Schiedsrichter ist es jedoch nicht untersagt, geäußerten oder bestehenden Zweifeln an der Spiel- oder Einsatzberechtigung einzelner Spieler/-innen nachzugehen. Sollte ein Verein im Einzelfall berechtigte Zweifel hinsichtlich der Spiel- und Einsatzberechtigung eines Spielers/-in haben, so kann dies dem Schiedsrichter weiterhin mitgeteilt werden, woraufhin der Schiedsrichter, falls erforderlich, dann im Rahmen der sogenannten „Gesichtskontrolle“ die Identität sowie die Rückennummer des Trikots, des betreffenden Spielers punktuell überprüfen soll. Über entsprechende Vorgänge (bspw. Anzeigen und durchgeführte Kontrollen) ist im Spielbericht unter „sonstige Vorkommnisse” zu berichten.
Der Spielführer sowie der Mannschaftsbegleiter des jeweiligen Vereins haben das Recht die Spielerpässe einzusehen. Diese können bis unmittelbar vor dem Spiel auf den Schiedsrichter zugehen und sich bei diesem über die Richtigkeit der Eintragungen im Spielbericht und den Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigungen der einzusetzenden Spieler/-innen vergewissern, um Missverständnisse bereits im Vorfeld auszuräumen.

2.Prüfung und Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigung in besonderen Spielklassen nach § 73a Spielordnung
2.1.Festlegung der Spielklassen
Nach den Bestimmungen des § 73a der Spielordnung werden für die nachstehend aufgeführten Spielklassen die Prüfung sowie der Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigung abweichend von den Bestimmungen der §§ 71, 73 Spielordnung angepasst.

2.1.1.Spielklassen auf Verbandsebene
Herren: Hessenliga, Verbandsligen, Gruppenligen, Hessenpokal
Frauen: Hessenliga, Verbandsligen, Gruppenligen

2.1.2.Herren-Spielklassen auf Kreisebene (in alphabetischer Reihenfolge der Kreise)
Alsfeldalle Spielklassen
BergstraßeKreisoberliga
Büdingenalle Spielklassen
Frankfurtalle Spielklassen
Fuldaalle Spielklassen
Groß-GerauKreisliga A
Hersfeld-RotenburgKreisliga A2
Hochtaunusalle Spielklassen
Hofgeismar/Wolfhagenalle Spielklassen
Lauterbach/Hünfeldalle Spielklassen
Limburg/WeilburgKreisoberliga
Maintaunusalle Spielklassen
Marburgalle Spielklassen
Offenbachalle Spielklassen
Rheingau-Taunusalle Spielklassen
Schlüchternalle Spielklassen
Schwalm-EderKreisoberliga
Waldeckalle Spielklassen
WetzlarKreisliga A
Wiesbadenalle Spielklassen

2.2.Verpflichtungen für die Vereine
Vereine deren Mannschaften in den unter 2.1. aufgeführten Spielklassen am Spielbetrieb teil-nehmen, sind verpflichtet, für Spieler/-innen ein Bild in die Spielberechtigungsliste des DFBnet hochzuladen. Die Spieler/-innen müssen auf dem Bild mit Schulterbereich eindeutig identifizier-bar sein. Das Hochladen der Bilder hat bis spätestens einen Tag vor dem ersten Spieltag der aktuellen Spielzeit der jeweiligen Spielklasse zu erfolgen.
Für Spieler/-innen der oben genannten Spielklassen, die erst nach dem ersten Spieltag der Spielberechtigungsliste des jeweiligen Vereins hinzugefügt werden, ist ebenfalls unverzüglich ein Bild in die Spielberechtigungsliste des DFBnet hochzuladen.
Weiterhin sind von den Vereinen ein aktueller Ausdruck der Spielberechtigungsliste mit Spielerfotos sowie die Spielerpässe zu den Spielen mitzuführen. Diese soll vornehmlich der Legitima-tion dienen, sofern kein Zugriff auf die Spielrechtsprüfung im DFBnet besteht.

2.3.Kontrolle der Spiel- und Einsatzberechtigung
2.3.1.Vorzulegende Unterlagen
Der Platzverein hat dem Schiedsrichter und dem Gastverein eine Möglichkeit zur Bearbeitung des elektronischen Spielberichts rechtzeitig vor Spielbeginn zur Verfügung zu stellen.
Falls kein Zugriff auf den elektronischen Spielbericht besteht, sind dem Schiedsrichter vor dem Spiel ein ausgefüllter Spielberichtsbogen sowie von beiden Vereinen der Ausdruck der Spielberechtigungsliste mit Spielfotos zu übergeben.
Für Spieler, für die kein Bild in der Spielberechtigungsliste hochgeladen ist, sind die Vereine verpflichtet, unaufgefordert den Spielerpass beim Schiedsrichter vorzulegen.

2.3.2.Reihenfolge der Prüfungen
Der Schiedsrichter überprüft die Spiel- und Einsatzberechtigung je nach den vorhandenen Möglichkeiten mit folgender Priorität:
a)Spielrechtsprüfung mit dem elektronischen Spielbericht im DFBnet
b)Ausgedruckter Spielbericht und ausgedruckte Spielberechtigungslisten mit Spielerfotos
c)Spielrechtsprüfung mit dem elektronischen Spielbericht im DFBnet und vorgelegtem Spielerpass
d)Ausgedruckter Spielbericht und vorgelegtem Spielerpass
2.3.3.Ersatzlegitimation
Ist der Nachweis der Spiel- und Einsatzberechtigung anhand der unter den Buchstaben a) bis d) aufgeführten Varianten nicht möglich, kann sich der Spieler durch die Vorlage eines Personalausweises, Reisepasses oder Führerscheins ersatzweise legitimieren. Asylbewerbern und Flüchtlingen können sich durch Vorlage folgender Dokumente legitimieren: Duldung, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltstitel, Personalausweis des Heimatlandes jeweils mit Lichtbild.

2.4Hinweispflicht des Schiedsrichters bei fehlender Legitimation
Die Schiedsrichter sind dazu angehalten, den jeweils betroffenen Verein auf das Fehlen von hochgeladenen Bildern, fehlenden Pässen, das Fehlen von Ersatzlegitimationsdokumenten im Sinne der Nr. 2.3.3. oder auf ein fehlendes Spielrecht hinzuweisen. Die Schiedsrichter sollen im Spielbericht unter „sonstige Vorkommnisse” berichten, falls sie die Vereine auf fehlende Legitimationsmittel hingewiesen haben.
Die Vereine sind, insbesondere unabhängig von der Tatsache, ob ein Hinweis durch den Schiedsrichter erfolgt oder nicht, für die Richtigkeit der Eintragungen im Spielbericht und den Nachweis für die Spiel- und Einsatzberechtigung ihrer Spieler/-innen allein und voll verantwortlich. Insofern haben die Vereine die Rechtsfolgen bzgl. des Einsatzes von nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spielern/-innen zu tragen.

2.5.Eintragungen im Spielbericht
Konnten sich Spieler nur nach 2.3.3 legitimieren, ist dies vom Schiedsrichter im Spielbericht unter „besondere Vorkommnisse“ zu vermerken. Die Vereine müssen dann innerhalb von 4 Tagen nach dem Spiel ein Spielerfoto in die Spielberechtigungsliste laden oder den Spielerpass vorlegen.

3.Freigabe des elektronischen Spielberichtes durch die Schiedsrichter
Die Schiedsrichter haben den elektronischen Spielbericht bis spätestens 60 Minuten nach dem jeweiligen Spielende freizugeben. In besonderen Ausnahmefällen, insbesondere wenn der Schiedsrichter anschließend ein weiteres Spiel leitet oder ein technisches Problem vorliegt, welches die Eingabe verhindert, kann von der Eingabefrist abgewichen werden. In solchen Ausnahmefällen ist der Klassenleiter zu informieren. Die Eintragungen sind in diesen Fällen unmit-telbar nach Wegfall des hindernden Ereignisses vorzunehmen.

Diese Durchführungsbestimmungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft und gelten zunächst befristet bis zum 30.06.2020.

Hier können Sie die Durchführungsnestimmungen als PDF-Datei herunterladen