TURNIERBESTIMMUNGEN für den 3. HFV Ü35-Futsal-Cup
4. Februar 2012, Grünberg
Veranstalter
Veranstalter ist der Hessische Fußball-Verband. Turnierleiter ist Jörg Hinterseher, Mitglied des Ausschusses für Freizeit- und Breitensport.
Grundsätze
Soweit diese Bestimmungen keine Abweichungen vorsehen, wird nach den internationalen Futsal-Regeln der FIFA, der Satzung und den Ordnungen des HFV gespielt.
Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind nur Mitgliedsvereine des HFV. Pro Fußballkreis kann eine Mannschaft gemeldet werden. Zusätzlich erhält der Sieger des Vorjahres ein automatisches Startrecht. Bereits bestehende und beim Verband gemeldete und eingetragene Spielgemeinschaften sind zugelassen und werden als ein Verein behandelt.
Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler, die 1977 oder früher geboren sind. Die jeweilige Spielberechtigung ist durch einen HFV-Spielerpass (für Fußball oder Futsal), ausgestellt auf den teilnehmenden Verein bzw. bei Spielgemeinschaften auf einen der beteiligten Vereine nachzuweisen. Jeder Spieler muss sich vor Turnierbeginn durch einen Spielerpass legitimieren. Die Kontrolle der Spielberechtigung erfolgt durch die Turnierleitung. Der ausgefüllte Spielbericht ist 30 Minuten vor dem ersten Spiel der Mannschaft bei der Turnierleitung abzugeben.
Die Meldefrist für die Mannschaften ist der 15. Januar 2012.
Turnierbesprechung
30 Minuten vor Beginn des ersten Turnierspiels findet eine Turnierbesprechung statt, an der pro Mannschaft ein Vertreter teilnehmen muss.
Spielfeld
Handballspielfeld (ohne Bande)
Strafraum
6-m-Kreis gem. Handballspiel
Strafstoßmarken
1. Strafstoßmarke: 6 m vom Tor entfernt (Kreisbogen des Handballtorraumes)
2. Strafstoßmarke: 10 m vom Tor entfernt (Markierung wird angebracht)
Tore
3 x 2 m (Handballtore)
Ball
Gespielt wird mit einem Futsalball (Größe 4).
Zahl der Spieler
Eine Mannschaft besteht aus maximal 12 Spielern, einschließlich Torhüter, von denen sich fünf (einschließlich Torhüter) gleichzeitig auf dem Spielfeld befinden dürfen.
Ein- und Auswechseln
Unbegrenztes Ein- und Auswechseln (fliegender Wechsel) ist möglich, allerdings nur innerhalb der Auswechselzone. Die Auswechselzonen befinden sich auf der Spielfeldseite, auf der sich die Spielerbänke befinden (nach Gegebenheiten der Halle). Sie befinden sich unmittelbar vor den Spielerbänken und beträgt jeweils 5 Meter. Eine Auswechslung kann erfolgen, wenn der Ball „in“ oder „aus“ dem Spiel ist.
Turniermodus
Das Turnier wird in Vor- und Finalrunde ausgetragen. Der Sieger eines Spiels erhält drei Punkte, bei Unentschieden erhalten beide Mannschaften je einen Punkt. Besteht zwischen zwei oder mehr Mannschaften nach den Spielen Punktgleichheit, entscheidet
a) die Tordifferenz über die Platzierung. Ist auch diese gleich, entscheiden
b) die mehr erzielten Tore. Besteht auch dann noch Gleichheit, zählt
c) das im direkten Vergleich erzielte Ergebnis. Falls dann noch erforderlich, entscheidet
d) ein 6m-Schießen.
Der Qualifikationsmodus für die Endrunde richtet sich nach der Anzahl der gemeldeten Mannschaften und wird nach Abschluss der Meldefrist festgelegt.
Turnierleitung
Die Turnierleitung ist für die endgültigen Entscheidungen von im Reglement nicht vorgesehenen Fällen zuständig. Die Anordnungen der Turnierleitung sind für alle Beteiligten verbindlich. Eine Protest- oder Einspruchsmöglichkeit besteht weder gegen Entscheidungen der Schiedsrichter noch gegen solche der Turnierleitung.
Spielleitung
Die Spielleitung wird von HFV Futsal-Schiedsrichtern übernommen. Die Einteilung der Schiedsrichter erfolgt durch den HFV. Jedes Spiel wird von zwei Futsal-Schiedsrichtern geleitet.
Die Turnierleitung stellt zudem zwei Personen zur Verfügung, die die kumulierten Fouls (siehe unten), die Spielzeit und die Auszeiten (siehe unten) festhält.
Ausrüstung der Spieler
Ein Spieler darf keine Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände tragen, die für ihn oder für einen anderen Spieler gefährlich sind (einschließlich jeder Art von Schmuck).
Die zwingend vorgeschriebene Grundausrüstung eines Spielers besteht aus Trikot, Hose, Stutzen, Schienbeinschützern und Hallenschuhe.
Spieldauer
Die Spielzeit beträgt 1 x 15 Minuten (kein Seitenwechsel). Die Spielzeit wird nur angehalten, wenn der Schiedsrichter das Zeichen gibt. Trotz abgelaufener Zeit muss ein Strafstoß noch ausgeführt werden. Die erstgenannte Mannschaft spielt von der Turnierleitung aus gesehen auf der linken Seite und hat Anstoß. Die Turnierleitung behält sich eine Änderung der Spielzeiten vor.
Auszeit (Time-out)
Es kann eine Auszeit von einer Minute pro Spiel und Mannschaft genommen werden. Die Auszeit ist beim Schiedsrichter zu beantragen. Sie kann nur genommen werden bei eigenem Ballbesitz.
Freistöße
Es gibt direkte und indirekte Freistöße (entsprechend der Feldregel).
Beim Anstoß müssen die Gegner mindestens 3m und bei allen restlichen Spielfortsetzungen mindestens 5m vom Ball entfernt sein.
Fouls
Wie beim Fußball, jedoch Grätschen / Slidetackling (Hineingleiten) sind verboten und ziehen einen direkten Freistoß nach sich.
Ausnahme: Der Torwart darf in seinem Strafraum nach dem Ball hechten.
Ahndung von Fouls
Jedes Foul, das mit einem direkten Freistoß geahndet wird (auch Vorteile), wird als kumuliertes Foul gezählt. Bei einer Spielzeit von 15 Minuten gilt ab dem 4. kumulierten Foul: Strafstoß ab 10-m-Marke oder entsprechend näher, falls das Foul näher zum Tor als 10 Meter stattfindet.
Bis zum 4. Foul darf die Mannschaft eine Mauer bilden, und das Foul wird dort geahndet, wo es passiert. Ab dem 4. Foul = 10-Meter-Strafstoß ohne Mauer und direkt auf den Torwart, der bis zu 5 Meter an den Ausführungsort heran darf. Nach Erreichen des 3. kumulierten Fouls wird die Mannschaft hierüber informiert. Bei längerer Spielzeit wird die Anzahl der angerechneten/ kumulierten Fouls entsprechend erhöht.
4-Sekunden-Regel
Für die Spielfortsetzungen EINKICK, FREISTÖßE, ABWURF, ECKSTOß haben die Spieler maximal 4 Sekunden Zeit, sobald der Ball unter Kontrolle ist, der Abstand von 5 Metern hergestellt ist und der Spieler jederzeit die Spielfortsetzung ausführen könnte. Überschreitet der Spieler die 4 Sekunden wird ein indirekter Freistoß (bei Freistößen, Abwurf), ein Torabwurf (Eckstoß) oder ein Einkick (nur bei Einkick) für den Gegner verhängt. Der Torwart darf in seiner Hälfte maximal 4 Sekunden den Ball kontrollieren. Überschreitet er diese 4 Sekunden wird ein indirekter Freistoß gegen ihn verhängt.
Einkick
Nach Deckenberührung oder Ausball wird das Spiel mit einem Einkick fortgesetzt. Dabei muss der Ball auf der Seitenlinie ruhen, und der Spieler muss mit einem Teil des Fußes entweder auf der Seitenlinie oder außerhalb des Feldes stehen, wenn er den Ball ins Feld spielt. Die Gegner halten Abstand von mindestens 5m.
"Rückpass" zum Torwart/Torabwurf
Der Torwart darf den Torraum verlassen und am Spiel teilnehmen. Der Torwart verursacht einen indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft, wenn er, nachdem er den Ball gespielt hat, den Ball erneut in der eigenen Spielfeldhälfte berührt, nachdem er von einem Mitspieler vorsätzlich zum Torhüter zurück gespielt wurde, ohne dass inzwischen ein gegnerischer Spieler den Ball gespielt oder berührt hat. Dies gilt auch für den Torabwurf.
Ein Torabwurf, nachdem der Ball durch einen Gegner ins Toraus ging, wird nur durch den Torwart aus der Hand ausgeführt und kann auch über die Mittellinie geworfen werden. Selbiges gilt auch, wenn der Torwart den Ball aus dem laufenden Spiel mit der Hand kontrolliert.
Der Torhüter darf den Ball in der gegnerischen Hälfte berühren, ohne dass ihn ein Gegner vorher gespielt oder berührt hat.
Disziplinarmaßnahmen
Verwarnungen (gelbe Karten), gelb-rote Karten und Feldverweise (rote Karten) sind möglich. Ein des Feldes verwiesener Spieler (gelb-rot oder rot) darf nach 2 Min. oder aber nach einem gegnerischen Torerfolg durch einen anderen Spieler ersetzt werden.
Ausnahmen: die gegnerische Mannschaft spielt ebenfalls mit weniger Spielern, dann darf der Spieler erst nach Ablauf von 2 Minuten ersetzt werden.
Wenn ein Spieler eine zweite gelbe Karte oder direkt des Feldes verwiesen wird, nachdem auf Vorteil entschieden wurde und sein Team aufgrund eines Vorteils ein Tor kassiert, muss sein Team nicht mit einem Spieler weniger spielen.
Ein Spieler, der mit der gelb-roten Karte versehen wurde, darf am laufenden Spiel nicht mehr teilnehmen. Spieler, die mit einer roten Karte bedacht werden, sind für alle weiteren Spiele des Turniers gesperrt, und eine Meldung geht an die zuständige Rechtsinstanz.
Nichtantreten
Tritt eine Mannschaft nicht rechtzeitig an, wird das Spiel mit 3:0 Toren und 3 Punkten für die gegnerische Mannschaft gewertet.
Spielentscheidung durch Sechsmeterschießen
Beide Mannschaften haben abwechselnd je fünf Torschüsse auszuführen. Die Mannschaft, die zu Spielbeginn Anstoß hatte, führt den ersten Torschuss aus. Nachschießen, gleichgültig, ob der Ball vom Torhüter abgewehrt wird oder vom Torpfosten bzw. der Querlatte zurückprallt, ist nicht erlaubt. Wenn beide Mannschaften nach Ausführung von je fünf Torschüssen die gleiche Anzahl von Toren erzielt haben, werden die Torschüsse in der gleichen Reihenfolge und von denselben Schützen fortgesetzt, bis eine Mannschaft bei gleicher Anzahl von Torschüssen ein Tor mehr erzielt hat. Ansonsten gelten die Regeln des HFV bzw. DFB.
Haftung
Der HFV schließt gegenüber den Teilnehmern seine Haftung für jeden Schaden aus, der nicht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verletzung seiner Pflichten oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des HFV beruht. Dies gilt insbesondere für die Haftung von Sportverletzungen, Diebstählen und Sachbeschädigungen jeglicher Art. Mit der Teilnahme am Turnier wird die Haftungsregelung anerkannt.
Preise
Alle teilnehmenden Mannschaften erhalten eine Urkunde. Die vier erstplatzierten Mannschaften er-halten Pokale und Sachpreise. Der Turniersieger erhält zudem einen Wanderpokal, der bis zum nächsten HFV Ü35-Futsal-Cup in seinem Besitz bleibt. Der Wanderpokal muss rechtzeitig vor dem nächsten HFV Ü35-Futsal-Cup an die HFV Geschäftsstelle zurückgegeben werden. Wird der Wanderpokal von einer Mannschaft dreimal in Folge oder insgesamt 5mal gewonnen, darf die Mannschaft den Pokal behalten.
Die Siegerehrung für alle Mannschaften findet nach der Endrunde statt.
Frankfurt, 23. November 2011
HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND
Jörg Hinterseher
Turnierleiter