Jeder Verein und jeder Platz haben dabei natürlich unterschiedliche Voraussetzungen: Lage, Beregnung, Nutzungsintensität sowie Aufbau oder die Verfügbarkeit finanzieller Mittel beeinflussen die Ausgestaltung des Pflegekonzeptes. Doch wie lässt sich ein individueller Pflegeplan unter Berücksichtigung aller Ansprüche erstellen?
Information – Visuelle Einschätzung – Prüfung bilden die drei Säulen für ein fundiertes Pflegemanagement und die Dimensionierung notwendiger Regenerationsmaßnahmen.
Die Grundlage bilden die Angaben zur Nutzungsintensität und Wartung sowie Aufbau, Besonderheiten und Probleme. Diese werden von den Vereinen bereitgestellt. Bei der Besichtigung des Platzes erfolgt dann eine erste visuelle Einschätzung. Unsere Bereichsleiter untersuchen die Fläche unter anderem auf Fehlstellen, Fremdbesatz durch Unterkräuter sowie auf Unebenheiten. Die Färbung der Gräser gibt bereits Aufschluss über die Nähstoffversorgung. Auch die Zugänglichkeit des Geländes für Spezialmaschinen wird aufgenommen. Zur Prüfung der nicht sichtbaren Beschaffenheit des Platzes stehen im dritten Schritt eine Auswahl an Prüf- und Messinstrumenten zur Verfügung. In Ihrer Gesamtheit zeichnen Sie ein professionelles Bild des Ausgangszustandes. Besonders dienlich sind der Profilspaten, ein Bodenfeuchtesensor, ein Boden-Penetrometer sowie seit diesem Jahr der „Clegg Hammer“. Die Messungen werden, je nach Problemstellung an mehreren Messpunkten über das Spielfeld verteilt vorgenommen.
Von zentraler Bedeutung ist der Profilspaten: das Gerät ermöglicht die Entnahme von Bodenproben zur Begutachtung des strukturellen Aufbaus. Diese Proben erlauben Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Substrats, die Bestimmung des Pflegehorizontes, Filz sowie Wurzeltiefe und -dichte. Außerdem können Sperrschichten identifiziert werden, die die Wasserdurchlässigkeit oder das Wurzelwachstum behindern.
Das Boden-Penetrometer wird eingesetzt horizontweise die Verdichtung des Bodens zu messen. Der Eindringwiderstand, der mit Hilfe dieses Gerätes bestimmt wird, gibt an wo das Wurzelwachstum nicht ausreichend möglich ist. Hier würde gegebenenfalls eine Aerifizierung oder Tiefenlockerung durchgeführt werden.
Der Clegg Hammer prüft die Spielfeldoberfläche: gemessen wird der elastizitäre Kraftabbau der obersten Tragschicht oder einfacher ausgedrückt – die Härte der Oberfläche. Ist diese zu weich, ist die Scherfestigkeit der Tragschicht zu erhöhen. Ist sie indes zu hart empfiehlt sich ebenfalls eine Bodenlockerung.
Ein Gerät zur Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit wird schließlich eingesetzt, um trockene Bereiche zu identifizieren und den besten Beregnungszeitpunkt zu bestimmen. Sinnvoll ist weiterhin die Messung der elektrischen Leitfähigkeit, die außerhalb der Grenzwerte auf eine unerwünschte Salzanreicherung hindeutet.
Jeder Rasenplatz stellt ein komplexes System mit individuellen Bedürfnissen dar. Die vorgestellten Prüfmethoden helfen nicht nur bei der Ausgestaltung eines qualitatives Pflegemanagements, sondern dienen auch der Überprüfung ihrer Wirksamkeit und sind somit Erfolgskontrolle. Langfristig können hohe Qualitätsstandards etabliert und gehalten werden.
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Schmitt Sportplatzbau: Unser Qualitätsanspruch für euren Rasen
23. Oktober 2025
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