Holte 13 Punkte aus seinen ersten sechs Spielen als SVWW-Trainer: Rüdiger Rehm. Foto: Getty Images

20.03.2017
Keine Siege für hessische Profiklubs / SVWW und Eintracht punkten


Die Frankfurter Eintracht hat ihre Niederlagenserie in der Fußball-Bundesliga gestoppt – wartet aber weiter auf einen Sieg. Im Heimspiel gegen den Hamburger SV kam die Elf von Trainer Niko Kovac nicht über ein 0:0 hinaus. Schlusslicht SV Darmstadt 98 unterlag mit 0:1 (0:1) beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. In der 3. Liga holte der SV Wehen Wiesbaden ein 0:0 beim Zweiten 1. FC Magdeburg. Die dritte Niederlage im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Gino Lettieri gab es dagegen für den FSV Frankfurt, der beim VfR Aalen mit 0:2 (0:0) verlor.

Eintracht Frankfurt

Es war Fußball zum Abgewöhnen, den die Eintracht (jetzt 36 Punkte) und der 16. HSV (27 Punkte) am Samstagabend in der Commerzbank Arena präsentierten. Die Frankfurter, die Europapokalplatz sechs einbüßten, hatten zudem Glück, dass die Pfeife des Schiedsrichters in der 61. Minute nach einem Foul von David Abraham an Filip Kostic stumm blieb. „David hat den Ball nicht berührt“, gab auch Eintracht-Trainer Niko Kovac hinterher zu.

Immerhin: Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge nahm die SGE einen Zähler mit. „Wir haben gewusst, jede Serie geht zu Ende. Der Punkt wird uns Selbstvertrauen geben“, sagte Kovac – und hofft, dass die 40-Punkte-Marke bald geknackt wird: „Wenn der Klassenerhalt geschafft ist, werden wir in den letzten Spielen versuchen, in die andere Richtung zu sehen.“

SV Darmstadt 98

Zwölftes Auswärtsspiel, zwölfte Niederlage: Auch beim 15. Wolfsburg (29 Punkte) gelang es den Lilien nicht, den Bock in der Fremde umzustoßen. „Wir sind natürlich enttäuscht“, meinte Darmstadts Trainer Torsten Frings. „Nach vorne kam zu wenig, wir waren nicht mutig genug.“ Zugleich merkte der frühere Bremer an: „Wir sind noch nicht abgestiegen. Wir versuchen bis zum Ende alles. Aufgeben werden wir uns nicht.“

Auch Lilien-Stürmer Felix Platte gab sich ernüchtert: „Es ist extrem bitter, dass wir heute verloren haben. Natürlich sind die Köpfe jetzt erst einmal unten. Ich denke, das ist nach so einem Spiel auch ganz normal.“ Das Tor, das Schlusslicht Darmstadt neun Spieltage vor Saisonende bei 15 Punkten festhält, erzielte Mario Gomez in der 45. Minute.

SV Wehen Wiesbaden

Sieben Tage nach dem 1:0-Sieg bei Primus MSV Duisburg und vier Tage nach dem 0:2 gegen Schlusslicht FSV Mainz 05 II zog sich der 13. Wehen Wiesbaden (35 Punkte) mit dem 0:0 beim Zweiten Magdeburg (46) achtbar aus der Affäre. Vor 15.338 Zuschauern in Magdeburg hätte Mittelfeldspieler David Blacha den SVWW in Führung bringen können. Ein Versuch prallte jedoch von der Latte ab (23.), ein weiterer Schuss ging knapp vorbei (41.).

Wehen Wiesbadens Torwart Markus Kolke hielt in der Schlussphase einen Foulelfmeter von Richard Weil – und damit auch das Remis fest (87.). „Durch die Wetterbedingungen war es ein richtig harter Kampf. Wir haben alles rausgeholt und es geschafft, sehr wenig zuzulassen“, sprach SVWW-Trainer Rüdiger Rehm hinterher von einem „verdienten Unentschieden“.

FSV Frankfurt

Gerrit Wegkamp (60.) und Thorsten Schulz (90.+2) schossen Aalen zum Sieg. Für den im neuen Jahr noch sieglosen FSV war es die siebte Niederlage im neunten Rückrundenmatch. Der Trainerwechsel – Gino Lettieri war vor zwei Wochen auf Roland Vrabec gefolgt – brachte die Bornheimer bislang nicht weiter. „Ich bin sehr enttäuscht. In der ersten Halbzeit waren wir sehr stabil und hatten zwei sehr gute Chancen. Die Mannschaft hat dann aber durch unnötige Fehlpässe und Querpässe die Aalener zu gefährlichen Aktionen eingeladen. Das geht so nicht“, merkte Lettieri an. „Wir haben jetzt ein paar Tage zum Verschnaufen. Die Köpfe werden wir trotz der harten Situationen nicht hängen lassen und zurückkommen.“

Frankfurts Defensivmann Marc Heitmeier schlug in dieselbe Kerbe: „Wir gehen motiviert in das Spiel und erarbeiten uns Chancen, die wir dann nicht nutzen. Durch Fehler bringen wir den Gegner ins Spiel und bauen ihn damit auf. Es ist einfach schwer zu erklären, wieso wir wieder verloren haben.“ Sechs Punkte beträgt jetzt der Rückstand des Drittletzten FSV (28 Punkte) zum rettenden 17. Platz, den aktuell Preußen Münster innehat.

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Von: Claudio Palmieri
20.03.2017
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