Interkulturelles Konfliktmanagement im Fußball

Konfliktmanagement im Fußball

Unsere Gesellschaft ist vielfältig und diese Vielfalt spiegelt sich insbesondere im Fußballsport wider. Fußball begeistert und bindet Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft und Bildung.

Es bietet ein hohes Integrationspotenzial, das aber nicht immer voll ausgeschöpft werden kann. Die Gemeinschaft wird von hoch eskalierten Konflikten (diskriminierenden Beleidigungen, Drohungen, Tätlichkeiten) gestört, die während oder im Anschluss an Spiele ausgetragen werden. Viele ehrenamtlich tätige Funktionsträger sind mit der Deeskalation der Auseinandersetzungen überfordert.

1998 startete das Projekt „Interkulturelles Konfliktmanagement im Fußball“ mit dem Ziel, im HFV und in seinen Vereinen ein konstruktives Konfliktmanagement zu entwickeln und zu verankern. Um die Fußballvereine auch nach Ende des Projekts in 2011 bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen, sind die Bausteine des Projekts in die Regelarbeit des HFV übergangen ist. 

Der HFV bietet seinen Vereinen umfangreichen Service rund um die Themen Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung. Zielgruppe sind alle im Fußballsystem agierenden Personen: Trainer, Schiedsrichter, Vereinsführungskräfte, Spieler, Eltern, ...

Auf der Basis langjähriger Erfahrung wurden Verfahren und Maßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, dem Fußballsport ein positives Image zu erhalten und

  • sich für Gleichwertigkeit der Menschen im Fußballsport einzusetzen
  • gegen Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu agieren
  • allen Beteiligten die gleichen Chancen auf den Zugriff von Ressourcen zu ermöglichen und Konflikte konstruktiv zu bearbeiten.

Dabei wurden drei Bereiche ausdifferenziert:

A) Gewaltprävention

Qualifizierung von (nicht-lizenzierten) Trainern (siehe Vereinsservice)

  • Der Trainer als Coach
  • Teamentwicklungs-Trainings
  • Konflikt-Trainings
  • Fairness-Trainings

B) Konfliktbearbeitung

Rechtswesen: Strafreduktion oder Einstellung von Strafverfahren durch Teilnahme an einem vom HFV anerkannten Konfliktlösungsverfahren (§ 8 und 9 der Rechts- und Verfahrensordnung).

C) Organisationsinternes Konfliktmanagement

  • Ausbildung von X systeminternen Fußballmediator/innen
  • Fortbildung von hauptberuflichen Mitarbeiter/innen des HFV und des Sportamtes Frankfurt/M.
  • Interkulturelle/Interreligiöse Arbeit
  • Umsetzung Interkultureller Qualitätsstandards
  • Installation und Begleitung des AK Interkulturell im HFV (ethnische Vereine)
  • Aktivitäten gegen Antisemitismus
SPONSOREN
HFV INTERN
FREUNDESKREIS
Spitzenvereine: