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Landkarte - Kreis Wiesbaden

B-Junioren Finale des Rheinhöhen-Cups: DJK 1. SC Klarenthal - TSG 1846 Kastel (06. 06. 2015)

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Klarenthal jubelt nach Elfmeter-Thriller

Von Stephan Crecelius.

B-Jugend des SC setzt sich im Endspiel des Rheinhöhencups mit 4:2 gegen Kastel 46 durch und nimmt Revanche

Wiesbaden. Das Finale des B-Jugendturniers beim prestigeträchtigen Rheinhöhencup begann mit einem kuriosen Schauspiel: Die Spieler des SC Klarenthal und der TSG Kastel 46 standen einander auf engstem Raum gegenüber. Sie plauderten, lachten und spielten Fußballtennis - im Mittelkreis, elf gegen elf.

"Die Jungs verstehen sich untereinander sehr gut", sagte Klarenthals Trainer Sergej Kraus. Beide Teams spielten schon während der Saison in der Kreisliga A gegeneinander. Dabei verwiesen die 46er den SC Klarenthal mit einem Zähler Vorsprung auf Rang zwei und auch im Gruppenspiel beim Rheinhöhencup behielt Kastel mit 3:1 die Oberhand. Im Finale bot sich für den SC also die Chance zur Revanche.

Im Endspiel ruhten daher für kurze Zeit die Freundschaften und es ging mit richtig viel Ehrgeiz zur Sache. Den besseren Start in das Finale erwischte dabei die TSG, die gleich zu Beginn zwei erste Ausrufezeichen durch gefährliche Distanzschüsse setzte. Richtig brenzlig wurde es für Klarenthal dann nach einem Freistoß aus halbrechter Position. Doch der druckvolle Kopfball prallte nur an den Pfosten und somit ging es mit einem 0:0 in die Schlussphase. Mit der letzten Aktion des Spiels hatte dann Klarenthal die dicke Möglichkeit, das Finale für sich zu entscheiden. Nach einem Zweikampf im Strafraum bekam der SC einen Strafstoß zugesprochen. Der folgende Elfmeter wurde allerdings zu unplatziert geschossen und Keeper Muhamed Hajrulahovic konnte den Schuss von Cenk Cosgun sogar fangen.

Heute Endspiel um Titel

Da beim Rheinhöhencup keine Verlängerung ausgespielt wird, kam es somit zur spannendsten Entscheidung im Fußball, dem Elfmeterschießen. Dort bewies der 1. SC Klarenthal die besseren Nerven. Für Kastel scheiterte zunächst Emirkan Dorul an der Latte und Raid Kahababa schoss den Ball über das Tor.

Somit sicherte sich der SC schlussendlich mit 4:2 nach Elfmeterschießen den Turniersieg. Die Mannschaft von Trainer Sergej Kraus darf sich somit über den Turniersieg, sowie einen Wanderpokal und einen Einkaufsgutschein von Karstadt Sports freuen.

Schon nach dem zweiten Gruppenspiel hatte Kraus gesagt, dass "wir hier nicht angereist sind, um unbedingt den Turniersieg einzufahren. Es soll sich keiner verletzen und die Jungs sollen in erster Linie Spaß haben". Eine Marschroute, die von vollem Erfolg gekrönt war. "Das scheint die richtige Einstellung zu sein, so ein Turnier anzugehen", sagte Kraus hinterher mit einem Schmunzeln. "Jeder sollte seine Einsatzzeit bekommen und das haben wir unter dem Strich auch umgesetzt."

Bei der unterlegenen TSG Kastel herrschte indes keine Trauer. "Wir hätten schon gerne gewonnen, aber unser Fokus liegt auf dem Endspiel um die Meisterschaft", sagt TSG-Trainer Ivo Gregurevic. Dort trifft Kastel heute um 19 Uhr am Kleinfeldchen auf Schwarz-Weiß Wiesbaden.

SC Klarenthal: Boxhorn, Blank, Maddaghri, Ginimella, Haxhijaj, Abdo, Müller, Hida, Pedro, Atesoglu, Özkan (Eingewechselt: Cosgun, Aydin, Mirnyi).

TSG Kastel 46: Hajrulahovicm, Khababa, Hock, Asbai, Nguyen, Alparslan, Habte, Kaygin, Altintas, Atonasova, Dorul.

Elfmeterschießen: 1:0 Blank, 1:1 Hock, 2:1 Özkan, Dorul an die Latte, 3:1 Hida, 3:2 Habte, 4:2 Haxhijaj, Khababa über das Tor.

A-Junioren Kreisliga A Wiesbaden: Türkischer SV Wiesbaden 1973 - TuS Nordenstadt 1883 II (24. 05. 2015)

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Mit Torfestival in Richtung Titel

Von Patrick Rupp WIESBADEN.

Seit dem zwölften Spieltag das Feld der A-Jugend Kreisliga angeführt und doch auf der Ziellinie überholt: Nach der 1:8-Niederlage beim Türkischen SV rutscht der TuS Nordenstadt II vor dem letzten Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz ab. Grenzenloser Jubel dagegen im Lager der Türken. Mit einem Sieg in Niedernhausen kann man sich nun am Donnerstag aus eigener Hand zum Meister krönen.

Frühes Gegentor verunsichert

Wie ein Meister präsentierte sich der TSV vor 350 Zuschauern auch gegen den bisherigen Primus. Bereits nach drei Minuten standen die Zeichen auf Heimsieg. Der lange Ball von Linksverteidiger Furkan Karaahmet erreichte Toptorjäger Airidas Rasymas, der eiskalt vollstreckte. "Das frühe Gegentor hat uns komplett aus dem Konzept gebracht. Dadurch kamen wir nie ins Spiel", analysierte TuS-Coach Daniel Pollner. Trotz der herben Niederlage betonte der 22-Jährige: "Ich bin extrem stolz auf mein Team. Wir haben eine sehr starke Saison gespielt, wofür wir uns am Ende leider nichts kaufen können.

"Die beste Abwehr der Liga hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, das zeigte sich noch zwei weitere Male vor der Pause. Nach einer halben Stunde konnte Rasymas den Ball im Sechzehner mit dem Rücken zum Tor annehmen und fast unbedrängt zur 2:0-Führung abschließen. Mit dem Halbzeitpfiff markierte Burak Bektas nach Flanke von Jonas Kotb per Kopf das 3:0. In der Kabine konnten sich die Gäste noch bei Torhüter Vincent Schlenzig bedanken, der weitere Chancen auf eine höhere Pausenführung glänzend vereitelte.

Anstatt die deutliche Führung zu verwalten, spielten die Türken weiter bedingungslos nach vorne. Linksfuß Bektas traf mit rechts (49.), doch aus der brandgefährlichen Offensivreihe ragte einmal - oder besser dreimal - mehr Rasymas heraus. Mit seinen drei Treffern im zweiten Durchgang (47., 65., 83.) schraubte der Mittelstürmer mit litauischen Wurzeln seine Torquote auf unfassbare 68 Tore in dieser Saison hoch. Eine Zahl, die er selbstbewusst erklärt: "Ich bin einfach besser als die gegnerischen Verteidiger." Trotz der Begehrlichkeiten, die der schlaksige Torjäger weckt, glaubt Kapitän Abdullah Tasdelen wie bei allen Teamkollegen an einen Verbleib: "Wir bleiben als Mannschaft zusammen." Einzig Younes Falkou und Atakan Biskin, der mit seinem sehenswerten Flugkopfball zum 8:1 in der 88. Minute den Schlusspunkt setzte, sind als Spieler des älteren Jahrgangs keine Option mehr.

Nächster Halt: Lloret del Mar

Randnotiz beim türkischen Torfestival: Nachdem TuS-Verteidiger Tobias Angler im Strafraum zu Boden gezogen wurde, roch es neben Elfmeter auch nach Rot wegen Notbremse. Adrian Kurz verwandelte den fälligen Elfmeter in der 58. Minute zum zwischenzeitlichen 5:1. Berkay Aktas, der mit dem beim Spitzenspiel abwesenden Deniz Yalcinkaya das Trainertandem beim TSV bildet, war überglücklich: "Wir hatten heute den unbändigen Willen, das Spiel für uns zu entscheiden." Beim Saisonfinale in Niedernhausen will man nun den Gruppenliga-Aufstieg unter Dach und Fach bringen - und dann? Aktas zwinkernd: "Die Jungs wollen nach Lloret de Mar. Ich denke, da kann man die Meisterschaft ganz gut feiern."

Türkischer SV: Vizi; Falkou, Müller, Kücük, Battal, Karaahmet, Tasdelen, Kotb (51. Albayrak), Rasymas, Toksun (66. Dorul), Bektas (56. Biskin).

TuS Nordenstadt: Schlenzig; Horlacher, Angler, Olbrich, Giovannini, Lyska, Hermann, Seyfi, Carrera (20. Wypiyewski), Fenzlein (52. Kurz), Freisinger (46. Lotz).

Tore: 1:0, 2:0, 4:0, 6:1, 7:1 Rasymas (3., 30., 47., 65., 83.), 3:0, 5:0 Bektas (45., 49.), 5:1 Kurz (58./Foulelfmeter), 8:1 Biskin (86.).

WT, 27. 05. 2015

B-Junioren Gruppenliga Wiesbaden: Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 - SV Wehen II (16. 05. 2015)

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Der Kapitän zeigt Nerven

Von Anna Dollak

WIESBADEN. Die Meisterschaft in der B-Junioren-Gruppenliga hatten die Jungs des SV Wehen II schon seit einigen Wochen in der Tasche. Dennoch wollten die Taunussteiner im Spitzenspiel beim Zweiten Freie Turnerschaft noch einmal ein Ausrufezeichen setzen. Ein Unterfangen, das nur bedingt gelang. Nach einer 3:0-Führung rettete der Spitzenreiter am Ende mit viel Glück einen 3:2 (0:0)-Sieg ins Ziel.

In den ersten 45 Minuten lief bei beiden Mannschaften wenig zusammen. Beide Teams probierten es erfolglos mit Distanzschüssen. "Man hat gemerkt, dass wir die Meisterschaft schon sicher hatten. Da fehlte uns ein wenig der Druck", urteilte Wehens Trainer Hakan Tutkun. Sein Gegenüber Volker Schrauth reagierte früh auf die fehlende Durchschlagskraft im Angriff und brachte Top-Torjäger Philipp Chatzitzortzis (29.), der bereits 23 mal getroffen hatte. Doch Torraumszenen blieben Mangelware.

Das änderte sich nach Wiederbeginn schlagartig. Der Tabellenführer, auswärts noch unbezwungen, erhöhte nun den Druck. Und spielte endlich Fußball. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Björn Reichel brachte die Halberg-Elf mit einem Doppelschlag (46./49.) in Führung. Und nach einer Stunde erhöhte Raul Marvin Sanches-Mendes nach einem schönen Solo auf 3:0. Verzweifelte Gesichter bei den Freien Turnern, die Entscheidung schien gefallen. Doch das Team um Kapitän Levin Walke steckte nicht auf. Und wurde belohnt. Philipp Hemerat traf erst zum Anschluss (63.) und sechs Minuten später war die Partie nach seinem zweiten Treffer wieder völlig offen.

Aufstieg ungewiss

Der Start in eine heiße Schlussphase. Und dann helle Aufregung in der letzten Minute: Gewusel im Strafraum der Gäste, ein Pfiff und Schiedsrichter Hakan Urun deutet auf den Elfmeterpunkt. Strafstoß nach einem Handspiel der Wehener. Kapitän Walke legt sich den Ball zurecht und läuft an. - Doch dann: blankes Entsetzen im Lager der Freien Turner. Der Ball fliegt links über das Tor. Die letzte und beste Chance zum Ausgleich, denn kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. "Wir haben es uns am Ende selbst schwer gemacht, die Konzentration hat nachgelassen und uns sind zu viele Fehler unterlaufen", bemängelt Tutkun, obwohl seine Elf mit dem Sieg den Vorsprung vor dem letzten Spieltag auf satte elf Punkte ausbaute. Aufsteigen können die Taunussteiner jedoch nur, wenn die erste B-Junioren-Mannschaft aus der Hessen- in die Bundesliga aufsteigt. Angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Kickers Offenbach vier Spieltage vor Schluss eher unwahrscheinlich. So wird die SVWW-Zweite in der kommenden Runde wohl ebenso wie die Freie Turnerschaft in der neu eingeführten Verbandsliga aufschlagen.

Freie Turnerschaft: Glaser; Reuschel, M.Djeric, Guermi, Menges (55. M. Djeric), Cegile (29. Chatzitzortzis, 59. Gul), Hemerat, Arndt, Oenen, Walke, Sintieu Tientcheu.

SV Wehen Wiesbaden II: Marczinke; Kourlinis (41. Golle), Kilic, Mies (41. Stief), Akoto, Buff (66. Flachsel), Reichel, Bhatti, Atlan (61. Spohler), Sanches Mendes, Goecek.

Tore: 0:1/0:2 Reichel (46./49.), 0:3 Sanches Mendes (60.), 1:3/2:3 Hemerat (63./69.).

WT, 20. 05. 2015

B-Juniorinnen Kreispokal-Finale am 01. 02. 2015 in Amöneburg

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Fischer verhindert Déjà-vu
Niedernhausener B-Juniorinnen gewinnen Kreispokal gegen Schwarz-Weiß II mit 3:2

Amöneburg. Es deutete einiges auf ein Déjà-vu hin, bis Daniela Silva Fischer vom SV Niedernhausen das Wiesbadener Kreispokalfinale der B-Juniorinnen auf Kleinfeld mit ihrem Siegtreffer zum 3:2 (2:1) entschied. Das Endspiel in Amöneburg war die Neuauflage des Ligaspiels zwischen Niedernhausen und Schwarz-Weiß II, das die Autal-Kickerinnen im November nach 2:0-Führung noch 2:3 verloren hatten.

Trainer März wechselt früh

In einer zerfahrenen Anfangsphase erwischten die Schwarz-Weißen den etwas besseren Start in ein packendes Pokalfinale, kamen jedoch zu keinen nennenswerten Torchancen. SVN-Coach Christian März reagierte, brachte mit der quirligen Lena Bencic neuen Elan für die rechte Außenbahn. Und der kleine Wirbelwind hatte prompt zwei Möglichkeiten, brachte den Ball allerdings nach etwa einer gespielten Viertelstunde nicht im Tor unter. Besser machte es kurz darauf die spätere Siegtorschützin Daniela
Silva Fischer. Ihr ansatzloser Schuss sprang in der 17. Minute vom linken Innenpfosten ins Tor. Nur eine Minute später war es dann die starke Kapitänin Miriam Chlumsky Hartmann, die das 2:0 markierte - auf beeindruckende Art und Weise. Nach einem traumhaften Solo, bei dem vier gegnerische Verteidigerinnen zu Slalom-Stangen avancierten, blieb sie auch vor dem Tor eiskalt und schloss platziert aus fünf Metern ab.

Der Doppelschlag schockte die Schwarz-Weiß-Mädchen, die in der Folge kaum noch im gegnerischen Strafraum auftauchten. Auf der anderen Seite bot sich Niedernhausen in Person der agilen Bencic und Chlumsky Hartmann Möglichkeiten, die Führung auszubauen. "In dieser Phase haben wir sehr gut kombiniert", lobte SVN-Trainer Christian März. "Umso ärgerlicher, dass wir dann vor der Pause das Gegentor bekommen." In der 31. Minute gelang der kurz zuvor eingewechselten Nevena Vukovic der Anschlusstreffer. Die Ecke von Katharina Ehlen segelte an Freund und Feind vorbei und fiel Vukovic auf den Fuß, die aus Kurzdistanz einschob.

Wilde Proteste beim Ausgleich

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Schwarz-Weiß wie im ersten Durchgang die stärkere Mannschaft. Die Pausenansprache von Trainerin Conny Noack schien gefruchtet zu haben. Nachdem Lisa Goslar das 2:2 in der 55. Minute noch denkbar knapp verpasste, fiel dann zwei Minuten später der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleichstreffer. Der allerdings lautstarken Protest auf Niedernhausener Seite auslöste. Der Spielball des parallel stattfindenden Pokalfinales des Rheingau-Taunus-Kreises war auf das Spielfeld gerollt. Da der Ball sich im Sechzehnmeterraum befand, war nicht nur SVN-Torfrau Gina Schönfelder irritiert. Der zweite, entscheidende Ball im Spiel lag so plötzlich vor den Füßen von Katharina Ehlen, die den Überblick behielt und den Ball im Tor unterbrachte.

Referee Saron Touma wehrte die Beschwerden der Niedernhausener sofort ab: ,,Der zweite Ball hatte keinen Einfluss auf das Spielgeschehen." Doch zum Schluss war da ja noch Daniela Silva Fischer, die mit ihrem zweiten Tor in der 77. Minute den Niedernhausener Pokaltriumph besiegelte - und überglücklich war: ,,Sonst schieße ich wenig Tore. Da freut es mich natürlich, dass es heute so gut geklappt hat." Mit ihrem neu gewonnenen Torinstinkt verhinderte sie einerseits weitere Diskussionen nach Spielschluss zum umstrittenen 2:2, vor allem aber das Niedernhausener Déjà-vu.

SV Niedernhausen: Schönfelder; Reichert, Fischer, Bachl, Leitsch, M. Bencic (13. L. Bencic), Chlumsky Hartmann.

DJK Schwarz-Weiß II: Zobel; Goslar, Klesy Mora, Mertens, K. Ehlen, D. Ehlen (30. Vukovic), Danz.

Tore: 1:0 Fischer (17.), 2:0 Hartmann (18.), 2:1 Vukovic (31.), 2:2 K. Ehlen (57.), 3:2 Fischer (77).

WT, 06. 05. 2015

C-Junioren Kreisliga Wiesbaden: DJK SC Schwarz-Weiß Wiesbaden - SpVgg 1919 Sonnenberg (19. 04. 2015)

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Für Gipfeltreffen gewappnet

Von René Vigneron

FUSSBALL C-Jugend der DJK Schwarz-Weiß gewinnt Kreisliga-Verfolgerduell gegen Sonnenberg mit 3:1

WIESBADEN - Verfolgerduell in der C-Jugend-Kreisliga. Die Ausgangslage: Gastgeber DJK Schwarz-Weiß brauchte unbedingt einen Sieg, um an Tabellenführer Igstadt dran zu bleiben. Die Gäste von der Spvgg. Sonnenberg wollten punkten, um den Kontakt zur Spitzengruppe nicht gänzlich zu verlieren. Für Spannung war also gesorgt. Am Ende jubelten die Schwarz-Weißen, die sich verdient mit 3:1 (0:0) durchsetzten.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Begegnung auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Bei den DJK-Jungs vom Trainer-Duo Kirsch/Sabelfeld war aber zunächst der Wurm drin, sie konnten ihr gewohntes Kombinationsspiel nicht recht aufziehen. „Die Jungs haben ihr wahres Leistungsvermögen nicht gezeigt“, so Vadim Sabelfeld.

Die Spitzkippel-Kicker dagegen erspielten sich Feldvorteile und ein leichtes Chancenplus, nutzten diese aber nicht. Dann der Knackpunkt: Sonnenbergs Kapitän und torgefährlichster Spieler Niklas Hillemann verletzte sich schwer und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die bittere Diagnose: Fußbruch! Damit verloren die ohnehin schon ersatzgeschwächten Gäste ihren besten Offensivmann. „Durch Schüleraustausch und Verletzungen mussten wir ohne Sieben antreten, quasi mit dem letzten Aufgebot“, sagte Trainer Holger Poth. Bis zur Halbzeit fielen trotz der nun stärker werdenden Platzherren aber dennoch keine Tore.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Schwarz-Weißen dann entschlossener aus der Kabine. Die Pausenansprache von Marco Kirsch schien zu fruchten. Sie entfachten mehr Druck auf das gegnerische Tor. Dies zahlte sich schon kurz nach Wiederanpfiff aus, als Vladlen Deynek mit einem Doppelpack (36./37.) zur Stelle war. „Meine Saisontore zehn und elf“, strahlte der Torschütze.

Aber die Sonnenberger machten es kurz darauf wieder spannend, als der eingewechselte Felix Steck zum 2:1 traf (41.). Als sich dann auf Gästeseite aber auch Nikolas Reinecke verletzte und nur noch zehn Spieler auf dem Platz standen, kippte das Spiel endgültig. Schwarz-Weiß belagerte das Tor von Erman Aydin, ließ allerdings eine Reihe hochkarätiger Chancen aus. Dann aber nahm sich Semim Azar ein Herz, zog aus über 20 Metern unhaltbar für Aydin ab und machte den Sack zu.

„Ich habe es einfach mal probiert, übe es aber oft im Training“, so der glückliche Torschütze. Die Gäste hatten danach nicht mehr viel entgegenzusetzen und so blieb es beim 3:1. „Ein verdienter Sieg für Schwarz-Weiß“, lautete selbst das Fazit des Gästetrainers.

Damit bleibt die Kirsch-Truppe Tabellenführer Igstadt, der am kommenden Sonntag an gleicher Stelle zu Gast ist, auf den Fersen. „Jetzt freuen wir uns auf das Spitzenspiel und das Pokalfinale am 1. Mai gegen Biebrich 02“, schaut der Trainer voraus. „Wir können Meister werden und sind auch im Pokal nicht chancenlos“, ist auch sein „Co.“ Sabelfeld voller Zuversicht, zumal man schon einige Gruppenligisten auf dem Weg ins Finale ausgeschaltet hat.

DJK Schwarz-Weiß: Hirsch, Böker, Soultani, Lang, Azar, Cascone, Deynek, Yildirim, Aguiar da Costa, Zouiten, Gruber, Pena, Abrighach, Tunc, Salik.

Sonnenberg: Aydin, Adamski, Rangel, Bednarz, Edwards, Hillemann, Fischer, Brocks, Jahncke, Reinecke, Prückner, Wendlandt, Steck, Parvar.

Tore: 1:0, 2:0 Deynek (36./37.) , 2:1 Steck (41.), 3:1 Azar (60.). – Schiedsrichter: Abbondanza (Wiesbaden). – Zuschauer: 50.

 

C-Junioren Hessenliga: SV Wehen - Kickers Offenbach (07. 03. 2015)

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Von Philipp Durillo

TAUNUSSTEIN - Beschaulich ging es zu auf dem Wehener Halberg. Die ersten Sonnenstrahlen kündigten den Frühling bereits an, auch wenn die Temperaturen und der Wind auf dem zugigen Sportgelände noch nicht so recht mitspielen wollten. Und ganz nebenbei empfing die C-Jugend des SV Wehen die Offenbacher Kickers zum Topspiel der Hessenliga. 120 Zuschauer hatten den Weg nach Wehen gefunden. Nichts im Vergleich zum Hinspiel, bei dem der Zuschauerrekord für ein Jugendspiel mit 7876 Zuschauern auf dem Bieberer Berg aufgestellt worden war. „Trotzdem war mir dieser kleine Rahmen lieber für unser Spiel heute, sonst hätten wir auch noch mit der großen Nervosität kämpfen müssen“, bekannte Wehens Coach Alexander Pommerehnck nach dem Spiel. Das seine Mannschaft höchst unglücklich in den Schlusssekunden mit 2:3 verlor, dabei sogar eine zwischenzeitliche 2:1-Führung noch aus der Hand gab.

Doch der Reihe nach: Gleich nach dem Anstoß erspielten sich die Gastgeber direkt eine Ecke, aus der die erste Großchance für Malik Karaahmet resultierte- doch der Sturmtank zielte überhastet vorbei. Danach spielte sich das Spielgeschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Und es bot sich oft das gleiche Bild – Wehen mit deutlich mehr Ballbesitz, aber ohne eine zündende Idee und mit mangelhafter Passgenauigkeit im letzten Drittel. Die gut gestaffelte OFC-Defensive verließ sich auf Konter, von denen einer den Erfolg brachte. Kapitän Ibrahim Aral (27.) schweißte das Leder aus 20 Metern humorlos ins rechte Eck – 0:1. „In der ersten Halbzeit waren wir noch zu zaghaft, haben mit zu wenig Tempo gespielt“, kritisierte Pommerehnck. Der in der Kabine offenbar die richtigen Worte fand, denn seine Mannen agierten ab Wiederanpfiff mit deutlich mehr Elan. Und belohnten sich in Minute 47, als der eingewechselte Daniel Bienek nach feinem Pass über die Abwehr an Keeper Gian Klahr vorbeizog und den Ausgleich markierte. Knapp zehn Minuten später hatte der SVW das Spiel komplett gedreht. Malik Karaahmets Drehschuss klatschte vom linken Innenpfosten ins Tor. Es war Karaahmets 17. Saisontreffer bereits – Spitzenwert in der Liga. Dass es trotz des umjubelten Führungstreffers 13 Minuten vor dem Ende noch eine Pleite gab, lag für Pommerehnck vor allem daran, „dass wir bei den Gegentoren nicht aufgepasst haben. Die haben wir uns quasi selbst eingeschenkt“, so der designierte A-Trainerlizenz-Inhaber. Mit der zweiten Saisonniederlage rangiert der SV Wehen zwar weiterhin noch auf Platz eins der Tabelle, doch durch die Rückrunden-Pleiten gegen den Letzten Kassel und eben Offenbach ist das Polster auf nur noch drei Punkte geschmolzen. Pommerehnck: „Unser Ziel bleibt dennoch weiterhin der Aufstieg in die Regionalliga.“

SV Wehen: Schröder – Budak, Mokolo, Kaiser, Vrbanjac, Vogel, Sedy, Leibold, Karaahmet, Rodolfi, Schäfer.- Eingewechselt: Bienek, Nocera, Fraint.

Tore: 0:1 Aral (27.), 1:1 Bienek (47.), 2:1 Karaahmet (56.), 2:2 Limani (58.), 2:3 Lawal (70.). – SR: Budarham (Frankfurt). – Zu.: 120.

WT, 11. 03. 2015

Kreispokalfinale der B-Junioren: SV Frauenstein 1932 - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896

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Mit viel Gefühl zum Kreispokalsieg

Von René VigneronWIESBADEN .

Im Endspiel um den Kreispokal der Wiesbadener B-Junioren traf der Gruppenliga-Fünfte SV Frauenstein auf dem Amöneburger Kunstrasenplatz auf den derzeitigen Dritten, die Mannschaft der Freien Turnerschaft. Da es keinen klaren Favoriten gab, kam es zum erwartet engen Spiel. Am Ende setzten sich die Frauensteiner aber verdient mit 1:0 (1:0) durch.

Führung nach 22 Minuten

Von Beginn an war es ein offener Schlagabtausch. Die Gruppenligisten schenkten sich nichts, doch der SV Frauenstein fand eindeutig besser ins Spiel. Die Jungs vom Trainergespann Avdija/Celik/Pauluth übernahmen sofort die Regie, erspielten sich erste Einschussmöglichkeiten, auch dank der reiferen Spielanlage. Sie kombinierten im Mittelfeld ordentlich, ließen Ball und Gegner laufen. In der 22. Minute konnten sie den Führungstreffer bejubeln. Nach einem schön ausgespielten Konter flankte Cenk Öztürk von außen in den Strafraum, wo David Demir den Ball Volley nahm und mit viel Gefühl über FT-Keeper Leander Etz hob. Es war das wichtige frühe Tor, welches den Kickern aus dem Wiesbadener Vorort noch mehr Sicherheit verlieh.

Die Mannschaft von Trainer Volker Schrauth dagegen war nur bei Standards brandgefährlich. Die Angriffsbemühungen des Gruppenliga-Dritten blieben meist in der dicht gestaffelten Defensive hängen. Sie fanden einfach keine spielerischen Mittel, um die Abwehr ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Allein Kapitän Phillip Chatzitzortzis sorgte für offensive Entlastung. Trainer Schrauth musste eingestehen: "Wir haben leider nie so richtig zu unserem Spiel gefunden."Auch nach dem Seitenwechsel übernahm der SV Frauenstein sofort wieder das Kommando, ließ die Freien Turner einfach nicht zur Entfaltung kommen, zwang sie mit frühem Pressing immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau und erspielte sich selbst eine Reihe von Torchancen. Die eingewechselten Nico Wölke und Hakan Can Daydan scheiterten mit besten Möglichkeiten an Keeper Etz. Doch die größte Chance hatte FT-Stürmer Joel Sintieu Tientche auf dem Fuß, als er die Kugel aus kürzester Distanz nicht im Tor unterbringen konnte (66.). Damit hätte es noch einmal richtig spannend werden können. Doch so brachten die Frauensteiner das knappe Ergebnis sicher über die Zeit. "Ich denke, das war ein hochverdienter Sieg für uns. Alle haben heute eine gute Leistung und den Sieg nach Hause gebracht", sagte Frauensteins Trainer Eldin Avdija. FT-Trainer Schrauth gestand: "Gegen Frauenstein sehen wir immer schlecht aus." Am 14. März besteht die Chance einer Revanche, wenn beide Teams in der Liga erneut aufeinandertreffen.

SV Frauenstein: Ahmad, Burkhardt, El Bachiri (78. Dayan), Chourak, Mühlbauer, Can (71. Özkan), Öztürk (55. Külekci), Panella, Avdija, Demir (61. Kowalke), Link.

Freie Turnerschaft: Etz, Pawlowski (17. Koch), M. Djeric, N. Djeric, Hemerat (56. Menges), Arndt, Chatzitzortzis, Ade, Barlas, Saridis (41. Walke), Sintieu Tientcheu. -

Tore: 1:0 Demir (22.). - SR: Geipel (Nordenstadt). - Zuschauer: 90.WT, 17. 12. 2014

D-Junioren Gruppenliga Wiesbaden: FV Biebrich 02 - SV Wehen (18. 10. 2014)

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Fußball D-Junioren: Biebrich 02 besiegt SV Wehen

Von René Vigneron

WIESBADEN - Fußball-Jugendspiele zwischen den Blauen vom FV Biebrich 02 und dem SV Wehen sind immer etwas Besonderes. So auch die jüngste Partie der D-Junioren-Gruppenliga auf dem Kunstrasenplatz der Biebricher Dyckerhoff-Sportanlage. Es ging für beide Mannschaften darum, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Dies gelang den Biebricher Jungs von Trainer Niklas Grimm eindrucksvoll. Nach 60 Minuten stand ein klarer 5:0 (4:0)-Sieg gegen die Halberg-Buben des Trainergespanns Stefan Balik/Zeljko Pasalic zu Buche. „Ein gerechter Sieg für Biebrich“, gestand Balik nach dem Spiel.

Die körperlich überlegenen Biebricher waren heiß auf die Partie. „Spiele gegen den SV Wehen sind ein Highlight. Das konnte man auch wirklich sehr gut daran merken, dass die Jungs vor dem Spiel schon äußerst konzentriert waren“, so Grimm. „Wir hatten natürlich mit äußerst positiven Resultaten aus den letzten beiden Spielen auch großes Selbstbewusstsein.“

Sabbar und Ripplinger stark

So waren die Gastgeber von Beginn an hellwach und dominierten die Begegnung bis Mitte der ersten Halbzeit eindeutig. Vor allem die sehr agilen Makram Sabbar und Brad Ripplinger stachen bei den Blauen hervor. Ripplinger traf nach einer Ecke dann folgerichtig auch zur verdienten 1:0-Führung (12.). Dieser Treffer gab den Gastgebern weiteren Auftrieb. Bis zur Pause schraubten sie das Ergebnis mit einem Doppelpack von Yaouad Boulahoual und einem Tor von Kapitän Makram Sabbar auf 4:0. Damit war die Partie so gut wie gelaufen. Gästetrainer Balik analysierte: „Biebrich hat uns sehr gut zugestellt und ließ kaum zwingende Chancen für uns zu.“

Offenbar fand er in der Pause aber die richtigen Worte und die Lösung für das Spiel seiner Elf: „Aufgrund unserer körperlichen Unterlegenheit wollten wir durch schnelles Kurzpassspiel und Kombinationen zum Erfolg kommen.“ Dies gelang auch, denn die Gastgeber ließen sich – mit der sicheren Führung im Rücken – das Spiel komplett aus der Hand nehmen. Die Taunussteiner kombinierten jetzt und erspielten sich die eine oder andere Möglichkeit, scheiterten jedoch immer wieder an Keeper Benjamin Proschkin oder an den eigenen Nerven. Es wollte an diesem Tag einfach kein Treffer für die Rot-Schwarzen gelingen. Stattdessen machten die Biebricher Mitte der zweiten Halbzeit den Sack endgültig zu, als erneut Makram Sabbar zur Stelle war und den 5:0-Endstand herstellte (44.).

„Perfekt umgesetzt“

Dementsprechend glücklich war Grimm: „Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden, da die Jungs meine Vorgaben perfekt umgesetzt haben und sich mit einem starken Spiel selbst belohnt haben“. Doch sein Hauptaugenmerk liegt auf etwas Wichtigerem: „Ich achte besonders darauf, dass sich jeder Einzelne, aber letztlich auch die Mannschaft als Ganzes weiterentwickelt.“

Auch sein Gegenüber Balik war aufgrund der Leistungssteigerung seiner Mannschaft nicht gänzlich unzufrieden: „In der ersten Hälfte konnten wir leider nicht an die guten Ergebnisse aus unseren Vergleichsturniere anknüpfen. In der zweiten Halbzeit wurden wir stärker, haben die Zweikämpfe angenommen und kamen zu einigen Möglichkeiten. Wir sind mit unserer U 12 auf einem guten Weg.“

FV Biebrich 02: Proschkin, Ratberg, L. Koethe, Bairi , M. Koethe, M. Sabbar, Ripplinger, Mensah, Boulahoual, Jacob, S. Sabbar.

SV Wehen: Stritter, Pfeffer, Romero Centeno, Hoesel, Haddo, Farouk, Kollatschny, Anadolu, Wettengl, Auerbach, Fechtali, Grewatsch, Gaenssler, Walter.

Tore: 1:0 Ripplinger (12.), 2:0, 3:0 Boullahouai (15./21.), 4:0, 5:0 M. Sabbar (23./44.). – Schiedsrichter: Pflume (Wiesbaden).
– Zuschauer: 80.

WT, 23. 10. 2014

A-Junioren Kreisliga Wiesbaden: SG Klarenthal/Mesopotamien - SV 1913 Niedernhausen (05. 10. 2014)

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Gastgeber wachen zu spät auf

Wiesbadener Tagblatt, 08. 10 .2014

Von René Vigneron

WIESBADEN. Der Klarenthaler "Zwinger" ist bekannt für Spiele, bei denen es emotional hoch hergeht. Das Kreisliga-Match zwischen den A-Jugendlichen der neu gegründeten Spielgemeinschaft Klarenthal/Mesopotamien und dem SV Niedernhausen machte da keine Ausnahme. Beide Mannschaften wollten nach durchwachsenem Saisonstart unbedingt einen Sieg, um den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu halten. Nach einem kampfbetonten Spiel siegten die Gäste aus dem Autal 3:2 (1:0).

Die Gastgeber wollten an das erfolgreiche Pokalspiel in Bierstadt anknüpfen, fanden jedoch überhaupt nicht ins Spiel. Sie verstrickten sich in Einzelaktionen und blieben immer wieder in der Niedernhausener Defensive hängen. Es fehlte die mannschaftliche Geschlossenheit, um die Truppe von Trainer Stefan Mohr ernsthaft vor Probleme zu stellen. Die Gäste dagegen spielten gefälliger und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Deniz Degertas. In der 38. Minute musste Klarenthals Keeper dann folgerichtig auch das erste Mal hinter sich greifen, als Marc Kowalski für Niedernhausen zur Stelle war. Dabei blieb es bis zur Pause.

Wer gedacht hätte, nach dem Seitenwechsel gäbe es aufseiten der Gastgeber ein Aufbäumen, sah sich getäuscht. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff war erneut Goalgetter Marc Kowalski zur Stelle und sorgte mit seinem zweiten Treffer (49.) für die Vorentscheidung. Jetzt schien die Luft bei der Spielgemeinschaft völlig raus zu sein. Die Fehler wurden beim Nebenmann oder bei Schiedsrichter Helmut Frank gesucht. "Es hat heute untereinander einfach nicht gestimmt. Jeder hat an sich selbst gezweifelt", so Trainer Kalli Beckenbach. Einzig der technisch starke Kevin Blum sowie Kapitän Leon Pitogo stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage und versuchten ihre Kollegen mitzureißen. Auch Beckenbach machte an der Seitenlinie Meter um Meter und versuchte lautstark auf seine Jungs einzuwirken. Doch es kam noch dicker, einen schnellen Gegenstoß schloss Philipp Lierhammer zum 3:0 (62.) für Niedernhausen ab. Jetzt drohte ein Debakel auf heimischem Geläuf. Doch Mittelfeldmann Kevin Blum nahm sich ein Herz und knallte die Kugel von der Strafraumgrenze unhaltbar für Alexander Neumann zum 1:3 (78.) in die Maschen. Plötzlich wachten Beckenbachs Jungs auf. Angetrieben von Pitogo setzten sie die Gästeabwehr unter Druck, die nur noch gelegentlich zu Gegenstößen kam. Nach einem Eckball von Blum war der Spielführer per Kopf zur Stelle und traf zum 2:3 (86.), musste aber gleich danach verletzungsbedingt vom Feld. In den letzten Minuten kochten die Emotionen hoch und Referee Frank hatte eine Menge zu tun, um die Gemüter zu beruhigen. Beckenbach nahm seine Jungs aufgrund der Doppelbelastung in Schutz: "Die spielen teilweise schon bei der Ersten und bekommen von zwei Seiten Druck. Aber wenn die Jungs ihr wahres Leistungsvermögen abrufen, werden wir am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte landen."

JSG Klarenthal/Mesopotamien: Degertas, Kontar, Miller, Mora De Los Santos, Pitogo, Blum, Kurkunc, Bauer, Saliba, Dridi, Ishak, Alkin, Henke, Elgendy, Arslan.

SV Niedernhausen: Neumann, Lüttges, Jennewein, Blau, Ekert, Maerkl, Nowak, Berger, Klische, Kowalski, Lierhammer, Reinwald, Riepe, Günther, Ranft.

Tore: 0:1, 0:2 Kowalski (38./49.), 0:3 Lierhammer (62.), 1:3 Blum (78.), 2:3 Pitogo (86.). - SR: Frank (Kostheim). - Zu.: 35.

C-Junioren Gruppenliga Wiesbaden: SV Wiesbaden 1899 - SG Orlen (13. 09. 2014)

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Jugendfußball: C-Junioren des SV Wiesbaden lassen SG Orlen abblitzen

Von René Vigneron

WIESBADEN - Am zweiten Spieltag der C-Junioren-Gruppenliga musste Aufsteiger SG Orlen nach erfolgreichem Saisonstart beim SV Wiesbaden an der Berliner Straße zum ersten Auswärtsspiel antreten. Die Gastgeber wollten nach der Auftaktniederlage in Brechen unbedingt den ersten Dreier einfahren. Am Ende stand es im Helmut-Schön-Sportpark nach 70 umkämpften Minuten 3:1 für die Gastgeber.

Tosun trifft früh

Auf dem Kunstrasenplatz legten die C-Jugendlichen des SV Wiesbaden los wie die Feuerwehr. Vor allem der wieselflinke Samson Frezghi bereitete der Orlener Abwehr erhebliche Probleme. Die Gäste waren irgendwie noch nicht richtig auf dem Platz. In der 6. Minute musste dann Torhüter Tobias Hampe auch das erste Mal den Ball aus dem Netz holen. Nach einem Foulspiel an Frezghi erzielte Ömer Tosun per Freistoß die 1:0-Führung für die Gastgeber. Die Truppe von Trainer Vlado Papic vergab in der ersten Viertelstunde weitere Möglichkeiten. Dagegen waren die Orlener immer noch nicht in der Partie angekommen. „Wir haben die erste Halbzeit total verpennt“, so Trainer Jan Mucke. Doch das Bild änderte sich nach und nach. Langsam wachten seine Jungs auf und nahmen das Heft des Handelns in ihre Hände, erspielten sich ein optisches Übergewicht. Genau in dieser „Hallo-Wach-Phase“ fiel der nächste Treffer für den SVW durch Tomas Krajc (24.), der einen Torwartfehler eiskalt bestrafte. So ging es auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste vollends wach aus der Kabine. In der Pause schien Orlens Trainer die richtigen Worte gefunden zu haben, denn jetzt drängten sie mit aller Macht auf den Anschlusstreffer. Die Papic-Truppe kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich um den Sechzehner der Wiesbadener ab. Die Gäste erspielten sich Chancen über Chancen, vergaben diese aber teilweise kläglich. Zum allem Überfluss setzte Nick Howaldt einen Strafstoß an die Latte (38.). Es war zum Verrücktwerden. Die Kugel wollte einfach nicht ins Tor.

So kam es, wie es kommen musste. Kurz vor Spielende vollendete Wiesbadenes Kapitän Cayan Ziegler einen schnellen Gegenstoß zum 3:0 (67.). Damit war der Wille der Gäste zwar noch nicht gebrochen, aber das Spiel entschieden. Kevin Glombek konnte nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, als er in der Nachspielzeit den Ehrentreffer zum 1:3 (70.+1) erzielte. „Eine sehr unglückliche Niederlage. Wir hatten mehr vom Spiel, haben in der zweiten Halbzeit auf ein Tor gespielt“, lautet das Fazit von Trainer Mucke, der vor allem mit der Chancenverwertung seiner Jungs haderte. Auch seine Kicker waren am Boden zerstört, es floss die ein oder andere Träne. SGO-Kapitän Julian Zampach (Sohn von Eintracht-Legende Thomas Zampach) analysierte: „In der Gruppenliga musst du eben von der ersten Sekunde an da sein. Rennst du einmal einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, wird es schwer“. Mucke fügte hinzu: „So ist Fußball. Letzte Woche haben wir schlecht gespielt und gewonnen und dieses Mal war es anders herum“.

Köpfe wieder freibekommen

Für ihn und sein Betreuer-Team bleibt in dieser Woche viel Arbeit, um die Köpfe der Kicker wieder freizubekommen, denn am kommenden Samstag steht das Auswärtsspiel bei der JSG Brechen/Weyer auf dem Programm. Die gezeigte Leistung macht aber den Orlener Verantwortlichen Mut, das avisierte Saisonziel (unter die besten Acht) zu erreichen, auch wenn der Sprung von der Kreisliga zur Gruppenliga sehr groß sei.

SV Wiesbaden: Cater; Yildiz, Aksoez, Yavuz, Machel, Tosun, Krajc, Oeksueztepe, Ziegler, Usorac, Frezghi, Tacar.

SG Orlen: Hampe; Zampach, Zapp, Guerkan, Hörrmann, Kqiku, Bouwer, Federl, Glombek, Howaldt, Krienitz, Müller, Biefang.

Tore: 1:0 Tosun (6.), 2:0 Krajc (24.), 3:0 Ziegler (67.), 3:1 Glombek (70.+1). – Schiedsrichter: Hodgkinson. – Zuschauer: 40.

Entscheidungsspiel um die B-Juniorinnen Kreisliga-Meisterschaft: SV 1913 Niedernhausen - 1. FSV Schierstein 08 (01. 06. 2014)

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SVN-Girls machen Triple perfekt und starten durch

Von René Vigneron

FLÖRSHEIM. High Noon in Flörsheim, wo sich die B-Juniorinnen des SV Niedernhausen und des FSV Schierstein gegenüberstanden. Die Kreismeisterinnen sollten ermittelt werden. Gespielt wurde auf dem Kleinfeld Sieben gegen Sieben. Nach 80 Minuten in brütender Hitze stand ein klarer 5:0-Sieg des SV Niedernhausen zu Buche. "Wir waren nicht richtig fit. Uns steckte das Turnier vom Samstag noch in den Knochen", erklärte FSV-Trainerin Roswitha Ding. Ganz anders die Mädchen von Gegenüber Christian März, die den Vergleich zwischen Teams aus dem Wiesbadener Raum und Berlin-Kreuzberg vom Vortag deutlich besser weggesteckt hatten.

Nach verhaltenem Beginn ergriff der SV Niedernhausen nach und nach die Initiative und erspielte sich immer mehr Feldvorteile, doch der entscheidende Pass kam nicht an. Zudem verschoss Kapitänin Miriam Chlumsky-Hartmann auch noch einen Strafstoß (11.). In der 20. Minute war die quirlige Emily Reinhardt dann endlich zur Stelle und traf aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung. Nur wenig später machte Chlumsky-Hartmann ihren Patzer wett und erzielte die 2:0-Pausenführung für die SVN-Girls.

Nach der Halbzeit-Ansprache von Roswitha Ding kamen die Schiersteinerinnen zwar voller Elan aus der Kabine, doch ein Tor wollte einfach nicht gelingen. Stattdessen fiel in der 48. Minute auf der Gegenseite die Entscheidung, als die überragende Rosalinde Kunst zum 3:0 traf. "Wir haben nach dem 2:0 aufgemacht, wollten unbedingt den Anschlusstreffer erzielen. Nach dem dritten Tor war dann die Euphorie verflogen", brachte es die FSV-Trainerin auf den Punkt.

Vor allem Rosalinde Kunst spielte die Schiersteiner Abwehr ein ums andere Mal schwindelig und legte mustergültig für Chlumsky-Hartmann und Marie Detambel - die Treffer Nummer vier (70.) und fünf (79.) - auf. "Es war in der zweiten Halbzeit ein munteres Scheibenschießen", sagte SVN-Trainer März, dessen Team die erfolgreiche Saison nach den Siegen im Kreis- und Regionalpokal krönte, mit einem Augenzwinkern. "Nach drei Titeln in dieser Spielzeit können wir mit Recht behaupten, dass wir dieses Jahr die beste Mannschaft im Raum Wiesbaden sind."

Unglücklicher Austragungsort

Schade nur, dass sich lediglich ein paar Zuschauer auf der Flörsheimer Tribüne verloren. Vielleicht hätten die Verantwortlichen solch ein Finale nicht unbedingt in den Main-Taunus-Kreis legen sollen. "Unglücklicher Termin und Ort," fand auch Ding kritische Worte.

In Niedernhausen wird derweil eine neue Zeitrechnung anbrechen, denn die B-Juniorinnen gehen in der kommenden Saison fast geschlossen als erstes Damenteam der Vereinsgeschichte an den Start: "Ein neues Abenteuer für den Verein", freut sich Christian März, der die Mannschaft auch weiterhin betreuen wird.

SV Niedernhausen: Hehner; Silva Fischer, Reinhardt, Böhm, Kainz, Schwarz, Chlumsky-Hartmann, Detambel, Kunst.

FSV Schierstein: Grote, Zainoun, Weiland, Abnos, Lang, Sulejmani, Sabczak, Turan, Direnc, Geissler.

Tore: 1:0 Reinhardt (20.), 2:0 Chlumsky-Hartmann (29.), 3:0 Kunst (48.), 4:0 Chlumsky-Hartmann (70.), 5:0 Detambel (79.). - Schiedsrichter: Dominic Kühnl. - Zuschauer: 25.

WT, 04. 06. 2014

A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2013/14: Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Gruppenliga Wiesbaden2014/15 - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 - DJK SC Schwarz-Weiß Wiesbaden (24. 05. 2014)

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"Spiel hatte keinen Verlierer verdient"

Von René Vigneron

wiesbaden. Wer darf nächste Saison in der Fußball-Gruppenliga ran? Im Entscheidungsspiel der B-Jugend standen sich die Freie Turnerschaft und Schwarz-Weiß Wiesbaden gegenüber. Nach hochdramatischen 80 Minuten setzten sich die Freien mit 5:4 (3:2) durch und steigen auf. "Ein sehr gutes Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte. Eigentlich gehören beide Mannschaften eine Klasse höher", lautet das Fazit von SW-Trainer Alex Kopp.

Von Beginn an war mächtig Dampf im Spiel: kein Abtasten, kein Taktieren, Vollgas-Fussball auf beiden Seiten. Die Anfangsphase gehörte den Schwarz-Weißen, die mit ihrer körperbetonten Spielweise und langen Bällen auf ihre Spitzen für Unruhe in der gegnerischen Defensive sorgten. So war es nur eine Frage der Zeit, bis ihr Anhang das erste Mal jubeln konnte. Christian Herrmann zog aus halbrechter Position ab, unhaltbar für Andy Schapelhouman im Tor (15.) der Freien.

"Den Sack nicht zugemacht"

Fünf Minuten war der lange Julius Wohlleben mit dem Kopf zur Stelle und traf zum 2:0 für die Truppe von Alex Kopp, der später bemängelt: "Wir haben den Sack einfach nicht zu gemacht." Statt die Nervosität des Gegners auszunutzen, ließ Schwarz-Weiß weitere Einschussmöglichkeiten fahrlässig liegen. "Die Jungs waren supernervös, es lag schon ein ziemlicher Druck auf Ihnen," erklärt Kopps Gegenüber Volker Schrauth.

Die Folge: Die Elf vom Trainergespann Schrauth/Karabey besann sich nach und nach ihrer Stärken und setzte immer wieder Nadelstiche über ihre schnellen Flügel. Vor allem Onur Torugnoglu bereitete der SW-Abwehr erhebliche Probleme und stellte binnen fünf Minuten prompt den Gleichstand her (27./32.). Jetzt kombinierten die Freien Turner, ließen Ball und Gegner laufen. "Sie haben endlich das gemacht, was sie können," so Schrauth. Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann Levin Walke, der sein Team das erste Mal in Führung brachte (39).

Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. Obwohl die Freien Turner jetzt kompakter und sicherer agierten, kamen Schwarz-Weiß ab und an gefährlich vors gegnerische Gehäuse. So war es wieder Julius Wohlleben, der zum 3:3 einnetzte (50.). Doch davon ließen sich die "Roten" nicht beeindrucken, gingen durch John Younan (53.) erneut in Führung, ehe derselbe Spieler in der 60. Minute auch zum 5;3 traf. Kopp`s Team gab sich zwar nie nicht geschlagen, doch mehr als der Anschlusstreffer durch Nils Hoffmann (80.+2) war nicht mehr drin.

"Die Mannschaft ist komplett der jüngere Jahrgang und kann nächste Saison, so wie sie ist, in der Gruppenliga spielen. Das ist sensationell," freut sich Schrauth. Hängende Köpfe dagegen bei den Schwarz-Weißen, die mit dieser Leistung ebenfalls den Aufstieg verdient hätten. So aber bleibt die Hoffnung des Trainers, es eben nächstes Jahr zu schaffen: "Neue Saison neues Glück!"

Freie Turnerschaft: Schapelhouman, Bibo, Djeric, Arrahmouni, Condello, Hemerat, Chatzitzortzis, Ade, Karabey, Walke, Saridis, Glaser, Reuschel, Pawlowski, Torugnoglu, Younan, Lachenmaier.

DJK Schwarz-Weiß: Stirn, Köhler, Hoch, Barlas, Herrmann, Wohlleben, Irrgang, Zens, Heinisch, Koch, Stingl, Ruppel, Hoffmann, Hörner, Wehnert.

Tore: 0:1 Herrmann (15.), 0:2 Wohlleben (20.), 1:2 Torunoglu (27.), 2:2 Torunoglu (32.), 3:2 Walke (39.), 3:3 Wohlleben (50.), 4:3 Younan (53.), 5:3 Younan (60.), 5:4 Hoffmann (80.+2). - Schiedsrichter: Bagdatli (Wiesbaden) - Zuschauer: 200.

WT, 28. 05. 2014

A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2013/14: DJK 1. SC Klarenthal 1968 - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 (17. 05. 2014)

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Den Spitzenreiter geärgert

Von René Vigneron

WIESBADEN. - Im Klarenthaler "Käfig" empfingen die Fußball-A-Junioren des heimischen 1. SC den souveränen Kreisliga-Spitzenreiter Freie Turnerschaft. Die Konstellation war klar: Selbst bei einem Sieg des SCK konnten sie aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden. Also hieß die Devise: den Tabellenführer richtig ärgern. Und dies taten die Schützlinge von Trainer Karlheinz Beckenbach mit Bravour: "Die Jungs haben sich in der zweiten Halbzeit zusammengerissen, füreinander gefightet und zusammengespielt, dann hat das auch funktioniert." Am Ende stand ein 4:3-Sieg zu Buche.

Auf dem engen Kunstrasenplatz in Klarenthal ging es von Beginn intensiv, aber immer in fair zur Sache, worauf der Coach sehr viel wert legt: "Keine Aggression auf dem Sportplatz. Diese Einstellung vermittle ich Ihnen auch." Die Gastgeber agierten - entgegen ihrer üblichen Spielweise - mit langen Bällen. "Wir wollten sie etwas überraschen. Meine Jungs waren aber noch nicht richtig auf Betriebstemperatur", gab der SCK-Trainer an. Der Tabellenführer hatte weitaus mehr vom Spiel, kombinierte im Mittelfeld gefällig und erspielte sich deutliche Feldvorteile. Die Gastgeber ließen sich davon beeindrucken, hielten aber mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft dagegen. In der 23. Minute zeigte Schiedsrichter L´Madaghri auf den Elfmeterpunkt. Zum fälligen Strafstoß trat Onur Alkin an, doch FT-Keeper Mourad Koubaa parierte, allerdings wieder vor die Füße von Alkin, der ohne Mühe den Ball über die Linie brachte. Daraufhin drehten die Gäste mächtig auf. SCK-Torwart Deniz Degertas stand immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. In der 35. Minute war er machtlos, als Kapitän Patrick Lieb mit einem Freistoß ausglich. Neun Minuten musste Degertas den Ball wieder aus dem Netz holen, als er sich bei einer Bogenlampe etwas verschätzte.

Die Gastgeber kamen wie verwandelt aus der Pause. Trainer und "Ziehvater" Beckenbach (der die Elf mittlerweile seit acht Jahren trainiert) hatte die richtigen Worte gefunden: "Wir werden das Spiel nur gewinnen, wenn wir den Ball laufen lassen." Dies schien zu funktionieren. In der 57. Minute konnte Yunus Özkan ausgleichen. Vier Minuten später war es FT-Akteur Philipp Chartitzortzis, der unglücklich ins eigene Tor traf. Eine Minute später war wieder Patrick Lieb wieder zur Stelle und glich zum 3:3 aus. Davon ließen sich die Gastgeber dieses Mal nicht mehr beeindrucken. Yunus Özkan machte mit seinem zweiten Treffer in der 65. Minute den Deckel drauf. Trainer Hubert Lieb wechselte noch einmal frische Kräfte ein, um wenigstens noch einen Punkt aus dem "Käfig" zu entführen. Vergeblich, am Ende jubelte die Multi-Kulti-Truppe aus Klarenthal.

Deren Aufstiegsträume dürften aber abgehakt sein: "Wir haben es selbst versemmelt. Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs", so Beckenbach, "und gönne den Freien Turnern den Aufstieg." Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass die sich den Aufstieg noch aus der Hand nehmen lassen.

Klarenthal: Degertas, Maddaghri, Miller, Pitogo, Alkin, Mora De Los Santos, da Silva, Bauer, Dridi, Özkan, Mirnyj, Karaahmet, Tokustepe, Tuzla, Tasharrofi.

Freie Turnerschaft: Koubaa, Günaydin, Savran, Chatzitzortzis, Wimmer, Dahar, Haddouzi, Riggio, Lieb, Nagel, Freitäger, Elmazoski, Ebhotemen, Kiziler.

Tore: 1:0 Alkin (23.), 1:1 Lieb (35.), 1:2 Wimmer (44.) 2:2 Özkan (57.), 3:2 Eigentor Chatzitzortzis (61.), 3:3 Lieb (62.), 4:3 Özkan (65.). - SR: L`Madaghri (Niedernhausen) - Zu.: 60.

WT, 21. 05. 2014

A-Junioren Hessenliga 2013/14: FV Biebrich 02 - SV Wehen (27. 04. 2014)

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Derbysieg bringt neuen Mut

Von René Vigneron

Wiesbaden. Endspurt in der A-Junioren-Hessenliga nach den Osterferien: mit ganz unterschiedlichen Ausgangslagen für den FV Biebrich 02 und den SV Wehen vor dem Derby. Die Blauen brauchen jeden Punkt gegen den Abstieg, die Taunussteiner jeden Zähler im Kampf um den Titel. Am Ende bejubelten die 02er einen 2:1 (2:1)-Erfolg, der neue Hoffnung gibt, während der SV Wehen seine Meisterschaftsträume begraben kann.

Und die Wiesbadener Vorstädter hatten ganz augenscheinlich den Ernst der Lage erkannt, kamen bis in den Haarspitzen motiviert aus der Kabine, waren von der ersten Sekunde an hellwach und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Die Mannschaft des neuen Trainergespanns Markus Goßmann und Malte Christ war nicht wieder zu erkennen. Welch eine Wandlung. "Unsere Jungs haben verstanden, dass jedes Spiel ein Endspiel für uns ist," so die Trainer. Aus der Truppe talentierter - aber eigensinniger - Einzelspieler ist in den vergangenen Wochen ein Team zusammen gewachsen. Goßmann: "Wir haben viele Einzelgespräche geführt und sehr intensiv trainiert".

Die Tabellenzweite zeigte sich überrascht ob des forschen Beginns der Gastgeber und kam überhaupt nicht in die Partie. Wehens Torwart Niklas Reichel konnte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Nach einer knappen halben Stunde musste er das erste Mal den Ball aus dem Netz holen. Nach ein einer unübersichtlichen Situation im Strafraum war Quadie Sabbar zur Stelle und traf zur Führung. Zwei Minuten später fiel der Ausgleich wie aus heiterem Himmel, als Keeper René Roth unter Bedrängnis der Ball durch die Finger glitt und Maximilian Gollner zur Stelle war.

Wer gedacht hätte, das Spiel würde jetzt kippen, sah sich getäuscht. Eine Minute später zappelte der Ball bereits wieder im Wehener Tor. Zafer Bektas erzielte die erneute Biebricher Führung. Die Gäste versuchten jetzt mit aller Macht, angetrieben von Niklas Zeller, das Spiel in den Griff zu bekommen, agierten dabei aber meist ideenlos und ließen die gewohnte Kombinationssicherheit vermissen. Dagegen blieben die Blauen mit schnellen Tempogegenstößen stets gefährlich.

Die Gäste erspielten sich zwar eine optische Überlegenheit, aber am Strafraum war Schluss. Die dicht gestaffelte Abwehr um Kapitän Ninos Aodicho stand sicher. Je länger die Begegnung dauerte, desto frecher wurden die Blauen und hätten das Ergebnis höher schrauben können, ja müssen. "Der Sieg war Balsam für die Seele. Wir hätten sogar höher gewinnen können und müssen jetzt unbedingt nachlegen," so Goßmann. Hängende Köpfe dagegen beim SV Wehen. "Biebrich war von Beginn an körperlich und mental wesentlich präsenter als wir. Die Jungs haben eine desolate Leistung gezeigt," ärgerte sich SVW-Trainer Christian Hock.

Biebrich 02: Roth, G. Bektas, Z. Bektas, Bozbiyik, Aodicho, Pina, Nakos, Cetinkaya, Sabbar, Cikotic, Salvagente, Bontzol, Haurand, Siewe Nana, Can Meyer.

SV Wehen: Reichel, Buff, Landu, Gollner, Iten, Stägemann, Zeller, Soultani, Dankopf, Götz, Schellmann, Alves Trindate, Weber, Wild.

Tore: 1:0 Sabbar (33.), 1:1 Gollner (35.), 2:1 Z. Bektas (36.). - SR: Tesch (Dieburg). - Zu.: 175.

WT, 30. 04. 2014

 E-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2013/14: SpVgg 1919 Sonnenberg - TSG 1846 Kastel (29. 03. 2014)

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E1-Jugend der Spvgg. Sonnenberg siegt knapp, aber verdient

Von René Vigneron

WIESBADEN - High-Noon in der E1-Jugend-Kreisliga Wiesbaden bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sonnenberger Spitzkippel: Spitzenreiter Spvgg. Sonnenberg wollte die Tabellenführung behaupten. Dazu würde ein Remis gegen die Nachwuchskicker des Rangzweiten TSG 46 Kastel genügen. Die Gäste brauchten einen Sieg, um die Poleposition zu übernehmen.

Entsprechend motiviert gingen die Kontrahenten in den Gipfel. Von Beginn an ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Der Primus wirkte etwas reifer in der Spielanlage. Der Verfolger versuchte es mit langen Bällen über seine schnellen Stürmer. Aber trotz der Bedeutung der Partie blieb es stets fair. Es kam im Minutentakt zu Torraumszenen hüben wie drüben, mit Vorteilen für die Sonnenberger. Die Torhüter – Maximilian Krapf (Sonnenberg) und Leon Amberg (Kastel) – zeichneten sich mehrfach aus, entnervten reihenweise die Stürmer. In der neunten Minute war Krapf aber machtlos und konnte den Treffer von Lasse Marlo Ehrlich nicht verhindern. Mit diesem Resultat ging’s nach 30 Minuten in die Pause.

Nach Wiederanpfiff machten die Sonnenberger Kicker von Trainer Dirk Mettner mächtig Druck. Er hatte in der Halbzeit wohl die richtigen Worte gefunden: „Ihr habt alles richtig gemacht, es fehlen nur noch die Tore.“ Nach drei Minuten die Erlösung, als Jonas Poth zum 1:1 abstaubte. Fünf Minuten später fiel der nächste Treffer für die Gastgeber, als Arthur Miller abzog und Keeper Amberg den Ball nicht richtig zu fassen bekam, der dann ins Tor trudelte. Seine Mitspieler versuchten mit aller Macht den Ausgleich zu schaffen – vergebens. Nach dem Abpfiff ausgelassener Sonnenberger Jubel. „Die Jungs haben mit der Niederlage (0:2 gegen Rambach/ Anm. d, Red.) einen Denkzettel bekommen. Danach haben wir einiges besprochen, vor allem, dass man nur als Team Erfolg haben kann. Das hat gefruchtet“, so Trainer Dirk Mettner.

Frust pur dagegen – es floss auch die ein oder andere Träne – aufseiten der Kasteler um Trainer Thomas Ehrlich, der seinen Jungs trotz der Niederlage eine hervorragende Leistung attestierte. Unter den Zuschauern war auch DFB-Stützpunkt-Trainer Uwe Meckbach, der Talente des Jahrgangs 2003 sichtete und einige Spieler beider Teams auf dem Zettel hatte.

Sonnenberg: Krapf, Kramer, Rüenauver, Rupp, Eberwein, Miller, Göttmann, Hau, Schwald, Poth.

Kastel: Amberg, Ehrlich, C. Traber, A. Traber, Träger, Müller, Babacan, Cinar, Tammaoui, Azdi Ahmed.

Tore: 0:1 Ehrlich (9.), 1:1 Poth (33.), 2:1 Miller (38.).

WT, 02. 04. 2014

A-Junioren Hessenliga: FV Biebrich 02 - FC Bayern Alzenau (23. 03. 20104)

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A-Junioren: 02er trennen sich von Trainer-Duo

Von René Vigneron und Stephan Neumann

BIEBRICH - Paukenschlag bei den A-Junioren-Fußballern des FV Biebrich 02: Nach der 1:4-Schlappe gegen Bayern Alzenau zogen die Verantwortlichen die Notbremse, vollzogen die Trennung vom bisherigen Trainer-Duo Stefan Balik/Zeljko Pasalic. Ein neues, in der Vergangenheit bewährtes Tandem soll nun im Saisonendspurt noch den Hessenliga-Verbleib bewerkstelligen: Der Sportliche Leiter Malte Christ und Markus Goßmann kehren ab sofort auf die Trainer-Bühne zurück, feiern am Samstag (15.45 Uhr) im Spiel beim FSV Frankfurt ihr Comeback an der Seitenlinie – befristet bis zum Rundenende. Christ sagt: „Wir haben lange diskutiert und machen das gerade im Jugendbereich nicht gerne. Doch als Verein muss man alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das Team wirkte zuletzt leblos, was wir nicht den Trainern anlasten. Doch wir wissen auch, dass die Mannschaft nicht so schlecht ist, wie es der viertletzte Tabellenplatz vermuten lässt.“

Balik und Pasalic hatten nach dem 0:9-Debakel in Darmstadt alles versucht, um die Klatsche aus den Köpfen der Spieler zu vertreiben und sie für die anstehenden Aufgaben aufzurichten, waren also mehr als Psychologen gefragt. „Wir sind aufgestiegen, das erste Mal seit 20 Jahren und können die Klasse halten. Damit versuchen wir die Jungs bei der Ehre zu packen,“ so Balik im Vorfeld.

Dies schien aber in den Köpfen seiner Spieler noch nicht angekommen zu sein, denn das Spiel auf dem Biebricher Kunstrasen lief so gar nicht nach den Vorstellungen beider Trainer. Die Unterfranken übernahmen von Beginn an die Regie und bestimmten die Partie nach Belieben. Sie wirkten körperlich robuster, mannschaftlich geschlossener und kombinierten aus einer sicheren Abwehr heraus. Die Biebricher dagegen verzettelten sich in Einzelaktionen und kamen nur zu sporadischen Vorstößen vor das Bayern-Tor. So verwunderte es nicht, dass nach 45 Minuten wieder nach einer herben Schlappe aussah. Es ging mit 0:4 in die Pause.

Nach dem Wechsel ein gänzlich anderes Bild, die Biebricher kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. In der Pausenansprache schienen Balik und Pasalic die richtigen Worte gefunden zu haben, um ihre Jungs wach zu rütteln. Die Forderung Baliks: „Besseres Zweikampfverhalten, etwas gradliniger und mit wenig Ballkontakten nach vorn spielen“. Seine Kicker hatten die Ansage verstanden, setzten die Marschroute der Trainer um und boten den Alzenauern, die sich sichtlich beeindruckt zeigten, Paroli.

Das Zusammenspiel funktionierte, die Zweikämpfe wurden angenommen, das Team wirkte viel homogener und kombinierte ansehnlich. „Warum erst jetzt, nach dem die Partie eigentlich schon gelaufen war?“, fragten sich die heimischen Zuschauer. Doch die „Blauen“ kamen durch Athanasios Nakos nur noch zum Anschlusstreffer.

Pasalic trägt es mit Fassung

Aber die Leistung im zweiten Abschnitt lässt für die kommenden schweren Aufgaben hoffen, dass die Saison auf einem Nichtabstiegsplatz beendet wird. Balik und Pasalic zeigten sich jedenfalls zuversichtlich, ehe die Vereinsführung gestern die Reißleine zog. „Wir hätten gerne weitergemacht, müssen aber die Entscheidung akzeptieren. Es ist ja legitim, wenn der Verein bei Unzufriedenheit reagiert“, trug Pasalic die Ablösung mit Fassung.

FV Biebrich 02: Rothenbächer, Celil Cetinkaya (46. Haurand), Pasalic, Bektas, Pina, Bagdatli, Sabbar, Bozdag (37. Cikotic), Nakos, Acar (82. Aktas), Aodicho.

Tore: 0:1 Niesigk (8.), 0:2 Thun (FE/25.), 0:3 Grünewald (28.), 0:4 Niesigk (45.), 1:4 Nakos (59.). – Schiedsrichter: Mürell (Obertshausen).

WT, 26. 03. 2014

D9-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2013/14: SV Wehen - FC Germania 08 Weilbach (15. 03. 2014)

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Fußball: Klare Sache für „ältere“ Weilbacher D-Junioren auf dem Wehener Halberg

Von René Vigneron

WEHEN - Fußball auf dem Wehener Halberg ist etwas für harte Burschen. Während „unten“ in Wiesbaden das Thermometer noch zweistellige Temperaturen anzeigt, ist es „oben“ nur ein paar Grad über null, der Wind bläst und der Himmel ist wolkenverhangen, einfach ungemütlich. Doch ungemütlich wurde es beim Spitzenspiel der D-Jugend-Gruppenliga nur für die Kicker des gastgebenden SV Wehen, die am vergangenen Samstag nicht den Hauch einer Chance gegen den Tabellenführer und designierten Meister Germania Weilbach hatten. Wehens Trainer Johannes Vey: „Wir haben den schlechtesten Tag der Saison erwischt. Die Leistung war einfach unterdurchschnittlich und daher haben wir es nicht auf den Platz bekommen wie sonst. Eigentlich total untypisch für meine Mannschaft, die war irgendwie verunsichert“.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Von der ersten Minute an drückten die Gäste der Begegnung ihren Stempel auf. Die Kicker vom Halberg kamen überhaupt nicht ins Spiel, wurden durch geschicktes Pressing schon früh in der eigenen Hälfte beim Spielaufbau gestört und waren sichtlich beeindruckt von den sehr gut kombinierenden, physisch starken und ballsicheren Weilbachern. Das frühe Führungstor durch deren Kapitän Nick Fiege spielte den Gästen zusätzlich in die Karten. Dieser Nick Fiege war an diesem Tag einfach nicht zu bremsen und ragte mit seinen insgesamt vier Treffern aus der Mannschaft von Trainer Aurelio Salemi noch heraus, wurde aber auch seinen Mitspielern hervorragend in Szene gesetzt. „Dass wir hier 5:0 gewinnen, haben wir nicht erwartet, sind aber schon mit breiter Brust und unbedingtem Siegeswillen raus gegangen. Wir haben das Spiel dominiert und auch verdient für uns entschieden,“ so das Fazit Salemis, der einfach nur stolz war ob der gezeigten Leistung seiner Jungs.

Vom großen Bruder gelernt

Fiege – der Name ist in heimischen Fußballerkreisen durchaus ein Begriff. Stimmt! Max Fiege – der ältere Bruder – kickte bis zum Winter noch beim Hessenligisten SV Wiesbaden. Der Offensivspieler war maßgeblich am Aufstieg des Wiesbadener Traditionsvereins ins hessische Oberhaus beteiligt, hat sich aber mittlerweile dem Verbandsligisten Spvgg. Oberrad angeschlossen.

Sein jüngerer Bruder zeigte auf dem Halberg eindrucksvoll seine Qualitäten – dynamisch, technisch versiert und mit Torriecher ausgestattet. „Ich war früher oft bei den Spielen meines großen Bruders und habe zugeschaut. Er hat ja auch viele Tore geschossen. Ich habe auch viel mit ihm Fußball gespielt und von ihm gelernt,“ so Nick über Max. In der Tat, denn 25 Tore in der laufenden Saison belegen dies eindeutig. Die ist auch den großen Klubs aus der Region nicht verborgen geblieben. Doch sein Nahziel ist „in Weilbach bleiben und soviel wie möglich mit der Mannschaft erreichen“, auch wenn er natürlich davon träumt, irgendwann einmal Profi zu werden.

Diese Aussage bestätigt die Philosophie seines Trainers Salemi: „Das Team ist im Mittelpunkt, nicht der einzelne Spieler. Jeder passt wie ein Puzzle, wenn es dann fertig ist, dann ergibt es ein schönes Bild! So präsentieren wir uns auf und neben dem Feld.“ Der Erfolg der Mannschaft gibt ihm recht. Dagegen hat SVW-Trainer Johannes Vey die schwere Aufgabe, seine Kicker nach der schmerzlichen Niederlage wieder aufzubauen, damit der Rest der Saison wieder erfolgreich gestaltet wird.

SV Wehen: Bördner, Varga, Back, Omerovic, L. Hofmann, Chahloul, Esmaieli, Volk, Becker, Feld, Spilger, Stark, Lüders.

Germ. Weilbach: Cirillo, Derigs, K. Hofmann, Ben Nhila, Binzen, Roth, Fiege, Gärtner, Andreutti, Baio, Neumann.

Tore: 0:1 Fiege (9.), 0:2 K. Hofmann (17.), 0:3, 0:4, 0:5 Fiege (28./37./51.).

WT, 19. 03. 2014

B-Junioren Hessenliga 2013/14: SV Wehen - KSV Baunatal (22. 02. 2014)

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Kein Spiel wie jedes andere: Wehener B-Junioren feiern späten 2:1-Sieg gegen Baunatal

Von Jannik Schneider

WEHEN - Der eisige Wind hatte zunächst keine Chance auf dem Wehener Halberg. Zu aufgeheizt war die Stimmung abseits des Spielgeschehens, zu feurig die Blicke der Akteure auf dem Platz. Schnell wurde klar, dass der späte 2:1-Erfolg des SV Wehen über den KSV Baunatal kein normales Spiel in der B-Junioren-Hessenliga war.

„Nach den Ereignissen aus dem Hinspiel in Baunatal war auch keine große Freundschaft zwischen den beiden Vereinen zu erwarten“, versuchte Wehens Coach Anouar Ddaou zu erklären. Beim ersten Aufeinandertreffen habe es rassistische Äußerungen gegenüber zwei Spielern des SV Wehen gegeben. „Das haben mehrere meiner Jungs unabhängig voneinander damals bestätigt. Ich habe seinerzeit Baunatals damaligen Trainer damit konfrontiert. Der hat allerdings nur abgewunken.“

Auf ein Statement, wonach Rassismus auch in Baunatal nicht toleriert werde, wartete man auch diesmal vergeblich. „Wir spielen gegen den Abstieg, es geht um enorm viel“, stellte KSV-Trainer Dirk Peter die sportlichen Prioritäten in den Vordergrund und wollte sich zu den Geschehnissen von damals nicht weiter äußern. „Ich habe das Traineramt erst vor vier Begegnungen zusammen mit Rainer Demus übernommen.“

Ein Kompliment dennoch an die 22 Akteure auf dem Platz, die zwar aggressiv zu Werke gingen, aber dennoch dafür sorgten, dass sich alles im Rahmen hielt. Wenn es unfair wurde, dann lag das ausschließlich an Zwischenrufen gegenüber dem Schiedsrichter seitens eines Baunataler Betreuers, der selbst nicht zum Trainerteam gehörte.

In der Schlussphase wurde es dann allerdings doch noch einmal hektisch auf dem Platz. Die Gastgeber führten bis drei Minuten vor Abpfiff durch ein Tor von Janis Holz mit 1:0. Die Vorbereitung ging auf das Konto des sehr agilen Jann Bangert, der allein im ersten Spielabschnitt selbst zwei weitere Treffer hätte erzielen können. „Bei 80 Prozent Ballbesitz und der Vielzahl an Chancen hätten wir höher führen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann von der ruppigen Art der Baunataler etwas beeinflussen lassen“, urteilte Ddaou.

Tatsächlich suchten die Nordhessen nach der Pause mehr und mehr Zweikämpfe, waren dabei aber nicht unfair. „Wir sind dann besser reingekommen, haben gut gepresst und belohnten uns mit dem Ausgleich“, betonte Dirk Peter.

„Wir dachten wohl, wir hätten schon gewonnen“, erklärte später Wehens Kapitän Michael Akoto zum überraschenden Ausgleichstreffer. „Erst der Ball von Paul hat uns dann erlöst“. Die Rede ist von Mitspieler Paul Lutterbuese, der praktisch mit dem Abpfiff doch noch den Siegtreffer erzielte.

„Nicht kopflos angerannt“

„Das war nicht das erste späte Gegentor, das wir kassiert haben, aber diesmal sind wir ruhig geblieben und nicht kopflos angerannt“, war Ddaou stolz auf seine Truppe. „Durch diesen Last-Minute-Erfolg bleibt der Traum von der Meisterschaft bei zwei Punkten Rückstand auf Darmstadt 98 ein realistisches Ziel.“

Die Vorgeschichte, gepaart mit dem verdienten, aber späten Siegtreffer, ließ es kurzzeitig noch einmal hektisch werden. Der eisige Wind auf dem Halberg trieb die Akteure dann aber doch relativ zügig und ohne große Zwischenfälle in die Kabinen.

SV Wehen: Albrecht, Makana, Evrin, Jindra, Akoto, Gabel (28. Hasselbach), Holz, Lutterbuese, Bangert, Malkoc (53. Zecovic), Lieber.

Tore: 1:0 Holz (28.), 1:1 Jablonka (77.), 2:1 Lutterbuese (80.).– SR: Dennis Gugel.

WT, 26. 02. 2014

A-Junioren Kreispokalfinale Wiesbaden 2013/14: FV Biebrich 02 - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 (14. 12. 2013)

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Fußball: Favorit Biebrich 02 gewinnt Kreispokalfinale der A-Jugend

Von Jessica Hess

WIESBADEN - Patrick Lieb sprintet an der Außenlinie entlang, hebt den Kopf und sieht den mitgelaufenen Paul Freitäger. Lieb spielt den Ball in den Strafraum und Freitäger verwandelt zum 1:0 für die Freie Turnerschaft. Nach nur sieben Minuten führt der Außenseiter im Wiesbadener A-Jugend-Kreispokalfinale gegen den Hessenligisten FV Biebrich 02. Die Freien Turner hätten schon zuvor in Führung gehen können. Auch diesmal war es Freitäger, der durch einen schnellen Konter gefährlich vor das Biebricher Tor kam. Die Überraschung liegt in der Luft – doch der Ball ging vorbei, die Überraschung bleibt aus: Am Ende siegt der Favorit mit 3:1 (1:1). „Wir hätten höher führen können“, kommentiert Hubert Lieb, Trainer der Freien Turnerschaft, die vielversprechenden Chancen seiner Mannschaft.

Amallah sorgt für Wende

36 Minuten laufen die Biebricher dem 0:1-Rückstand hinterher. Erst kurz vor der Halbzeitpause gleicht Biebrichs Torjäger Ilias Amallah aus – die Wende in der 43. Minute. „Wir haben aufgrund der zwei Klassen Unterschied den Gegner einfach zu locker genommen und waren deswegen unkonzentriert“, gesteht 02-Coach Stefan Balik. Diese Einstellung rächt sich um ein Haar. Obwohl die Blauen überlegen sind, können sie den Ball nicht im Tor versenken. Auf der anderen Seite kann die Freie Turnerschaft ihre Führung trotz zahlreicher Konterchancen nicht ausbauen. Nach Wiederanpfiff zeigt sich der Hessenligist sehr dominant, gespielt wurde hauptsächlich auf ein Tor. Nach einer flachen Hereingabe in den Strafraum von Burak Bozbiyik erzielt Quadie Sabbar (55.) den verdienten Führungstreffer für die 02er. Zum 3:1-Endstand trifft Sanjin Cikotic nach einem Freistoß von Ilias Amallah (64.).

„Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir gewinnen. Der Pokalsieg war unser Ziel und das haben wir erreicht“, resümiert Balik. Doch die Freien Turner geben nicht auf: Immer wieder versuchen sie, über ihre schnellen Stürmer Lieb und Freitäger die Verteidigung der Biebricher zu durchbrechen. „Wir sind zufrieden mit unserer Leistung. Wir wussten, dass es schwer werden würde. Letztendlich fehlte uns die Robustheit und Cleverness, die Biebrich hat“, analysiert Lieb treffend. Auch Balik findet positive Worte für den Kreisligisten: „Die Freien Turner haben gut auf Konter gespielt.“

FV Biebrich 02: Haydo – Bektas , Henke, Bozibiyik, Cikotic (70. Aktas), Aodicho, Bagdatli, Pasalic (76. Acar), Amallah, Bozdag (20. Pina), Sabbar (68.. Meyer).

Freie Turnerschaft Wiesbaden: Koubaa – Günaydin (46. Elmazoski), Abbdondanza, Wimmer (55. Kaya) , Kiziler, Haddouzi, Riggio (46. Savran), Lieb, Pachner, Nagel (23. Ebhotemen), Freitäger.

Schiedsrichter: Dennis Jantz (SC Kohlheck). –

Tore: 0:1 Freitäger (7.), 1:1 Amallah (43.), 2:1 Sabbar (55.), 3:1 Cikotic (64.).

B-Jugend-Pokalfinale

TuS Nordenstadt – SV Frauenstein 1:0 (0:0). –

Bei den B-Junioren setzte sich nach einer ausgeglichenen Partie der TuS Nordenstadt gegen den SV Frauenstein durch. Im Duell der Gruppenligisten schoss Malik Jordan Mclemore das entscheidende 1:0 (60. Minute), Davide Frusteri legte in der 76. Minute per Elfmeter nach. Dabei war das Ergebnis nicht vorherzusehen. Vor dem 0:1-Rückstand hatte Frauenstein die klar besseren Chancen. „Die Niederlage ist sehr bitter, jetzt sind wir zum zweiten Mal im Pokalfinale gegen Nordenstadt gescheitert“, zeigt sich SVF-Trainer Miguel da Silva enttäuscht. „Nach dem Tor sind wir besser ins Spiel gekommen, davor waren wir zu nervös“, urteilte TuS-Coach Daniel Pollner.

SV Frauenstein: Ahmad – Pascucci, Sobert, Schlosser, Celik, Mühlbauer, Vogler, Zadran, Avdyli, Battal, Barreira (Akcay, Demiroez, El Hag).

TuS Nordenstadt: Ullrich – Hermann, Wypiyewski, Wittig, Frusteri, Angler, Wagner, Lyska, Kutalekos, Matuschek, Schmelzer (Horlacher, Mclemore, Lotz).

SR: Malte Kirschner (TSG Kastel 46). –

Tore: 0:1 Mclemore (60.), 0:2 Frusteri (76.).

WT, 18. 12. 2013

D-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2013/14: SV 1913 Niedernhausen - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 (30. 11. 2013)

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Turbulente Schlussphase

Von Iman Naghashian

Wiesbaden . Robin Gloeckner ist Stürmer in der D-Jugend des SV Niedernhausen und führt die Torjägerliste der Kreisliga Wiesbaden an. Er hatte vor dem neunten Spieltag bereits acht Treffer erzielt und freute sich auf das Heimspiel seines SVN gegen die Freien Turner aus Wiesbaden. Auch die Gäste gingen hoffnungsvoll in die Partie um die Tabellenspitze - und mit 4:3 Treffern als Sieger daraus hervor.

Beide Vereine sind seit vielen Jahren im Fußballkreis Wiesbaden für ihre ausgezeichnete Jugendarbeit bekannt. Bei den Freien Turnern steht dabei nicht immer das Ergebnis, sondern die technische Entwicklung der Talente im Vordergrund. Ähnlich sehen es auch die Verantwortlichen des SV Niedernhausen, die alleine 16 Jugendmannschaften stellen. "Wir wollen die Jungs und Mädels weiterbringen und schönen Fußball spielen", betont der engagierte Trainer Jörg Östreich. "Dabei soll der Breitensport beim SV Niedernhausen auch Werte wie Teamgeist und Gemeinschaftsgefühl vermitteln", fügt der Übungsleiter hinzu. Sein Assistent Markus Desch ergänzt: "In den vergangenen Jahren ist der Jugendfußball dennoch leistungsorientierter geworden."

So wurde die Partie mit Spannung erwartet - und sie hielt auch, was sie versprochen hatte. Bereits in der dritten Minute spitzelte Robin Gloeckner den Ball am herauseilenden Gästetorwart vorbei zur Führung des SV Niedernhausen. Till Hamm erzielte den Ausgleich mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz (10.). Im Gegenzug war Torjäger Gloeckner wieder zu Stelle. Der Blondschopf brachte seine Farben mit einem Schuss ins lange Eck abermals in Führung (13.). Die Gäste zeigten sich nur kurz geschockt und bestimmten mit ihren technisch starken Spielern fortan das Geschehen.

Dass die Halbzeitpause offenbar zur rechten Zeit gekommen war, merkte man direkt nach dem Wechsel, als die Autaler wie verwandelt aus der Kabine kamen und Johannes Reichenek mit einem tollen Sololauf auf 3:1 erhöhte. Der Gastgeber sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus, bis sich die Ereignisse in der Schlussphase überschlugen. Zunächst verkürzte Alexander Semerenko für die Freien Turner zum 2:3 (48.). Kurz danach foulte ausgerechnet Robin Gloeckner seinen Gegenspieler im Strafraum und bestätigte die alte Fußballerweisheit, dass ein Stürmer im eigenen "16er" nichts verloren hat. Mohammed Haddouzi widerlegte eine andere Fußballerweisheit und traf als gefoulter Spieler sicher vom Strafstoßpunkt zum 3:3-Ausgleich (51.). Noch in der gleichen Minute drehte Haddouzi dann sogar die Partie, als er aus 25 Metern den 4:3-Siegtreffer für die Freien Turner markierte.

"Auch wenn der Sieg der Freien Turner insgesamt in Ordnung geht, war ich mit der Moral meiner Mannschaft einverstanden. Wir haben bis zum Schluss gekämpft", zeigte sich Niedernhausens Trainer Östreich zufrieden. Auch Robin Gloeckner zollte dem siegreichen Gegner Respekt: "Das war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben."

SV Niedernhausen: Patrik Stachowiak - Stina Haberhauer, Leon Hoffmann, Saverio Rassarelli - Julian Sebastiany, Philipp Hoch, Roberto Eiseman, Hannah Zerbst, Jannis Desch - Robin Gloeckner, Nils Östreich, Johannes Reichenek

Freie Turnerschaft Wiesbaden: Daniel Uyumaz - Adrian Novello Di Silves, Luca Hannappel, Nicholas Burger, Berkan Senal - Till Hamm, Mohamed Haddouzi, Marius Lieb, Alexander Semerenko, Nicolay Galicin - Ninos Chabo, Issa Chabo, Mohamed Boujdad

Tore: 1:0 Gloeckner (3.), 1:1 Hamm (10.), 2:1 Gloeckner (13.), 3:1 Reichenek (33.), 3:2 Semerenko (48.), 3:3 Haddouzi (51./FE), 3:4 Haddouzi (52.). - SR: Philip Hodgkinson (SV Schierstein 13). - Zu.: 20.


WT, 04. 12. 1013

C-Junioren Regionalliga Süd 2013/14: SV Wehen - FC Bayern München (13. 11. 2013)

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Von Tiki-Taka keine Spur

Von Jannik Schneider

Taunusstein. Keine Präsenz in den Zweikämpfen, kaum längere Ballstafetten und erst recht kein Tiki-Taka. Die knapp 200 Zuschauer auf dem Halberg rieben sich in den Schlussminuten der Regionalliga-Partie des SV Wehen-Wiesbaden gegen den C-Jugend-Nachwuchs des FC Bayern München (1:2) verwundert die Augen. Plötzlich war sie verschwunden, die totale Dominanz des großen FC Bayern, die momentan so oft von der ersten Mannschaft unter Pep Guardiola zelebriert wird. Und dessen Spielphilosophie immer häufiger auch von den Jugendteams des deutschen Rekordmeisters umgesetzt wird.

"Klasse Reaktion gezeigt"

Dass diese in der zweiten Halbzeit nicht mehr zum Tragen kam, durften sich die Spieler von SVWW-Coach Ralf Peuckmann auf die Fahne schreiben: "Mein Team hat im zweiten Spielabschnitt eine klasse Reaktion gezeigt, ist mit viel mehr Leidenschaft aufgetreten", so Peuckmann stolz.

Leidenschaft war in der Tat das richtige Stichwort. Drei, vier bissig geführte Zweikämpfe nach dem Seitenwechsel sorgten für einen unerwarteten Umschwung; in der bis dato einseitig geführten Partie. So erkämpften sich die jungen Taunussteiner immer mehr Spielanteile. Als dann auch noch Wehens Kapitän Tolga Demirbas mit einem satten Rechtsschuss aus gut 20 Metern nur das Lattenkreuz traf, war die Jagd auf den scheinbar übermächtigen Gegner endgültig eröffnet. "Wir hatten schon wahnsinnigen Respekt vor dem Namen Bayern München und haben wohl erst zu spät gemerkt, dass hier etwas zu holen war", bekannte Demirbas.

Nach zwei brandgefährlichen Standards der Hausherren, unter anderem vergab Abwehrhüne Marc Jajonek mit dem Kopf eine hundertprozentige Chance, war es der eingewechselte Renato Pereira, der für den Anschlusstreffer sorgte (65.). Nach einem klasse Pass von Demirbas behielt der junge Angreifer aus rund elf Metern die Nerven. "Da hat jeder bei uns gedacht, es gehe mit einem Schritt weniger, aber so verlierst du dann fast jeden Zweikampf", analysierte Bayern-Trainer Harald Cerny trocken, ohne sich groß darüber zu echauffieren.

Was wohl auch daran lang, dass der ehemalige Bundesligaspieler überlegene erste 35 Minuten seines Teams und Tore von Maximilian Zeiser per Freistoß (20.) und von Meritan Shabani nach einem 50 Meter-Solo (26.) zu Gesicht bekam. Mit rund 75 Prozent Ballbesitz wollten die Münchener erst gar keine Zweifel aufkommen lassen. Am Ende war die erste Hälfte jedoch wie ausradiert, die FCB-Defensive wackelte, die Hausherren belohnten sich aber nicht mehr für eine tolle Leistung. "Die Leistungssteigerung in Halbzeit zwei zeigt, dass sich das Team stetig weiterentwickelt. Da sind viele Jungs dabei, die letztes Jahr noch auf Kreisebene gekickt haben. Das dürfen wir in der Beurteilung nicht vergessen", sieht der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Christian Hock, das Team auf dem richtigen Weg Richtung Klassenerhalt.

SV Wehen Wiesbaden: Herbst - Kourlinis, Göcek, Jajonek, Muiomo - Buff, Demirbas, Reichel, Stief - Silva-Santos, Kilic; Eingewechselt: Mies, Rudolph, Pereira.

FC Bayern München: Karem - Presch, Zivkovic, Scheithauer, Sulejmani - Burghard, Franzke, Shabani, Wintzheimer, Zaiser - Thiemann; Eingewechselt: Meier, Hadzic.

Tore: 0:1 Zaiser (20.), 0:2 Shabani (26.), 1:2 Pereira (65.). -

SR: Klein (Obertshausen). -

Zu.: 200.

WT, 16. 11. 2013

B-Juniorinnen Gruppenliga Wiesbaden 2013/14: JFV Schlangenbad - Freie Turnerschaft Wiesbaden 1896 (10. 11. 2013)

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Wiesbadener Tagblatt, 13. 11. 2013

Fußball: B-Juniorinnen der Freien Turnerschaft verteidigen mit 4:0 in Schlangenbad die Gruppenliga-Spitze

Von Till Pörner

SCHLANGENBAD - Lediglich 19 Kilometer trennen die Sportgelände des JFV Schlangenbad und der Freien Turnerschaft Wiesbaden. Geografisch betrachtet ist das Aufeinandertreffen der B-Juniorinnen der Teams, ob der sonst großen Distanzen bei Auswärtsfahrten in der Gruppenliga, ein Katzensprung. Sportlich trennt die beiden Teams da schon mehr. Nachdem die Hälfte der Saison absolviert ist, grüßen die Wiesbadenerinnen von der Tabellenspitze, während die Auswahl aus Schlangenbad mit gerade einmal einem Zähler den vorletzten Tabellenrang belegt

.„Ein echter Arbeitssieg“

So war der 4:0 (2:0)-Erfolg des Ligaprimus beim JFV denn auch keine Überraschung. „Das war ein echter Arbeitssieg“, sagte Uwe Ramolla, der Trainer der Freien Turner und sprach von einem deutlichen engeren Spiel, als es das Ergebnis ausdrückt. Die Tatsache, dass seine Mannschaft bereits seit fünf Jahren zusammenspielt und einige Auswahlspielerinnen in ihren Reihen hat, schien sich am Ende einer umkämpften Partie auszuzahlen. „Das war sicherlich nicht unsere beste Leistung“, zeigte sich Ramolla am Ende nicht gänzlich zufrieden. Er und seine beiden Trainerkollegen legen seit jeher den Fokus auf das Kurzpassspiel. Flach, schnell und sicher solle das Team sein Spiel nach vorne aufbauen, was gegen die Elf vom JFV Schlangenbad jedoch nicht immer glückte. „Durch den Regen wurden die Bälle heute oft zu schnell und unkontrollierbar. Das kam den kämpfenden Gastgeberinnen oft zugute“, zollte Ramolla den Schlangenbaderinnen für ihren Kampfgeist Tribut.

Insgesamt zeigte sich auch JFV-Coach Dirk Westphal nicht unzufrieden. „Mein Team soll in dieser Saison Erfahrung sammeln, die Umstellung auf das Großfeld bringt für uns viele Neuheiten mit“, geht es ihm nur nachrangig um Ergebnisse. Seit zweieinhalb Jahren trainiert er die Mädels in Schlangenbad, aus der Anfangstruppe sind immerhin noch fünf Spielerinnen dabei. Gegen das Topteam aus Wiesbaden konnte der JFV über weite Strecken gut mithalten, verschlief jedoch jeweils den Start in die beiden Halbzeiten.

Bereits nach drei Minuten brachte Leonie Orth die Gäste nach einigen Unkonzentriertheiten der JFV-Defensive mit einem Abstauber in Führung, Isabella Foltin erhöhte mit einem Schuss vom Strafraumeck (30.) auf 2:0. Auch im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen Anlaufschwierigkeiten in der Verteidigung. Kapitänin Lorena Rutke entschied mit ihrem Treffer zum 3:0 (42.) die Partei bereits kurz nach dem Wiederanpfiff. Michelle Cardoso beendete mit dem 4:0 (53.) den Torreigen. „Vergangene Spielzeit haben wir eine gute Rückrunde gespielt, das ist auch diesmal unser Ziel“, macht Westphal seiner Mannschaft für die kommenden Spiele Mut.

Letzten Platz vermeiden

„Den letzten Platz wollen wir schon vermeiden“, sagt der Trainer mit einem Lächeln. Das ist auch das Ziel von Stürmerin Sophie Gerster. Die 14-Jährige ist erst seit sechs Wochen beim JFV Schlangenbad, doch schon jetzt hat sie den Fußball ins Herz geschlossen. „Die Stimmung im Team ist richtig gut“, so Gerster, die mit vielen Teamkolleginnen auch privat befreundet ist. Um dreimal in der Woche auf dem Fußballplatz zu stehen, hat die ehrgeizige Sportlerin sogar das Leichtathletiktraining aufgegeben. Bereut hat sie ihre Entscheidung jedoch nicht. In den kommenden Wochen wolle sie ihre Ausdauer und das Zusammenspiel mit ihren Kolleginnen noch weiter verbessern. Das erste Tor hat sie bereits erzielt und schon bald will sie mit ihrem Team den ersten Sieg einfahren.

JFV Schlangenbad: Zuber – Köhler, Leuters, Wießner, Vorgrimler – Dethloff, Hagen – Haas, Ju. Besier, A. Besier – Gerster; Eingewechselt: Ja. Besier, Lenhard, L. Schuch.

Freie Turnerschaft: Grüßner – Neumann, Kletzien, Akerfors, L. Schuch – Orth, Cardoso, Hertel, Rutke – Binakaj, Foltin; Eingewechselt: Jassy, Kehlbach.

Tore: 0:1 Orth (3.), 0:2 Foltin (30.), 0:3 Rutke (42.), 0:4 Cardoso (53.). –

Schiedsrichter: Bakalo (Heidenrod). –

Zuschauer: 20.

A-Junioren Hessenliga 2013/14: SV Wehen - FV Biebrich 02 (27. 10. 2013)

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A-Jugend des FV Biebrich 02 geht nach zweimaliger Führung beim SV Wehen 2:7 unter

Wiesbadener Tagblatt, 30. 10. 2013

Von Philipp Durillo

Wirklich gut standen sie nicht, die Vorzeichen für Stefan Balik und sein Biebricher Hessenliga-Ensemble am vergangenen Sonntagmorgen. Da war zum einen die hohe Derbyhürde, die der Tabellendritte aus Wehen darstellte. Da war auch die Rotsperre des bisherigen Top-Torjägers Ilias Amallah, der bis dato über die Hälfte aller Biebricher Saisontore erzielt hatte. Da war die schlechteste Abwehr der Liga, die gegen den stärksten Sturm der Liga bestehen musste. Und da war vor allem die Tatsache, dass die 02er, bis dato ohne Auswärtspunkt, auch noch auf dem Halberg antreten mussten.

Doch von dem erwarteten Einbahnstraßen-Fußball, den man erst recht nach dem 1:13 der Biebricher bei Bayern Alzenau vor einigen Wochen erwarten konnte, war – wenn überhaupt – erst nach 75 Minuten etwas zu sehen. Zuvor machten es die Gäste der von Christian Hock trainierten Wehener A-Jugend reichlich schwer – unterlagen aber am Ende trotz zweimaliger Führung deutlich mit 2:7 (2:2).

Ausgeglichener Start

So gestaltete sich der Beginn der Partie äußerst ausgeglichen, doch Biebrichs Dario Ciraulo scheiterte nach einer knappen Viertelstunde im Eins-gegen-eins am glänzend reagierenden Wehener Keeper Niklas Reichel. Besser machte es nur wenig später Sanjin Cikotic, der eine verlängerte Freistoßflanke aus Nahdistanz zur nicht unverdienten Gästeführung ins Netz schob. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Flügelspieler Marco Koch bekam einen perfekt getimten Ball in den Lauf serviert, umkurvte Biebrichs Torwart Anton Semerenko und schob ins leere Tor zum Ausgleich ein. Doch auch in der Folgephase änderte sich nicht viel an Wehens „biederem Spiel gegen einen motivierten Gegner“, wie Christian Hock später resümierte. Die Taunussteiner agierten weiterhin mit behäbigem Spielaufbau, dem sowohl Tempo als auch Kreativität weitestgehend abgingen. So war es für die „Blauen“ relativ einfach, den Ball vom eigenen Kasten fernzuhalten und offensiv immer wieder Nadelstiche zu setzen. Auch in Minute 37, als ein an sich harmloser Freistoß aus dem Halbfeld zuerst von Joshua Iten unterlaufen wurde, um dann von Maximilian Gollners Schienbein zu Ciraulo zu prallen, der den Ball nach kurzer Finte flach ins lange Eck drosch – 1:2.

Noch vor der Pause 2:2

Doch auch mit der Pausenführung der Gäste wurde es nichts: Einen leichten Fehler im Aufbau quittierte erneut Koch nach starker Vorarbeit von Ilias Soultani mit dem 2:2-Ausgleich. „Wenn wir mit einem 2:1 in die Pause gegangen wären, hätte es sicher besser für uns ausgesehen“, meinte Balik, der nach einer Stunde mit ansehen musste, wie Goalgetter Niklas Zeller per Weitschuss auf 3:2 stellte – wohl der endgültige Genickbruch für tapfer kämpfende Gäste. „Danach“, befand FV-Kapitän Ninos Aodicho, „war bei uns die Motivation weg und wir haben nicht mehr gut nach hinten gearbeitet.“ Spätestens nach dem 4:2 durch den eingewechselten Gordon Wild war die Partie dann endgültig gelaufen. „Nach diesem Treffer hat Biebrich ein wenig die Nerven verloren, aber von uns war das heute spielerisch und läuferisch eindeutig zu wenig“, kritisierte Hock seine Mannen später trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses, das Soultani mit einem Doppelpack und erneut Wild herstellten. „Trotzdem können wir auf die gezeigte Leistung aufbauen“, schöpft Coach Balik Mut für die kommenden Aufgaben. Nächste Woche haben die zu Hause noch ungeschlagenen Biebricher dann die nur zwei Punkte besser notierte TS Ober-Roden zu Gast. Dort sollten sich die 02er nicht erneut eine zweimalige Führung aus der Hand nehmen lassen.

SV Wehen: Reichel – Kaus (46. Kissel), Landu (53. Gülay), Gollner, Iten, Staegemann, Koch, Zeller, Götz (64. Genc), Soultani, D ankof (72. Wild).

FV Biebrich 02: Semerenko – Henke, Bozbiyik (46. Cetinkaya), Bagdatli, Aodicho, G. Bektas, Cikotic, Pina (78. Sabbar), Acar (75. Elsässer), Ciraulo, Nakos.

Tore: 0:1 Cikotic (18.), 1:1 Koch (21.), 1:2 Ciraulo (37.), 2:2 Koch (45.), 3:2 Zeller (62.), 4:2 Wild (77.), 5:2 Soultani (79.), 6:2 Soultani (81.), 7:2 Wild (89.). – SR: Krämer (Frankfurt). – Zu.: 130.

A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: Türkischer SV WI 1973 - FC 1950 Freudenberg (18. 05. 2013)

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D9-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2012/13: SpVgg 1919 Sonnenberg - FV Biebrich 02 (13. 04. 2013)

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B-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: DJK 1. SC Klarenthal 1968 - JSG Igstadt/Kloppenheim (07. 04. 2013)

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D9-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: SV Frauenstein - JSG Igstadt/Kloppenheim (23. 03. 2013)

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B-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: 1. FSV Schierstein 08 - JFV Amöneburg/Kastel/Kostheim (02. 03. 2013)

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A-Junioren Kreispokalfinale 2012/13: TuS Nordenstadt 1883 - SV Frauenstein 1932 (02. 02. 2013 in Wiesbaden-Delkenheim)

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A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: SV Frauenstein 1932 - SpVgg 1919 Sonnenberg (01. 12. 2012)

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D9-Junioren Kreisklasse Wiesbaden 2012/13, Gruppe 1: 1. FSV Schierstein 08 - SV Wiesbaden 1899 (24. 11. 2012)

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C-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13, Gruppe 1: DJK 1.SC Klarenthal 1968 I - JFV Amöneburg/Kastel/Kostheim (03. 11. 2012)

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D-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2012/13: SV Wehen - FV Biebrich 02 (27. 10. 2012)

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B-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2012/13: JSG Igstadt/Kloppenheim - SpVgg Sonnenberg (30. 09. 2012)

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D9-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2012/13: TuS Nordenstadt 1883 - TSG 1846 Kastel (23. 09. 2012)

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D9-Junioren KL Wiesbaden 2012/13, Gruppe 1: Türkischer SV WI 1973 - VfR Wiesbaden (15. 09. 2012)

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C-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2012/13: SV Frauenstein - TSV Bleidenstadt (25. 08. 2012)

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C-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12: TuS Nordenstadt - Freie Turnerschaft Wiesbaden (21. 04. 2012)

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A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12: Türkischer SV - SV Wiesbaden (24. 03. 2012)

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D9-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12: SV Frauenstein - FV Delkenheim (17. 03. 2012)

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Am 24. 03. 2012 konnten die D2-Junioren des 1. SC Klarenthal schon vorzeitig die Meisterschaft der D7-Junioren Kleinfeldrunde Wiesbaden feiern. Das Bild zeigt die Jungs mit Klassenleiter S. Maurer und der Jugendleiterin Dagmar Leibrich. Bild Copyright: Nicole Wagner.

E1-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12, Gruppe 2: JSG 1. FC Nord/PSV Grün Weiß - FC Freudenberg (19. 11. 2011)

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C-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12:  FV Biebrich 02 - SpVgg Sonnenberg (05. 11. 2011)

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A-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12:  TuS Nordenstadt - TSG Wörsdorf (22. 10. 2011)

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Herbstcup der Freien Turnerschaft, 16. 10. 2011

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D-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12:  TuS Nordenstadt - FSV Winkel (09. 10. 2011)

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B-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12, Gruppe 2: SpVgg Nassau I - FC Freudenberg (25. 09. 2011)

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B-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12, Gruppe 1: FC 34 Bierstadt - JSG Igstadt/Kloppenheim (18. 09. 2011)

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D-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12: SV Niedernhausen - TuS Nordenstadt (10. 09. 2011)

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C-Junioren Gruppenliga Wiesbaden 2011/12: JSG Aarbergen - SpVgg Sonnenberg (03. 09. 2011)

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A-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2011/12: TuS Dotzheim - 1. FC Naurod (21. 08. 2011)

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E-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2010/11, Gruppe 1: TuS Medenbach - DJK Schwarz-Weiß WI (09. 04. 2011)

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E-Junioren Kreisliga Wiesbaden 2010/11, Gruppe 1: FV Biebrich 02 - SpVgg Sonnenberg (26. 03. 2011)

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B-Junioren Hessenliga 2010/11: SV Wehen - SV Frauenstein (20. 03. 2011)

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