Odenwälder Vereine engagieren sich für Kindeswohl

01. Mai 2013 · Service/Qualifizierung · von: Thorsten Schenk

Die richtige Distanz wahren, Foto: privat

Was ist Kindeswohlgefährdung? Wie sind die Täterstrategien bei sexueller Gewalt? Das Thema Kinder- und Jugendschutz im Sportverein stand im Mittelpunkt der Kurzschulung „Kindeswohl“, welche der Kreisfußballausschuss des Odenwaldkreises am 25. April 2013 anbot.

Kreisfußballwart Wilhelm Paulus (TSG Steinbach) und Kreispressewart Thorsten Schenk (KSV Reichelsheim) begrüßten in Steinbach 23 Teilnehmer. HFV-Lehrreferent Stefan Ebert (Weinheim) vermittelte den Teilnehmern, dass Kinder- und Jugendschutz alle angeht, die Angebote für Minderjährige machen: „Betreuungspersonen im Sportverein übernehmen nicht nur Verantwortung für das sportliche Programm, sondern gleichfalls für einen verantwortungsvollen Umgang mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen.“

Dies bedeutet, dass sich der Verein gegen jede Form von Kindeswohlgefährdung – auch gegen sexuelle Gewalt – einsetzt und eine Kultur des Hinsehens entwickelt. Ziel der Schulung war es, eine gewisse Sensibilität für vorhandene Gefährdungen zu entwickeln, die Wahrnehmung für Grenzverletzungen zu schärfen und so eine Vereinsatmosphäre zu entwickeln, in der offen über Kinderschutz und Sexualität und die Gefahren im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt gesprochen werden kann.

Fazit der Teilnehmer: Auch wenn es im Odenwälder Fußball bisher keinen bekannten Fall von Kindeswohlgefährdung gibt, handelt es sich um ein wichtiges Thema, dem man sich in den Vereinen annehmen und das Wissen hierüber multiplizieren muss.

Folgende Vereine nahmen an der Kurzschulung teil: SV Beerfelden, FSV Erbach, FC Finkenbachtal, SV Gammelsbach, KSV Haingrund, TSV Höchst,  ISV Kailbach, SV Lützel-Wiebelsbach, VfL Michelstadt, FV Mümling-Grumbach, SG Rothenberg, SG Sandbach, TSV Seckmauern, KSG Vielbrunn, TSG Zell