Futsal – Hallenkreismeisterschaften kritisch betrachtet

03. Februar 2020 · Allgemein · von: Emil Hahner

Da gibt es nicht mehr viel schönzureden !

Den 9 Mannschaften (im vergangenen Jahr waren es noch 27 !), die letztendlich noch am finalen Turnier in Künzell (26.1.20) teilgenommen haben, gilt ein großes Dankeschön. Damit konnte – zumindest nach außen hin – noch die Tradition gewahrt bleiben, dass im Fußballkreis Fulda auch in der Saison 2019/2020 eine Fußball (Futsal) -Hallenkreismeisterschaft stattgefunden hat.

Bereits im Vorfeld kämpfte Turnierleiter Gerhard Wiegand einen regelrechten Kampf gegen Windmühlen und holte sich eine Absage nach der anderen. Das alles kommt auch im Arbeitskreis der Mitglieder des Kreisfußballausschusses nicht gut an, selbst wenn dort die gesamte Entwicklung mit all seinem Für und Wider seit Jahren aufmerksam und auch mit Sorge beobachtet wird.

Mit Blick auf den Trend im vergangenen Jahrzehnt ist aus einem regelrechten „Hallenboom“ eine Pseudoveranstaltung geworden, die droht, aus dem Fußball-Winterprogramm gestrichen zu werden und in der Interessenlosigkeit zu verschwinden.

Zahlreiche Fakten gehören da auf den Prüfstand;

  •          Futsal oder wieder die alten Hallenregeln
  •          Rundumbande, größere Tore,
  •          attraktivere Gestaltung des gesamten Turniers;
  •          die Mannschaften nach Liga-Zugehörigkeit bewerten und damit eine bessere Chancengleicheit zu gewährleisten.

 All das sind Vorschläge, die in den letzten Tagen in der gesamten Fußballregion diskutiert und auch in den Medien umfassend aufgearbeitet wurden. Auch wenn der HFV verlangt, dass diese offizielle Hallenkreismeisterschaft nur nach den derzeit verbindlichen Futsal-Regeln gespielt werden darf, so muss hier ein Umdenken stattfinden.

 Wir wollen auch in der nächsten Saison wieder eine Hallenkreismeisterschaft spielen – aber dann bitte nicht wieder mit 9 Mannschaften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Trotz all dieser kritischen Vorbemerkungen wurde natürlich auch Fußball gespielt. Alle, die in der Künzeller Halle waren, konnten mit Freude erleben, wie erfrischender Fußball gekonnt, fair und hochklassig geboten wurde.

 

Schon in den Gruppenspielen präsentierten sich vermeintliche Underdogs wie der TSV Wendershausen und die SG Büchenberg als starke Teams und scheiterten nur knapp an der Finalrunde. Dass der TSV Neuenberg sehr stark auftrat, war schon im Vorfeld angekündigt worden. Die Mannschaft aus der Weststadt landete zurecht auf dem Siegertreppchen. Noch stärker zeigte sich der SV Bimbach, der am Ende als hoch verdienter Turniersieger mit einem 3:0-Endspielerfolg gegen den Vorjahressieger SG Rückers die Halle verließ. Das sah auch Turnierleiter Gerhard Wiegand so, der gemeinsam mit Kreisfußballwart Thorsten Beck und dessen Vertreter Klaus Bodusch die Ehrungen durchführte.