Allgemein

Gratulanten beim Ehren-Kreisfußballwart Willy Hartmann (Dritter von rechts): der Bergsträßer Kreisfußballwart Reiner Held, Trainerlegende Klaus Schlappner, Sportkreis-Vorsitzender Günter Bausewein, HFV-Geschäftsführer Gerhard Hilgers, der ehemalige Bezirksfußballwart Rolf Herbold (von links)

(mk) „Er ist ein harter und unerbittlicher Streiter des Fußballsports, der kein Blatt vor den Mund nimmt.“ Treffend charakterisierte Rolf Hocke, ehemals Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes, seinen Mitstreiter Willy Hartmann vor einem Jahrzehnt. Diplomatie war nie Hartmanns Stärke, doch auf sein Wort konnte man sich verlassen. Jüngst wurde der Ehren-Fußballwart des Kreises Bergstraße 85 Jahre alt.

Ortsvorsteher, Gemeindevertreter, Kreistagsabgeordneter, Vereinsvorsitzender und Kreisfußballwart – der Elmshäuser wirkte in den vergangenen Jahrzehnten vielschichtig auf vielen Ebenen. Klar, dass drangvolle Enge herrschte bei der Geburtstagsfeier in Hartmanns zweiter Heimat, dem „Birkenhof“ in Wald-Michelbach. Angesagt hatten sich Freunde und Weggefährten aus Politik, Sport und dem Vereinsleben darunter der Bürgermeister vom Hartmanns Heimatgemeinde Lautertal der just am gleichen Tag Geburtstag hatte, sowie der weltbekannte Organist Franz Lambert. Der weltgewandte Fußballtrainer Klaus Schlappner hatte die Ehre, die Laudatio zu halten, und dafür brauchte Schlappner angesichts der Hartmannschen Schaffenskraft eine gewisse Zeit: “Die Abkürzung a. D. heißt bei Willy Hartmann nicht außer Dienst, sondern auf Dauer.”

Dass es in den vergangenen Jahren ruhiger geworden ist um Hartmann, ist nicht allein dem Alter geschuldet. Mit Sohn Michael und Schwiegertochter Maria pflegte er seine Frau Elli bis zu ihrem Tod im Juni im Alter von 81 Jahren. Ab und an ist der Ehren-Kreisfußballwart noch zu Gast bei Spielen seines Heimatvereins TSV Elmshausen, dem er mittlerweile seit 70 Jahren angehört.

Die politischen Ämter gab Hartmann nach und nach ab. 1972 wurde der Sozialdemokrat erstmals zum Elmshäuser Ortsvorsteher gewählt; dieses Amt hatte er insgesamt 24 Jahre inne. Zudem war er Mitglied des Kreistages.

Begonnen hat Hartmann, im Berufsleben 31 Jahre Anzeigenvertreter für die Südhessische Post (heute Starkenburger Echo), seine Ehrenamtslaufbahn 1955 als stellvertretender Jugendleiter des TSV Elmshausen, war von 1964 bis 1990 stellvertretender Kreisfußballwart und trat 1990 die Nachfolge des Lorschers Franz Hackl als Kreisfußballwart an. Bis 2008 führte Hartmann den Fußballkreis Bergstraße.

Ein Steckenpferd pflegt der Fünfundachtzigjährige bis heute: den Verschönerungsverein in Elmshausen. 1971 war er Gründungsvorsitzender - und ist bis heute der Chef.

„Es gibt viele Bereiche, in denen Sie Spuren gelegt haben, die bleiben“, sagte 2005 der damalige Innenminister Volker Bouffier (CDU) bei der Verleihung des Hessischen Verdienstordens am Bande. Dies ist beileibe nicht die einzige Ehrung, die Hartmann zuteilwurde. Auf lokaler Ebene erhielt der Jubilar so ziemlich alle Auszeichnungen, die zu vergeben sind. Die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz nimmt aber einen besonderen Stellenwert ein.

Das Schlusswort gebührte Hartmann selbst: “Ich habe versucht, mit jedem gut auszukommen und mich - bei unterschiedlichen Positionen - mit jedem zu verständigen. Aber am Ende wurde das gemacht, was ich gesagt habe.” Dem ist nichts hinzuzufügen.


Allgemein \ Ehrenamt wird honoriert

Zwei Mitglieder des Bergsträßer Kreisfußballausschusses sind bei der Sport-Gala des Sportkreises Bergstraße in Biblis für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet worden. Sportkreis-Vorsitzender Günter Bausewein, einst selbst im Kreisjugendausschuss aktiv, überreichte Karlheinz Dörsam die Goldene Ehrennadel des Sportkreises. Der Nieder-Liebersbacher ist seit 2008 Kreisschiedsrichterobmann, war vier Jahre Stellvertreter und zuvor Lehrwart. Dörsam, der 1992 den Trainer-B-Schein erwarb, ist nach wie vor auf den Sportplätzen unterwegs, leitete in seiner 25 Jahre währenden Schiedsrichtertätigkeit Spiele bis zur Gruppenliga. Bei der TG Jahn Trösel war er nicht nur Jugendleiter (1985 bis 1988), sondern trainierte auch den Nachwuchs (1987 bis 1993). Das tat er auch bei der TSG Weinheim (1993) und dem SV Waldhof (1994 bis 1999).

Markus Karrasch (Bensheim-Zell) ist derzeit das dienstälteste Mitglied des Kreisfußballausschusses. Seit 1996 zeichnet der Einundfünfzigjährige für die Öffentlichkeitsarbeit des Gremiums verantwortlich. Bei seinem Heimatverein TSV Hambach war Karrasch zudem fast ein Jahrzehnt im Vorstand der Fußballabteilung. Von Günter Bausewein gab es dafür die Große Ehrenurkunde des Sportkreises.

Bei der Gala in Biblis wurden insgesamt fast 80 verdiente Bergsträßer Funktionäre und Sportler gewürdigt.


Der Kreisoberligist siegt im Finale nach Verlängerung und Elfmeterschießen gegen den Verbandsligisten VfR Fehlheim.

Beim AH-Ü40 Cup bezwingt die SG Riedrode den TSV Auerbach durch einen späten Doppelschlag.

Allgemein\Vereine

Foto: privat

(bit) Da beim VfL Birkenau schon seit einigen Monaten mit Abdalaziz Amin aus Syrien sowie Mohammed Jallow, Mohammed Lamin und Muhammed Sow, das Trio stammt aus Gambia, insgesamt vier Flüchtlinge am Trainings- und teilweise auch schon am Spielbetrieb teilnehmen, erhielt der Verein nun eine Auszeichnung in Höhe von 500 Euro.

Während der Syrer Amin, der über Zweitmannschaftstrainer Momo Mcharek den Weg zu den VfL-Fußballern fand, bereits eine feste Größe in Mchareks Kreisliga-B-Elf darstellt und auch schon zwei Kurzeinsätze in der Gruppenligamannschaft verzeichnen konnte, trainieren die drei jungen Westafrikaner bei der von Philipp Weißmüller und Marcel Böhm gecoachten U19 mit.

Betreut werden die Neuzugänge aus Gambia offiziell von Manuel Sehrt, der im Weinheimer Pilgerhaus tätig und auch beim Fußball in der Regel mit vor Ort ist. So freuten sich die vier Flüchtlinge, Betreuer Sehrt, die drei Trainer sowie Jugendkoordinator Patrick Marx und Sport-Vorstand Volker Halblaub, dass Kreisfußballwart Reiner Held im Rahmen einer Trainingseinheit auf der Sportanlage im Spenglerswald einen mit 500 Euro dotierten Scheck der Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter dem Motto „1:0 für ein Willkommen-Engagement für Flüchtlinge“ überreichte. Der erhaltene Betrag ist bereits vom Verein fest verplant, denn die vier Neuzugänge sollen hierfür mit VfL-Präsentations- und Trainingskleidung ausgestattet werden.

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Nachruf Günther Grieser

Foto: privat

(mk) Günther Grieser ist tot. Der Vorsitzende der Sportgemeinde Seidenbuch starb am vergangenen Mittwoch plötzlich und unerwartet, acht Tage vor seinem 66. Geburtstag. Er hinterlässt Ehefrau Rosel und eine Tochter. Jüngst hatte sich der vielfach ehrenamtlich engagierte Seidenbucher zwei Operationen unterziehen müssen, schien aber auf dem Weg der Besserung.

Günther Griesers Wirkungskreis hatte mit dem Fußball und seinem Heimatverein SG Seidenbuch zwei Schwerpunkte. Nach 25 Jahren als stellvertretender Vorsitzender übernahm er im August 2013 kommissarisch den Vorsitz der SGS, denen ordentlicher Chef er im März 2016 wurde. Federführend war der ehemalige Disponent eines Bensheimer Unternehmens beim Umbau des Vereinsheims des 170 Mitglieder starken Clubs aus dem Lindenfelser Stadtteil, für den er von 1968 bis zum Ende des Fußball-Mannschaftssports 1991 die Schuhe schnürte. Bereits in den siebziger Jahren kümmerte er sich um die Belange der Fußballabteilung, die er nicht nur als Abteilungs-, sondern auch als Übungsleiter maßgeblich prägte. Seine offene Art, auf Menschen zuzugehen, den Mut, Neues auszuprobieren und seine überlegende Art machten ihn zu einem besonderen Menschen und bereicherten nicht nur das Gemeinschaftsleben der SGS, würdigte der Verein die Dienste Griesers, der insgesamt 37 Jahre im Vorstand mitarbeitete. Viele Festivitäten sind auf seinen Ideenreichtum zurückzuführen; das Miteinander aller Generationen war ihm eine Herzensangelegenheit.

Als Trainer war der Anhänger des Hamburger SV bei Starkenburgia Heppenheim (1991 bis 2001), TSV Elmshausen (2001 bis 2004), KSG Brandau (Jugend), TSV Gadernheim (Jugend und Senioren) sowie dem FC Fürth (Jugend), bevor er 2011 zur KSG Mitlechtern kam, dessen zweite Mannschaft er bis zu seinem Tor betreute. „Natürlich muss es in erster Linie diszipliniert zugehen. Dennoch ist Harmonie zwischen Mannschaft und Trainer wichtig. Jeder Spieler soll und muss sich einbringen, damit wir etwas als Team erreichen können“, war Griesers Credo. Seine unaufgeregte Art fand auch bei seiner letzten Station in Mitlechtern Anerkennung. „Er war eine unglaublich zuverlässige, loyale Person, ein Ruhepol, der mit seiner nüchternen und sachlichen Art allem eine klare und einfache Ordnung geben konnte. Er war einfach ein toller Mensch, der nun viel zu früh von uns gegangen ist“, würdigte KSG-Erstmannschafstrainer Christian Schmitt, der in seiner A-Jugend-Zeit von Grieser trainiert worden war.

Im Kreisfußballausschuss Bergstraße war Günther Grieser seit 2008 dabei, als Referent für Qualifizierung. Mit seiner ruhigen, sachlichen und kompetenten Art sorgte er für Belebung in einem schwierigen, lange brachliegenden Aufgabenfeld: der Aus- und Weiterbildung von Trainern im Kreis. Da passte es gut, dass der Seidenbucher seit 2011 Vorsitzender der Bergsträßer Trainervereinigung war. Diese änderte vor einem halben Jahr ihren Namen (Sportgemeinschaft Fußballtrainer Bergstraße Lindenfels e. V.), nicht aber ihren Chef. „Er war absolut kompetent in dem, was er gemacht hat. Es ist unbegreiflich, dass er einfach so mitten aus dem Leben gerissen wurde“, sagte Kreisfußballwart Reiner Held (Bürstadt).

Sport spielte sicherlich eine große Rolle im Leben des Seidenbuchers, aber beileibe nicht die einzige. Grieser war vielfältig engagiert, so in der Politik – er saß für die SPD Jahrzehnte im Ortsbeirat – und der Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes.

Günther Grieser wird am Freitag, 30. Dezember, 14 Uhr, auf dem Friedhof in Seidenbuch zu Grabe getragen.

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100 Prozent für die „Dienstleister“

Lautern. Zwar fing der Bergsträßer Kreisfußballtag mit nur elf Minuten Verspätung an, aber er wurde einer der längsten der jüngeren Geschichte: Nach genau dreieinhalb Stunden hatte Kreisfußballwart Reiner Held die 17 Punkte umfassende Tagesordnung abgearbeitet.

Überzeugender Vertrauensbeweis für die Mitglieder des Kreisfußballausschusses Bergstraße: Einstimmig ist die Mannschaft um Fußballwart Reiner Held (Bürstadt) beim Kreisfußballtag am Samstag in Lautern von den Delegierten aus 62 Vereinen im Amt bestätigt worden. „Wir sehen uns als Dienstleiter der Vereine, wir werden alles versuchen, um den Vereinen zu helfen“, bedankte sich Held nach der Wahl.

Ramona Bitsch für Frauen und Mädchen

Weiter gehören dem Kreisfußballausschuss an: der stellvertretende Kreisfußballwart Martin Wecht (Rimbach), Kassenwart Wolfgang Helfrich (Elmshausen), Freizeit- und Breitensportreferent Helmut von der Heydt (Reichenbach), Koordinator für Qualifizierung Günther Grieser (Seidenbuch), Kreisehrenamtsbeauftragter Jörg Ballweg (Zwingenberg) und Pressewart Markus Karrasch (Zell). Neue Frauen- und Mädchenbeauftragte ist Ramona Bitsch (Seidenbuch). Sie löst Manuela Jakob ab, die nicht mehr kandidierte. Nach dem Ausscheiden von Vera Ballweg (Ober-Ramstadt) ist das Amt des Administrators vakant.

Vorsitzender Rainer Beckerle (Bürstadt) erhielt ebenso das Vertrauen der Versammlung wie die weiteren Sportgerichts-Mitglieder Uwe Oberle, Günther Roß, Klaus-Jürgen Weißmüller, Marco Unholzer und – neu – Gerhard Ripper. In ihrer Gesamtheit bestätigt wurden Kreisjugend- und der Schiedsrichterausschuss. „Ihr habt eine Mannschaft und einen Cheftrainer, die funktionieren“, lobte Trainerlegende Klaus Schlappner.

Das sah auch das Auditorium so. An der Arbeit des Kreisfußballausschusses in den vergangenen vier Jahren hatten die Vereinsvertreter nicht auszusetzen, die Berichte wurden ohne Wortmeldung abgenickt. Mehr Diskussionen gab es um die sechs Anträge, welche der Schiedsrichterausschuss vorgelegt hatte und die von Obmann Karlheinz Dörsam (Birkenau) begründet wurden.

Dabei wurde das Vorhaben, Signalkarten künftig auch im D-Jugend-Bereich zu zeigen, mehrheitlich abgelehnt. Gar nicht auf Gegenliebe stieß der Antrag, dass Gelb-Rote Karten wie schon in Hessenliga und den drei Verbandsligen eine automatische Sperre von einem Spiel nach sich ziehen sollen. Dass der Schiedsrichter vor dem Anpfiff nicht mehr die Identität eines Spielers mit Hilfe des Bildes im Spielerpass (so genannte Gesichtskontrolle) überprüfen sollen, fand dagegen Zustimmung. Das ist in anderen Landesverbänden bereits üblich. Dieser Antrag wird zur Vorlage dem Verbandsfußballtag weitergeleitet.

Die Kriterien, wann ein Schiedsrichter auf das Pflichtsoll der Vereine angerechnet wird, sorgten wie schon bei mancher Kreisliga-Vorrundenbesprechung für eine Diskussion. Der Vizepräsident Recht des Hessischen Fußball-Verbandes, Torsten Becker (Hanau), betonte dabei, dass Hessen bei seinen Anrechnungs- und Bestrafungskriterien „der mit Abstand moderateste Verband“ in Süddeutschland sei.

Etwas enttäuschend war die Teilnehmerzahl am Samstag in Lautern. Von den 78 im Fußballkreis registrierten und eingeladenen Vereinen schickten nur 62 einen Vertreter. Nicht nur drei Jugendfördervereine (Alsbach-Auerbach, Flockenbach-Trösel, Bürstadt) glänzten mit Abwesenheit, sondern auch Klubs mit Mannschaften im Männer-Spielbetrieb: SC Rodau, Birlikspor Biblis, FSV Riedrode, Türkspor Wald-Michelbach, ISC Fürth, TSV Weiher und ein Lampertheimer Trio: Olympia, Waldesruh und Waldhorn.

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Willy Hartmann wird Ehren-Kreisfußballwart

Foto: privat

(kar) 2008 gab es den ersten Versuch, Willy Hartmann zum Ehren-Kreisfußballwart zu ernennen. Da ist die Zeit noch nicht reif gewesen. Acht Jahre später war es schließlich soweit. Mit stehendem Beifall wurde der 83 Jahre alte Elmshäuser am Samstag beim Bergsträßer Kreisfußballtag in Lautern zum Ehren-Kreisfußballwart gekürt.

„Der Kreisfußballausschuss war die zweite Heimat für Willy Hartmann“, sagte Matthias Wikes, ehemaliger Landrat und langjähriger Elmshäuser Weggefährte Hartmanns, in seiner Laudatio. Obwohl Hartmann fast jede mögliche Auszeichnung auf sportlicher und politischer Ebene erhalte habe, sei die Ehrenkreisfußballwürde „die schönste“ für ihn.

57 Jahre war der Elmshäuser fast jeden Tag in Sachen Fußball unterwegs, dabei hatte er nie Fußball gespielt. Erster Job 1951: stellvertretender Jugendleiter des TSV Elmshausen. Mit den Jahren wuchsen die Aufgaben nicht nur im Verein: 1955 Beisitzer im Kreisjugendausschuss, 1964 stellvertretender Kreisfußballwart, 1990 bis 2008 Kreisfußballwart, acht Jahre stellvertretender Verbandsfußballwart. Wilkes: „Ich glaube, das ist einmalig in ganz Deutschland“.

Willy Hartmann hatte als Funktionär nicht nur Freunde. Das weiß auch Wilkes: „Er hat durchregiert.“ Beispiel? Nach der dritten Wortmeldung in einer Versammlung sei er unruhig geworden, der vierte Wortmelder musste damit rechnen, des Saales verwiesen zu werden, blickte Wilkes zurück. Aber die Art und Weise, wie er sein Amt wahrgenommen habe, zeichnete ihn aus, betonte der ehemalige Landrat: „Fußball steht für Gemeinschaftssinn, und dafür steht Willy Hartmann.“

Die Ernennungsurkunde überreichte der Vizepräsident Recht des Hessischen Fußball-Verbandes, Torsten Becker (Hanau). Er würdigte Hartmann als einen „erfolgreichen Kreisfußballwart“, der viele Dinge auf den Weg gebracht habe.

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Viele Ehrengäste, noch mehr Ehrungen - Splitter vom Kreisfußballtag 2016

(all). Neben der Ernennung von Willy Hartmann zum Ehren-Kreisfußballwart wurden Vereinsfunktionäre für viele Jahre ehrenamtlicher Mitarbeit ausgezeichnet.

Ehrenbrief: Armin Wörle, Holger Wörle (beide SV Lindenfels), Gerhard Fassinger (TSV Reichenbach), Peter Gehrisch, Manfred Preuß (beide SSV Reichenbach), Jürgen Möhler (SV/BSC Mörlenbach).

Ehrennadel in Bronze: Jürgen Roth (TSV Auerbach), Gerhard Wolk (TG Jahn Trösel), Wilfried Kungl (SG Riedrode).

Große Verbandsehrennadel: Wolfgang Biebesheimer (KSG Nordheim), KSG-Mitglied seit 1962, seit 1985 Spielausschussmitglied, seit 2000 Spielausschussvorsitzender).

Große Verdienstnadel für Verbandsmitarbeiter: Sascha Wilke (SG Riedrode), Rainer Beckerle (Eintracht Bürstadt), Thomas Hirschberg (SG Wald-Michelbach), Sven Gleißner (SG Hüttenfeld).

Kreisfußballtag 2020: Gastgeber ist der FSV Rimbach, der dann sein siebzigjähriges Bestehen feiert.

Kreispokal-Halbfinale: Auch das wurde amSamstag in Lautern ausgelost. Es spielen Sportfreunde Heppenheim – VfR Fehlheim und SV Kirschhausen – TV Lampertheim.

Ehrengäste beim Kreisfußballtag: Erster Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf, Ex-Landrat Matthias Wilkes, Lautertals Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, HFV-Vizepräsident Torsten Becker, Sportkreis-Vorsitzender Günter Bausewein, Regionalbeauftragter Michael Sobota und sein Vorgänger Rolf Herbold, Trainerlegende Klaus Schlappner.

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Eindrucksvolles Votum für ganzes Team

(all) Sascha Wilke bleibt Jugendwart des Fußballkreises Bergstraße. Beim Kreisjugendtag in Wald-Michelbach wurde der Bürstädter  ebenso wie die übrige Führungsmannschaft einstimmig im Amt bestätigt. Wilke steht seit 2008 an der Spitze des Bergsträßer Fußballnachwuchses.

Jörg Ballweg (Zwingenberg) bleibt stellvertretender Jugendwart. Neuer Bildungsbeauftragter wurde Tobias Kleiner (Lampertheim). Er folgt Sven Gleißner (Hüttenfeld), der nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Gleißner, der auf Hessenebene stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Qualifizierung ist, bleibt dem Kreisgremium aber als Beisitzer für das Auswahlwesen  erhalten.  Thomas Degenhardt (Lindenfels) ist Referent für Schulfußball, Alexandra Nagy (Wattenheim) Mädchenreferentin,  Max Massion (Hüttenfeld) Jugendsprecher, Bernd Seidenspinner (München) Administrator. Klassenleiter sind  Jörg Ballweg (A-, B- und C-Jugend),  Hermann Oberle (Fürth/D-Jugend), Nadine Schulz (Bensheim/E-Jugend) sowie  Markus Essel (Lorsch/F-Jugend und Bambini).

Der Kreisjugendtag dauerte nicht einmal eine Stunde und sei, so Wilke, sehr harmonisch verlaufen. Das einzige, was den alten und neuen Jugendwart störte, war der Besuch. Fast zehn Vereine  glänzten in Wald-Michelbach durch Abwesenheit. Den für das Fernbleiben satzungsgemäß vorgeschriebene Strafbescheid hat Wilke indes schon verschickt.

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Zwei schaffen die Traumquote von 100 Prozent

Foto: privat

(kar) Die größte Herausforderung am Fußball-Kreisschiedsrichtertag in Bensheim war eine technische: Die Lautsprecheranlage war defekt. Doch Kreisschiedsrichterobmann Karlheinz Dörsam (Birkenau) schaffte es auch ohne Mikrofon, sich Gehör zu verschaffen vor den über 100 Unparteiischen im Vereinsheim des Bergsträßer Spielmanns- und Fanfarenzuges.

Alle vier Jahr steht der Schiedsrichtertag an, und alle vier Jahre gilt es, die Führungsriege der Bergsträßer Unparteiischen neu zu bestimmen. „Ich hoffe, dass Ihr richtig wählt“, gab Kreisfußballwart Reiner Held den 112 Stimmberechtigten mit auf den Weg. Die taten, wie ihnen geheißen, und bestätigten beim Kreisschiedsrichtertag in Bensheim den kompletten Schiedsrichterausschuss in offener Abstimmung für weitere vier Jahre im Amt.

Obmann bleibt Karlheinz Dörsam (Birkenau), sein Stellvertreter Thomas Hirschberg (Wald-Michelbach), Lehrwart Jan Turinski (Bensheim), Öffentlichkeitsbeauftragter Marco Unholzer (Birkenau). Hirschberg und Unholzer schafften die Traumquote von 100 Prozent Zustimmung; Turninski erhielt eine Gegenstimme, Dörsam zwei. Der Ausschuss berief sogleich seine schon in den vergangenen Jahren bewährten Unterstützer ins Gremium: Simon Wecht (Rimbach) als stellvertretenden Lehrwart sowie die Beisitzer Simon Heß (Heppenheim), Heiko Pfeifer (Rimbach) und Maximilian Rother (Bensheim).

In etwas mehr als einer Stunde waren die zwölf Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Einer der gewichtigen Punkte war der Rückblick auf die vergangenen vier Jahre. Dörsam ließ Zahlen sprechen: Etwa 8000 Spiele beim Nachwuchs sowie 11_000 bei Männern, Frauen und Alten Herren, also fast 5000 Partien pro Saison, seien mit Schiedsrichtern besetzt worden. Vier Neulings- und zwei Nachschulungslehrgänge habe es gegeben. Von den 98 Teilnehmern bestanden 56, aber nicht alle blieben bei der Stange. Dörsam machte die Problematik deutlich: Nach einem Lehrgang hatten von 14 Schiedsrichtern binnen weniger Monate neun wieder aufgehört. Begründung: Sie wollten sich nicht ständig von Zuschauern beleidigen lassen.

Nachdem Marco Unholzer (Birkenau) im Sommer 2015 aus beruflichen Gründen seinen Rückzug aus der Regionalliga erklärt hatte, ist Christoffer Reimund (SV Zwingenberg) ranghöchster Unparteiischer im Kreis. Er ist Assistent in der A-Jugend-Bundesliga, leitet bei den Senioren ebenso wie Cristian Ballweg (SKG Bickenbach), Simon Heß (Starkenburgia Heppenheim) und Unholzer Hessenliga-Begegnungen. Das Leistungsniveau der Bergsträßer Schiedsrichter sei weiter beachtlich, lobte Rainer Boos, Mitglied im Verbandsschiedsrichterausschuss. Denn die Stabübergabe von Lehrwart Andreas Weichert – ihn verschlug es 2014 des Berufes wegen nach München – zu Jan Turinski verlief reibungslos. „Es gibt keinen Stillstand in der Lehrarbeit“, sagte Dörsam.

Derzeit besteht die Bergsträßer Vereinigung aus 165 aktiven sowie 31 passiven Mitgliedern. Einer der passiven, der Zwingenberger Ludwig Mütz, 39 Jahre lang Schiedsrichter, ist immer noch gut zu Fuß und erhielt den längsten Applaus, als er ein Präsent anlässlich seines 90. Geburtstages erhielt.

Neben weiteren Geburtstagsgeschenken für Alfons Zeug (TSV Aschbach), Karl-Heinz Strohmenger (KSG Mitlechtern) und Richard Weidmann (SG Lautern) gab es noch Präsente. Weil sie beim Jahresabschluss im November nicht präsent waren, wurden Peter Saal (FC Boys Wattenheim/zehn Jahre), Rainer Beckerle (Eintracht Bürstadt/15) und Tobias Bernert (TG Jahn Trösel/20) nachträglich für ihre lange Schiedsrichtertätigkeit beschenkt.

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Allgemein\Vereine

Im Rahmen einer Trainingseinheit überreichte Kreisfußballwart Reiner Held (rechts) 500 Euro aus dem Projekt "1:0 für ein Willkommen" an den VfR Bürstadt, der Flüchtlinge in seinem Team aufgenommen hat. - Von links: Hussam, Dikan, Zweitmannschaftstrainer Tobias Frank, Aziz, Abdul sowie VfR-Vorstand Norbert Krezdorn (Foto: privat)
Auch die Mörlenbacher freuen sich über einen Scheck. - Von links: stellvertretender Kreisfußballwart Martin Wecht, Michael Laier, Jürgen Möhler. (Foto: privat)

(kar). Integration durch Fußball – diesen Weg bestreiten in Zeiten der Flüchtlingsströme immer mehr Vereine im Kreis Bergstraße. Fünf von ihnen sind mit einer finanziellen Zuwendung für ihr Engagement belohnt worden.

Das sind Termine, die Kreisfußballwart Reiner Held (Bürstadt) und sein Stellvertreter Martin Wecht (Rimbach) gerne übernehmen: In den vergangenen Monaten war das Führungsduo der Bergsträßer Kicker regelmäßig unterwegs, um Schecks über 500 Euro unter die Vereine zu bringen.

Spender der Summe ist die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ der DFB-Stiftung Egidius Braun. Die nach dem DFB-Ehrenpräsidenten Braun benannte Stiftung fördert, finanziell unterstützt von Bundesregierung und Nationalmannschaft, mit dieser Aktion seit dem vergangenen Jahr Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren, Ideen zur Integration von Flüchtlingskindern entwickeln und konkrete Hilfe anbieten. Der Klub erhält einmalig 500 Euro. Insgesamt stehen 600 000 Euro für die Jahre 2015 und 2016 bereit, bis November vergangenen Jahres sind über 1100 Fußballvereine bedacht worden.

Auch im Fußballkreis Bergstraße wird die Willkommenskultur groß geschrieben. Mit TV Lampertheim, VfR Bürstadt, SV Fürth, FSG Bensheim und SV Mörlenbach sind fünf Vereine für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet worden. Demnächst erhalten der FC Waldhorn Lampertheim sowie die SG Wald-Michelbach einen Scheck über 500 Euro.

Der TV Lampertheim hat Asylbewerbern die Teilnahme am Training der zweiten Mannschaft ermöglicht. Als bis zu 21 Migranten zum Training erschienen, beschloss Übungsleiter Christian Schmitt, eine eigene Trainingszeit – immer montags – anzubieten.

Auch die FSG Bensheim bietet in Kooperation mit dem Verein „welcome to bensheim“ regelmäßiges Training für erwachsene Flüchtlinge im Sportpark West an; Kinder werden in den FSG-Jugendmannschaften integriert.

Seit einigen Jahren können junge Flüchtlinge beim SV Mörlenbach mittrainieren, so auch bei den Fußballern des SV Mörlenbach. 2015 aber war der Ansturm so groß, dass die Abteilung eine eigene Fußballgruppe gründete. Rund ein Duzend Flüchtlinge spielen hier zweimal die Woche unter dem Dach des SV Mörlenbach Fußball, trainiert vom Zweiten Vorsitzenden Jürgen Möhler. Ziel sei es, so Abteilungsleiter Michael Laier, die Leute zu integrieren und an den Verein heranzuführen, frei dem Motto „Sport verbindet“. Mittlerweile haben die ersten Spieler aus dieser Gruppe den Sprung geschafft zu den Seniorenteams des SV/BSC.

Laier weist dabei auf ein Problem hin: Es sei nicht so einfach, eine Spielgenehmigung für den regulären Spielbetrieb zu bekommen. Der SV/BSC Mörlenbach bemühe sich auch um Spielerpässe, damit die jungen Flüchtlinge am Spielbetrieb teilnehmen können, es dauerte aber „sehr lange“, bis eine Spielgenehmigung vorliegt. „Aber es lohnt sich“, so Laier.

Seit die ersten Flüchtlinge vor knapp zwei Jahren in Bürstadt ankamen, engagiert sich der VfR Bürstadt, der mehrere Flüchtlinge in seinen Reihen aufgenommen hat. Den Kontakt hatte Spieler Michael Pfeifer, der auch Vorsitzender des Jugendrats ist, hergestellt. Und das Team zog mit: Die Bürstädter hatten für ihre neuen Mitspieler aus Somalia und Syrien Klamotten und Fußballschuhe gesammelt, der Verein stattete sie mit Trainingsanzügen aus. Außerdem wurden die Flüchtlinge, von denen einige mittlerweile regelmäßig im VfR-Trikot auflaufen, vom Vereinsbeitrag befreit. Trainer Matthias Rebsch holte sie anfänglich mit dem Jugendbus des Vereins zum Training ab, mittlerweile kommen sie selbstständig mit ihren Fahrrädern.

Auch der SV Fürth engagiert sich beim „1:0 für ein Willkommen“. „Ein Motto, das beim SV Fürth groß geschrieben wird“, wie Kreisfußballwart Reiner Held erfreut betonte. Der SV hatte unter anderem die Kinder von Flüchtlingsfamilien zu Aktivitäten wie dem Spieletag der Jugendabteilung eingeladen und sich an der Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ gegen Rassismus beteiligt. Gerade in Sportvereinen wie dem SV werde vorgelebt, wie Integration funktioniere und ein Beispiel gegeben, an dem sich die gesamte Gesellschaft orientieren könne, sagt Vorsitzender Wolfgang Arnold.
(Quelle: Starkenburger Echo)

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Allgemein/Vereine

Information und Hilfe für Vereine

Die Informationsbroschüre "Willkommen im Verein! Fußball mit Flüchtlingen" kann bei Christine Kumpert, der Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des Hessischen Fußball-Verbandes, unter Christine.Kumpert(at)hfv-online(dot)de  bestellt werden.

Anträge auf finanzielle Unterstützung durch die Egidius-Braun-Stiftung können die Vereine per Mail formlos an info(at)egidius-braun(dot)de senden.

Weitere Infos zu "1.0 für ein Willkommen" sind unter www.egidius-braun.de zu finden.

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Allgemein: Regelkunde

21. Oktober 2016 · Allgemein
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Der Förderverein Fußball im Kreis Bergstraße e.V. lädt zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 01.11. nach Bensheim ein. weiterlesen »

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