Regionalliga Südwest: Hessen Kassel feiert Sieg über Hoffenheim II

08. März 2018 · Top-News · von: Oliver Zehe (Verein)

Endlich! Der KSV Hessen Kassel hat am Mittwochabend im Nachholspiel gegen Hoffenheim 1899 II einen verdienten 2:1 (0:1)-Sieg eingefahren und schöpft damit wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Foto: Heldmann

Vor 1.000 Zuschauern im Auestadion brachte Felix Passlack die Gäste kurz vor der Pause in Führung. In einer spektakulären zweiten Halbzeit, in der KSV-Torwart Niklas Hartmann einen Foulelfmeter von Marco Engelhardt hielt (69.) und der Hoffenheimer Maximilian Waack wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (85.), drehten die Löwen dann doch noch das Spiel: Zunächst glich Basti Schmeer aus (67.), bevor der eingewechselte Sebastian Szimayer den vielumjubelten Siegtreffer für die Löwen erzielte (84.).

Die letzte Minuten verbrachten die meisten der 1.000 Zuschauer im Auestadion stehend. 2:1 führte der KSV und die Gäste aus Hoffenheim warfen noch einmal alles nach vorne. Und dann war zehn Minuten vor neun endlich Schluss. Der letzte Pfiff der Schiedsrichterin Karoline Wacker erlöste nicht nur die Mannschaft, sondern auch die treuen Fans, die das Stadion in der Schlussphase in einen kleinen Hexenkessel verwandelten. Endlich der erste Sieg der Löwen nach einem halben Jahr.

Doch der Reihe nach: Beim KSV musste Tim Brandner passen, für ihn rückte Steven Rakk auf die linke Außenbahn. Bei den Gästen standen Felix Passlack und Meris Skenderovic aus dem Bundesliga-Kader in der Startelf. Den besseren Start erwischten die Löwen: Nach einer Minute hatte Basti Schmeer die erste Chance, doch Torwart Dominik Draband konnte klären. Zu sehen war zu Beginn nur die Mannschaft von Tobi Cramer: Ein abgeblockter Schuss von Marco Dawid (11.), ein Kopfball von Schmeer an den Pfosten (15.). Und Hoffenheim? Johannes Bühler probierte es mit einem Distanzschuss, der allerdings über das Tor strich (26.). Die besseren Chancen hatte weiterhin der KSV: Schmeer (36.) und Sergej Schmik (37.) verpassten den möglichen Führungstreffer. Der fiel dann auf der Gegenseite. Nach einem Zuspiel von Alexander Rossipal tauchte drei Minuten vor dem Pausenpfiff plötzlich Felix Passlack frei vor Niklas Hartmann auf – und schob den Ball am Löwen-Schlussmann vorbei in die Maschen. 0:1 – ein Tor aus heiterem Himmel.

Nach dem Seitenwechsel dauert es eine Weile, bis die Partie wieder an Fahrt gewinnt. Aber dann geht es ab: In der 68. Minute lässt Draband einen eher harmlosen Schuss von Schmik abprallen, Schmeer reagiert am schnellsten und trifft.  1:1 – großer Jubel. Aber nur für wenige Sekunden. Niklas Hartmann ist im Strafraum einen Wimpernschlag vor Passlack am Ball, der stürzt – und Karoline Wacker zeigt auf den Punkt. Doch wenige Sekunden später ist wieder Stimmung im Stadion: Marco Engelhardt schießt – Niklas Hartmann wehrt ab. Weiter 1:1. Der KSV will den Sieg. Der KSV braucht den Sieg. Tobias Cramer bringt mit Sebastian Szimayer einen weiteren Stürmer. Den Siegtreffer hat dann Schmeer auf den Fuß. Doch sein Schuss aus kurzer Distanz saust über das Tor (74.). Auf der anderen Seite rettet Hartmann in letzter Sekunde gegen Skenderovic (77.). Durchpusten! Sechs Minuten vor Schluss die Erlösung: Korb flankt und Szimayer verlängert ins lange Eck. 2:1 – der erste Sieg nach sechs Monaten ist plötzlich greifbar nah. Doch die letzten Sekunden dauern quälend lang, auch wenn Hoffenheim keine richtige Torchance mehr hat. Im Gegenteil: Maximilian Waack leistet sich eine Tätlichkeit gegen Szimayer und bekommt eine rote Karte (85.). Um 19:50 Uhr ist das zittern vorbei – grenzenloser Jubel im Auestadion. Drei ganz wichtige Punkte für die Löwen.

Die können nun am kommenden Mittwoch (14. März) im Nachholspiel gegen den SSV Ulm 1846 weiteren Boden gut machen. Anpfiff im Auestadion: 18 Uhr. Am kommenden Wochenende ist der KSV spielfrei.