Hessische Profis: Wehen Wiesbaden mit Kantersieg

30. Oktober 2017 · Top-News

Am letzten Spieltag sprangen insgesamt nur fünf Punkte für die hessischen Teams raus. Wehen Wiesbaden gewann das Duell mit Preußen Münster, Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 erspielten sich jeweils einen Punkt.

Foto:GettyImages Bild: Torsten Frings

Der SV Wehen Wiesbaden konnte im Spiel gegen Preußen Münster erneut überzeugen und einen 6:2-Kantersieg einfahren. Nach der Niederlage im DFB Pokal-Kracher gegen Schalke 04 konnten die Wiesbadener-Anhänger nun wieder jubilieren!
Stimme zum Spiel:
Rüdiger Rehm: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, was die heute hier abgeliefert hat, wie sie von der ersten Sekunde da war, wie sie wach war, willig war in diesem Spiel. Dass ist nicht so einfach, nach so einem DFB-Pokal Highlight, wirklich auch Top anzugehen und wir haben von der ersten Sekunde gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen. Natürlich machen wir auch mit der ersten Chance das 1:0, sind dann dran geblieben und haben dann auf 2:0 und 3:0 erhöht und damit war im Endeffekt eine Vorentscheidung da, dann lässt man auch mal nach, dass dürfen wir nicht, dass sollen wir nicht, aber ich glaube das ist einfach menschlich.
Darmstadt 98 hatte vor dem Spiel gegen Holstein Kiel einen Turnaround, nach einigen schwachen Leistungen, angestrebt. Die Partie gegen den Tabellenzweiten endete mit einem 1:1-Unentschieden.
Stimmen zum Spiel:
Markus Anfang:
Wir sind schlecht in die Partie gekommen, wir wussten, dass Darmstadt bei Standards gefährlich ist und haben in den ersten fünf Minuten zu viele Chancen zugelassen. Kurz darauf bekommen wir auch das Tor, das war für uns das Schlimmste, was in der harten Englischen Woche passieren konnte. Nach dem Rückstand haben wir guten Fußball gespielt und verdient den Ausgleich gemacht. Die zweite Halbzeit war dann sehr zerfahren und mit vielen Unterbrechungen. Darmstadt hatte noch einen guten Schuss und wir eine hundertprozentige Chance - schade, dass der Ball nicht rein ist. Respekt vor meiner Mannschaft für diese Leistung.
Torsten Frings:
Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben uns gerade in der Anfangsphase viele Chancen erspielt. Wir schießen dann auch das verdiente 1:0. Danach standen wir recht gut, haben wenig zugelassen und waren selbst immer wieder gefährlich – leider machen wir aber nicht das 2:0. Nach dem Ausgleich waren wir ein bisschen angeknockt und mussten die Minuten bis zur Pause überstehen. In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig nach vorne gemacht und sind nicht so aufgetreten, wie man es von unseren Heimspielen eigentlich kennt. Mit dem Punkt gegen eine sehr gute Kieler Mannschaft können wir aber leben.
Yannick Stark:
Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten das Heimspiel gewinnen. Leider ist das nicht gelungen, aber so wie der Spielverlauf war, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Die Kieler Offensive ist sehr stark, darauf mussten wir uns konzentrieren und  kompakt stehen. Wir haben die Räume über weite Strecken ganz gut eng gemacht, aber das Tor fällt wieder relativ unglücklich und zu einfach. Gegen einen brandgefährlichen Gegner mussten wir auf der Hut sein, das hat uns Ballbesitz gekostet.

Die Eintracht aus Frankfurt war am Freitag, den 27.Oktober in Mainz gefordert. Die Adlerträger konnten die Partie aber nicht für sich entscheiden, erspielten sich aber leistungsgerecht einen Punkt.
Niko Kovac: "Wenn ich mir die Statistiken anschaue, ist das Remis gerecht. In der zweiten Halbzeit hat Mainz dominiert, ohne große Torchancen. Vor der Pause haben wir das ordentlich gemacht. Wir waren aber zu inaktiv im Ballbesitzspiel. Du musst auch mal auf den Ball treten und das Tempo aus dem Spiel nehmen. Wir nehmen diesen Punkt gerne mit. Wir hätten nicht gewinnen müssen, auch wenn das vielleicht einige sagen. Klar haben wir geführt, aber insgesamt ist das Remis gerecht. Wir wollten mit dem Stuttgart-Spiel eine Serie starten. Das haben wir geschafft, wir haben in den vergangenen fünf Spielen nicht verloren. Der Oktober war schon goldig; mal schauen, was der November bringt. Ich bin mit der Ausbeute nach zehn Spielen zufrieden. Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ende. Marius Wolf hat eine richtig gute Entwicklung genommen. Wir sehen, dass er Selbstvertrauen hat. Das hat er von uns bekommen, sich aber auch selbst erarbeitet. Er gibt immer alles, im Training und im Spiel. Arbeit zahlt sich aus. Er kann noch besser werden. Makoto hat einen latenten Schmerz im Knie. Ich sehe ihn im Training und weiß, wann er Schmerzen hat. Ich hoffe auf Marco Fabian und Omar Mascarell, die bald wieder zurückkommen. Daher bin ich zuversichtlich, was den weiteren Verlauf der Runde betrifft. Das Team arbeitet fleißig. Beispielsweise Marc Stendera, der natürlich deprimiert war, als er nicht gespielt hat. Aber er hat hart gearbeitet und es sich verdient zu spielen."
Lukas Hradecky: "Wir haben eigentlich die Qualität. Heute haben wir das nicht abgerufen. Der Trainer sagt immer, dass der Kopf entscheidet. Es war kein schönes Spiel, obwohl Tempo drin war. Die erste Halbzeit war okay. Das 1:1 geht insgesamt in Ordnung."

Marius Wolf: "Ich haue mich rein, egal auf welcher Position. Ich will der Mannschaft helfen. Wenn es gut klappt, bin ich zufrieden. Ich wollte mehr nach vorne machen. Aber es hat sich während des Spiels so ergeben, dass ich weiter hinten war. Vielleicht hätte ich weiter vorne stehen müssen. Der Punkt ist gerecht. Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, haben wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig nach vorne nachgeschoben und Sébastien zu wenig unterstützt. Dann hatten wir zu viele Ballverluste, sodass die Mainzer mehr Druck aufbauen konnten. Das 1:1 ist insgesamt gerecht, denn Mainz hatte noch Chancen. Wir können zufrieden sein. Beim Tor dachte ich, dass ich den Ball noch holen kann. Der Ball sollte zu Ante, aber egal."