Rundenbesprechung im Zeichen von Corona, Platzsperren, Hygienekonzepten und Desinfektionspausen

23. August 2020 · Kreis Wetzlar · von: ebi klotz

Unter ganz besonderen Bedingungen fanden im Sportheim des FC Werdorf die Rundenbesprechungen der Kreisfußballigen Wetzlar statt. Unter Beachtung von Datenerhebungen und Desinfektionsbestimmungen hatte Kreisfußballwart Alexander Neul die Vertreter der Vereine geladen. Nur jeweils ein Vertreter, Mund-Nasebedeckung und eigene Schreibutensilien seien mitzubringen.

Vorbereitung auf die Rundenbesprechungen mit KFW Alexander Neul, KJW Thorsten Riederer und Kreisadministratorin Anna Claudy.

Aber nicht nur diese Maßnahmen und Einschränkungen begleiteten die Versammlung. Fehlende Hygienekonzepte einzelner Vereine, gesperrte Plätze und Vorgaben der städtischen Gremien zur zeitlichen Nutzung und Desinfektion der genutzten Räumlichkeiten erschwerten die Findung der Spieltermine für die Hinrunde 20/21. Alexander Neul informierte die anwesenden über die Besonderheiten und Vorgaben, um die große Zahl der Spiele durchführen zu können. So sei Diplomatie, Fingerspitzengefühl und Fairplay gefragt, wenn es um Verlegungen und Platzsperren gehe. Auch müssten sich alle Vereine darauf einstellen, um die Durchführung der Spieltage zu gewährleisten, dass es am Spieltag zum Tausch des Heimrechts kommen könnte. Kooperation und Teamgeist, so der gesamte Kreisfußballausschuss unisono, seien in diesen schwierigen Zeichen mehr denn je gefragt. Aus dem Kreissportgericht appellierte der Vorsitzende Heinz Dorfmüller an die Vernunft und Rücksicht aller Vereine. Bilder im Netz, wo anlässlich von Testspielen Abstandsregeln und Mund-Nasebedeckungspflicht völlig missachtet wurden, „führen zwangsläufig zu Strafen und Sperren durch die Verwaltung der Städte und Gemeinden. Auch das Verbandsgericht stellt sich diesem Thema und berät über die Maßnahmen seitens der Verbände, wenn sich weitere Verstöße zeigen“, so Dorfmüller weiter. Die Zuständigkeiten in der Gerichtsbarkeit bleiben unverändert. Marcel Rühl, Kreisschiedsrichterobmann, griff die Problematik des neuen Spielberichts auf. Hier seien die Unwegsamkeiten bekannt und bereits in Bearbeitung. Die Vereine müssen in Eigenverantwortung nichtneutrale Schiedsrichterassistenten einpflegen und sich intensiver mit den neuen Formularen befassen. Nichtsdestotrotz sei vorm Spiel ein Spielbericht ausgedruckt vorzulegen und das Spiel online freizugeben, anders könne kein Spiel angepfiffen werden. Nicht nur im Zuge der Hygienekonzepte sollten die Schiedsrichterkabinen in einem ordentlichen und sauberen Zustand zu sein und den Spielleitern, insbesondere bei den derzeitigen Temperaturen, ausreichend Getränke zur Verfügung zu stellen. Im Regelwerk gibt es nur kleinere Veränderungen, über die die einzelnen Vereine informiert werden. Bedenklich ist der Rückgang der Schiedsrichterzahlen. In Verbindung mit dem Mehrbedarf an Gespannen in höheren Ligen könnte dies vereinzelt dazu führen, dass in den unteren Klassen Spiele ohne offizielle Spielleitung stattfinden könnten. Die Abstimmung der Spielpläne wurde dann teilweise zur Mammutaufgabe. So waren neben den Verbandsvorgaben auch die Besonderheiten der Stadt zu beachten. Hier legte das Sportamt einen verpflichtenden Zeitplan zur Belegung der Spielstätten vor. Dieser war unter Berücksichtigung von Desinfektionsmaßnahmen und Belüftungsmaßnahmen so gestaltet, dass zwischen den Anpfiffen zweier Spiele mindestens 3 Stunden liegen müssen. So kommt es zu vielen Spielverlegungen und auch einer großen Zahl an Wochenspielen. Schlussendlich gab es vielerlei Unmut bei den Vereinen jedoch konnte am Ende für alle Klassen ein Spielplan gefunden werden, bei dem letztlich noch Kleinigkeiten abgestimmt werden müssen.

Trotz aller Schwierigkeiten und Problemen, es gab auch Erfreuliches zu berichten. So konnten die jeweiligen Meister und Aufsteiger der abgelaufenen Saison durch den Kreisfußballwart, Alexander Neul ausgezeichnet werden.

So gingen die Urkunden für die Meister der A-Liga an das Team von Tük-Ata/Türk Gücü, in der B-Liga und B-Liga Reserve an den RSV Büblingshausen. Die beiden Meisterteams in den beiden C-Ligen stellten die Vereine aus Berghausen und Waldsolms.

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