Die Talentförderung im Deutschen Fußball-Bund

Bei der Talentförderung arbeiten der Deutsche Fußball-Bund und die Landesverbände eng zusammen.


Das Projekt hat zum Saisonstart 2002/2003 in ganz Deutschland begonnen. In 390 Stützpunkten, die flächendeckend über die ganze Republik verteilt sind, werden die Hoffnungsträger für die nächsten Weltmeisterschaften ausgebildet. Einmal wöchentlich zusätzlich zum Vereinstraining lädt der DFB die größten Talente der Kreise zur Teilnahme an einer Sonderschicht in den Talentzentren ein. Speziell die individuelle Schulung im technischen und taktischen Bereich steht dabei auf dem Programm. "Anders als im Verein haben die Trainer in den Stützpunkten nämlich genügend Zeit, sich mit jedem einzelnen Spieler zu beschäftigen", sagt Jörg Daniel, sportlicher Leiter des Talentförderprogramms.


Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren dürfen sich angesprochen fühlen. Auf die enorme Zahl von 390 Stützpunkte kommt man, weil eine größtmögliche Flächendeckung erreicht werden soll. Bei bundesweit rund 27000 Vereinen entspricht das durchschnittlich etwa 70 Vereine pro Stützpunkt. Damit ist ein engmaschiges Netz geknüpft, das eine kompakte Sichtung ermöglicht. Jedes Talent soll überall die gleiche Chance haben, gesichtet und gefördert zu werden. Etwa 22.000 Jugendliche werden jährlich von der Sonderförderung profitieren. Um sie werden sich rund 1.200 lizenzierte Trainer kümmern. Mit dem Talentförderprogramm möchte der DFB talentierte Spieler durch ein qualitativ hochwertiges Training sowie fachlich geschulte Trainer frühzeitig sichten und ausbilden.

Neben Kompetenz auf dem Spielfeld erfordert das Talentförderprogramm aber auch Fachwissen hinter dem Schreibtisch. Für die Organisation dieses Projekts hat der DFB 29 hauptamtliche Koordinatoren eingestellt, die in enger Zusammenarbeit mit den Landesverbänden für einen reibungslosen Ablauf und die Vermittlung einer einheitlichen Trainings- und Spielphilosophie bis an die Basis sorgen. Damit nehmen die Stützpunktkoordinatoren eine zentrale Rolle in dem Nachwuchskonzept ein. "Das Talentförderprogramm ist optimal auf die bestehende Struktur unseres Junioren-Fußballs abgestimmt und deshalb besonders wirkungsvoll", erklärt Jörg Daniel, Sportlicher Leiter des Talentförderprogramms.


Alle diese sportlichen Aspekte machen das Talentförderprogramm so wertvoll. Deshalb investiert der Deutsche Fußball-Bund pro Jahr rund zehn Millionen Euro in das Projekt. Mit dem Talentförderprogramm setzt der Deutsche Fußball-Bund ein Nachwuchskonzept in einer Dimension um, an die weltweit kein anderer Verband heranreicht."

Das neue Talentförderprogramm versteht sich als ideale Ergänzung zu den übrigen Eckpunkten des DFB-Nachwuchkonzeptes.

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Die Talentförderung im Hessischen Fußball-Verband

Die Talentförderung zählt zu den wichtigsten Aufgaben des Hessischen Fußball-Verbandes

Die Vorrangigkeit für langfristige Ausbildung statt kurzfristigem Erfolgsstreben und die Verzahnung aller Talentfördermaßnahmen an DFB-Stützpunkt, in Schule, Region und im HFV-Auswahlbereich bildet den sportlichen Kern der Talentförderkonzeption im Bereich des HFV, die so seit Saisonbeginn 2005/2006 realisiert wird.

Dies bedeutet  insbesondere auf der Regionalebene erhebliche Veränderungen. Statt bislang vier Regionalauswahlmannschaften im Bereich der U14 bis zur U17, werden  in jeder Region nur noch zwei Mannschaften in den Altersklassen U14 und U15 sowie eine Auswahl in der Altersklasse U16 gebildet. Statt bislang 24 Regionalauswahltrainern arbeiten nur noch sechs Trainer in dieser Funktion. Diese Kollegen verstärken wöchentlich abwechselnd an jedem Stützpunkt innerhalb ihrer Region das Trainertrio  und optimieren somit die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen Region und Stützpunkt.

Ein Ausbildungsplan weist in allen Altersklassen den Weg vom Stützpunkt bis zur Arbeit auf der Verbandsebene und legt die Schwerpunkte für die Jahrgänge fest. Durch die inhaltliche Abstimmung aller Maßnahmen sollen intensivere Lernerfolge möglich und eine einheitliche Ausbildung realisiert werden können.

Alle Lehrgänge auf Regionalebene werden dezentralisiert und finden wohnortnah statt. Dies ermöglicht kurze Wege für die Talente und deren Begleiter und reduziert die Ausfallzeiten in der Schule.

Die durch die Dezentralisierung und die veränderte Arbeit auf der Regionalebene eingesparten Mittel werden genutzt, um an jedem Stützpunkt zehnmal pro Jahr ein gesondertes Torwarttraining mit einem externen TW-Trainer anbieten zu können.

Durch die systematische Sichtung der obersten Spielklassen in C- und B-Jugend wird sichergestellt, dass die derzeit augenfälligsten Spieler in diesen Spielklassen erkannt und weiter gefördert werden können.

Die regelmäßige Dokumentation der Lehrgangsleistungen und die Kommunikation mit den Kollegen der nachgeordneten Förderebenen macht die Arbeit und die Ergebnisse transparent und ermöglicht den Dialog im Sinne der zu fördernden Nachwuchstalente.

Dies wird durch die gezielte Ansprache der Vereinstrainer auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt und soll dabei helfen, dass auch in den Vereinen noch mehr über Ausbildung nachgedacht wird.

Gerade durch die Öffnung des Verbandes nach außen und die vermehrte Präsenz vor Ort und in der Region, werden die Verbandsarbeit und die vielfältigen Maßnahmen der Talentförderung noch deutlicher sichtbar.

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