Europa League: Stimmen zum Spiel Shakhtar Donetsk gegen Eintracht Frankfurt

15. Februar 2019 · Top-News · von: Eintracht Frankfurt

Nach dem 2:2 von Eintracht Frankfurt bei Shakhtar Donetsk in Charkiw können beide Trainer mit dem Ergebnis gut leben. Die Adlerträger stellen danach fest, dass ein Sieg möglich war und dass Donetsk auch in Unterzahl seine Qualitäten gezeigt hat.

Flanken auf den kopfballstarken Martin Hinteregger waren ein Mittel von Eintracht Frankfurt, um den Erfolg zu suchen. Foto: getty images

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt): Grundsätzlich ist es gut und wichtig, zwei Auswärtstore gemacht zu haben. Wir haben gesehen, dass Donetsk eine ausgebuffte Mannschaft ist, die aus der Champions League kommt. Wir waren in einigen Situationen zu nachlässig. Das ist sehr schade, denn es war mehr möglich. Unsere Fans sind fantastisch. 3000 hier – das ist der Wahnsinn. Sie haben uns sehr geholfen. Wir haben nun am Sonntag ein schweres Spiel zuhause gegen Gladbach. Darauf freuen wir uns.

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: Normalerweise ist das ein gutes Ergebnis. Aber aufgrund des frühen Platzverweises, der zweimaligen Führung und den vielen Chancen pendelt das. Wir sind ein bisschen enttäuscht, aber auch froh über das Resultat. Wir hätten vielleicht in der einen oder anderen Situation ruhiger spielen müssen. Donetsk war ein richtig guter Gegner mit viel individueller Qualität, auch in Unterzahl waren sie torgefährlich. Schade, dass wir nicht länger 1:0 geführt haben. Dann läuft die Partie anders. Im Rückspiel wollen wir in Führung gehen, dann bringen wir es über die Zeit. Die Fans waren heute super. Jetzt freuen wir uns auf Sonntag, da werden wir ein sehr gutes Spiel machen. Sebastian Rodes frühe Auswechslung ist auch der Tatsache geschuldet, dass er lange nicht gespielt hat. Da ist das aktuelle Programm für ihn natürlich hart.

Mijat Gacinovic: Wir haben zu viele Chancen vergeben. Aber wir haben bei zwei Toren auswärts jetzt ein Heimspiel und gute Chancen, vor unseren eigenen Fans den Einzug in die nächste Runde klar zu machen. Ich kann den Fans nur danken für diesen unglaublichen Support. Das war für uns eine große Motivation. Wir gehen mit großer Vorfreude in die nächsten beiden Spiele gegen Mönchengladbach und Donetsk.

Martin Hinteregger: Wenn wir 80 Minuten in Überzahl spielen und zwischenzeitlich 2:1 führen, hätten wir es ein bisschen cleverer spielen müssen. Auch ich, beim Gegentor und bei der einen oder anderen Chance. Shakhtar hat aus zwei Gelegenheiten zwei Tore gemacht, eiskalt. Wir hätten das dritte Tor machen können, vielleicht sogar müssen. Donetsk ist eine richtig starke Mannschaft, das haben wir deutlich gesehen. Über mein Tor freue ich mich natürlich, auch weil es ein wichtiges Auswärtstor war. Ich wusste erst gar nicht, ob es Abseits war oder nicht. Jetzt haben wir gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen.  Wir wissen, dass wir Chancen kriegen werden. Mit dem vollen Haus im Rücken haben wir sehr gute Unterstützung.

Eintracht-Trainer Adi Hütter: Es ist schwierig, Donetsk mit dieser Geschwindigkeit, Technik und Dynamik über 90 Minuten aus dem Spiel zu nehmen. Wir nehmen ein gutes Ergebnis mit, auch wenn mehr drin war. Wir sind hierhergekommen, um uns für das Rückspiel eine gute Ausgangssituation zu erarbeiten. Das ist uns mit zwei Auswärtstoren gelungen. Aber ich ärgere mich ein bisschen über das Ergebnis, da wir 80 Minuten in Überzahl agiert und wir zu einfach die zwei Führungen aus der Hand gegeben haben. Trotz allem hat es die Mannschaft gegen einen so starken Gegner sehr gut gemacht. Wir werden in einer Woche sehen, was dieses Unentschieden wert ist. Wir werden in Frankfurt noch mal eine Top-Leistung brauchen. Jetzt heißt es gut regenerieren und schauen, dass wir zunächst am Sonntag wieder eine Topleistung bringen können. Sebastian Rode haben wir rausgenommen, weil er in der Wade muskuläre Probleme verspürt hat. Hier wollten wir kein Risiko eingehen.

Paulo Fonseca (Trainer Donetsk): Es war ein Spiel gegen eine richtig gute Mannschaft, eine Partie auf Top-Niveau. Wir sind mit dem Unentschieden natürlich nicht komplett glücklich. Aber angesichts der Umstände und der frühen Gelb-Roten Karte können wir mit dem Ergebnis leben. Im Rückspiel ist alles offen, und wir werden alles dafür tun, in der kommenden Woche das Weiterkommen perfekt zu machen. Darauf müssen wir uns nun körperlich und taktisch gut vorbereiten.