Kreisfußballwart Willi Röhn hört nach 26 Jahren auf

14. März 2016 · Allgemein

Ovationen bei Verabschiedung

Sand. Stehend und im Rhythmus Applaus klatschend - so wurde am Samstag Willi Röhn als Kreisfußballwart verabschiedet.

(ein Bericht aus der HNA vom 14.03.2016)



Führungswechsel: Nach 26 Jahren an der Spitze des Fußballkreises gab Willi Röhn (links) sein Amt ab. Neuer Chef im Fußballkreis Hofgeismar-Wolfhagen ist Stefan Schindler.


26 Jahre war er oberster Repräsentant der heimischen Fußballvereine - erst im Fußballkreis Wolfhagen, dann nach der Fusion vor zwölf Jahren, des Fußballkreises Hofgeismar-Wolfhagen.

Und gerade diese Fusion war es, die alle Redner beim Kreisfußballtag in den Mittelpunkt ihrer Reden stellten. Auch Willi Röhn bezeichnete diese Zeit als die schwierigste in seiner langen Amtszeit, die ihm insgesamt aber sehr viel Freude bereitet habe.

Sein großes Verdienst sei es, so klang es bei allen Reden an, dass aus den einstig selbständigen Fußballkreisen eine Einheit geworden sei, in der es nicht um Personen, sondern um die Sache, um den Fußball ginge.

Der Kreisfußballausschuss und der SSV Sand als Ausrichter des alle vier Jahre stattfindenden Kreisfußballtags hatten einen würdigen Rahmen für das Treffen von Vertretern der insgesamt über 50 Vereine geschaffen. Mit dem Lied „Fußball ist unser Leben“ begrüßte der Männerchor des TSV Elbenberg die Gäste, doch zunächst war es weniger „König Fußball“, der im Mittelpunkt stand, sondern der scheidende Fußballchef Willi Röhn. In einer launigen Reden würdigte sein Nachfolger Stefan Schindler das Werk des Balhorners. Von Lebenswerk wolle man nicht sprechen, da Röhn bei seinem Heimatverein weiter Verantwortung trage und auch dem Kreisfußballausschuss als beratendes Mitglied weiter zur Verfügung stehe.

Das Ansehen, das sich Röhn im Laufe seiner Amtszeit erworben hat, spiegelte sich auch in der Gästeliste wider. Der Hessische Fußballverband war beispielsweise mit Präsident und Vizepräsident, Rolf Hocke und Stefan Reuß vertreten. Roland Tölle vom Sportkreis Region Kassel, würdigte Röhn als Mann, der diplomatisch agiert hätte, aber „auch mit harten Bandagen kämpfen konnte, wenn er etwas durchsetzen wollte.“

Als Zeichen der Anerkennung für die geleistete Arbeit ernannten die Vertreter der Fußballvereine Röhn zum Kreisehrenvorsitzenden.

Mit Röhn traten zwei weitere altgediente Mitglieder des Kreisfußballausschusses nicht mehr zur Wiederwahl an: Schatzmeister Rolf Salzmann (SSV Sand) und Pressewart Reinhard Michl (FSV Wolfhagen). Salzmann übte sein Amt 36 Jahre aus, Michl gar 38. Als Nachfolger wurden Ingolf Zinke (SSV Sand) und Ralf Heere (TSV Deisel gewählt). Auch die bislang vakante Position des stellvertretenden Kreisfußballwarts konnte besetzt werden: Dieses Amt übt künftig Olaf Hamel (TSV Fürstenwald) aus.